Greenpeace in Bonn

Greenpeace ist eine internationale, unabhängige Organisation, die kreativ und gewaltfrei auf weltweite Umweltprobleme hinweist und versucht, Lösungen durchzusetzen. Unser Ziel ist eine grüne und friedliche Zukunft für die Erde und das Leben auf ihr in all seiner Vielfalt.
Greenpeace Bonn ist eine Gruppe engagierter Menschen aus Bonn, die die Ziele und Prinzipien der Organisation Greenpeace in Bonn umsetzen.

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Wir sind sauber!

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Petition von Greenpeace Deutschland

Sommerfest in Bad Godeberg, heute von 12 bis 22 Uhr im Stadtpark Bad Godesberg

Wer heute noch nichts vor hat uns sich ein wenig an die frische Luft begeben möchte, kann den heutigen Samstag mit einem spannenden Unterhaltungs- und Informationsprogramm auf dem Bad Godesberger Stadtfest verbringen.

Gemeinsam mit anderen Vereinen, Organisationen und Initiativen stellen wir, die Greenpeacegruppe Bonn, uns vor und machen auf aktuelle Themen wie Plastik in den Meeren aufmerksam. Wir laden euch herzlich ein, eure Kosmetikprodukte mit uns zu testen. Bringt dafür einfach eure Flüssigseife, euer Shampoo, eure Kreme etc. mit zu unserem Informationsstand und mikroskopiert sie zusammen mit uns. Falls einer der folgenden Stoffe enthalten ist, werden wir kleine Plastikteilchen entdecken. Ihr werdet staunen, wo sich diese überall finden lassen.

ZuVermeidendeInhaltsstoffe_Plastik

Das Sommerfest ist einen Besuch wert, denn das Bad Godesberger Leben ist vielfältig, international und bunt. Auf drei Bühnen wird es wieder ein abwechslungsreiches Programm geben. „De Räuber“ sorgen um 20 Uhr für Stimmung. Kommt vorbei. Wir freuen uns auf ein tolles Fest mit euch!

Weitere Infos zum Programm und den Teilnehmern findet ihr hier: web Godesberger Sommerfest 2016

19. Juni – Aktionstag Mobil ohne Auto

Es braucht frischen Wind für die City

Gegen schlechte Raumluft hilft nur bedingt, das Fenster aufzureißen. Was dann hereinweht, ist oft alles andere als gut – jedenfalls in deutschen Innenstädten. Zusammen mit Wissenschaftlern der Universität Heidelberg nahm Greenpeace Luftmessungen vor. Die Forscher fanden heraus: Gesundheitsgefährdende Stickstoffoxidwerte lassen sich nicht nur in der Nähe vielbefahrener Kreuzungen feststellen, sondern sogar in Innenräumen und verkehrsberuhigten Wohngebieten. Zeit zu handeln.

13418683_1136491009754322_8239488368287643605_nDeshalb hat Greenpeace einen neuen Maßnahmeplan veröffentlicht, der durchspielt, wie sich die Belastung durch Stickstoffdioxid über die kommenden zehn Jahre deutlich reduzieren lässt. Die Schlussfolgerung der Studie „Im Kern gesund“ lautet: Die Zukunft der Städte muss nahezu autofrei sein. Denn PKW-Abgase sind hauptsächlich für die schnelle Luft verantwortlich. Die Lage ist sogar derart dramatisch, dass die EU-Kommission mit Fahrverboten für Deutschlands Innenstädte droht. Was an Verkehr bleibt, ist fußbetrieben oder wird elektrisch.

Geplant ist, die Autos nach und nach aus den Innenstädten herauszubekommen – das soll über eine nach Schadstoffklassen gestaffelte Mautgebühr geschehen. Der Plan sieht größere Fußgängerzonen und Investitionen in Fahrradinfrastrukur vor, außerdem soll die E-Mobilität ausgebaut werden. Das betrifft Ausleihstationen für E-Bikes, den e-mobilen Lieferverkehr und öffentliche Verkehrsmittel. Die Greenpeace-Strategie mit insgesamt zehn einfachen Maßnahmen wurde zusammen mit dem Stadtentwicklungs- und Verkehrsmanagement-Büro „Urbanista“ in Hamburg erarbeitet. Ihre Umsetzung würde nicht nur die Luftqualität verbessern, sie wären auch ein deutlicher Fortschritt in Sachen Klimaschutz.

Mehr im Maßnahmeplan Mobilität: Im Kern gesund https://www.greenpeace.de/im-Kern-gesund und

Maßnahmeplan Mobilität_Im Kern gesund

Dies Academicus

Am Mittwoch, den 25. Mai, fand an der Uni Bonn der Dies Academicus statt und die Hochschulgruppe von Greenpeace Bonn war ebenfalls mit einem Stand von 9-15 Uhr im Innenhof des Hauptgebäudes vertreten.

GP_Stand_DiesAcademicus2016

Wer Lust und Laune hat sich bei Greenpeace in Bonn zu engagieren oder sich einfach über die Arbeit von Greenpeace im Allgemeinen und von Greenpeace Bonn im Speziellen informieren möchte, ist herzlich eingeladen die Infoabende an jedem dritten Montag eines Monats um 19 Uhr im Ökozentrum zu besuchen.

 

Persönliche Erinnerungen vom Kernunglück in Tschernobyl

Gestern, am 26.04.2016, jährte sich die Katastrophe von Tschernobyl zum dreißigsten Mal. Wir haben Personen befragt, die zum damaligen Zeitpunkt zwischen 33 und 50 Jahre alt waren.

„Eine Freundin war zu dem Zeitpunkt schwanger. Wir hatten tierische Angst, haben die Nachrichten ständig verfolgt und gehofft „bloß keine Ostwinde“. Wir wussten nicht, was wir machen konnten und eigentlich konnten wir auch nichts machen. Wir waren total machtlos. Was bis heute geblieben ist: „Bloß keine Pilze aus dem Osten essen“, da man sagte, dass gerade Pilze die Strahlung ‚gut‘ aufnehmen.“

„Die Katastrophe war schlimm; das habe ich größtenteils schon verdrängt. Trotzdem war es weit weg, ähnlich wie Fukushima vor fünf Jahren. Aber für die betroffenen Menschen ist es natürlich grausam. Die Umwelt ist für eine lange Zeit verpestet. Die Spätfolgen sind kaum absehbar. Ein Atomunglück kann man einfach nicht kontrollieren. Nicht auszudenken, welche Auswirkungen wir vor Ort hätten, wenn etwas in Belgien passiert.“

„Man wusste, dass Atomkraft seine Gefahren birgt. Das Unglück war dann aber doch überraschend. Kinder sollten nicht mehr draußen spielen und das Gemüse aus dem Garten sollte nicht mehr gegessen werden, da es möglicherweise kontaminiert war. Sonst gab es aber keine großen Auswirkungen bei uns. Das wäre natürlich anders, wenn die Atomkraftwerke in Belgien z.B. durch einen Terroranschlag beschädigt werden.“

In den 80er Jahren galt Tschernobyl als Musteranlage und trotzdem ist die Geschichte des Kraftwerks durchzogen von Unfassbarkeiten:

  • Ein Unfall im Jahr 1982, bei dem erhebliche Mengen Radioaktivität austraten,
  • der Super-Gau im Jahr 1986,
  • der weitere Bau der Blöcke 5 und 6 bis ins Jahr 1988,
  • eine Wasserstoffexplosion gefolgt von einem Großbrand im Jahr 1991,
  • das Weiterbetreiben von Block 3 bis zum Jahr 2000(!).

Erst im Jahr 2008 wurde der letzte Kernbrennstoff entfernt und die Atommüll-Verarbeitungsanlage in Betrieb genommen. Denn erst dann wurde damit begonnen, die kontaminierten Teile für die Endlagerung vorzubereiten.

Was man heute noch für sicher hält, kann schon morgen zum Super-GAU führen. Da hilft nur der Wechsel zu 100%igen Ökostromanbietern.

Greenpeace Gruppen machen Welle für den Meeresschutz

Unter dem Motto #wellemachen sammelten am Samstag, den 19.03. Greenpeace Ehrenamtliche am Rheinufer in Beuel im Rahmen einer bundesweiten Aktion Müll und protestierten anschließend gegen die weltweite Vermüllung der Meere und Flüsse.

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Unser Fund: Eine ganze Menge Müll.

Auf einem Abschnitt von ca. 250 Metern Länge nördlich der Kennedybrücke am Beueler Rheinufer sammelten sechs Greenpeace-Aktivisten Plastikmüll und andere Gegenstände, die nicht ins Wasser oder an dessen Ufer gehören. Die Müllmenge, die dabei zusammenkam. war enorm: In nur 1,5 Stunden wurden drei riesige Sammelbeutel gefüllt. Hinzu kam der Fund von einem Einkaufswagen und einem Autoreifen. Der Müll bestand überwiegend aus Glasflaschen und Plastikgegenständen. Neben diversen Essensverpackungen fanden sich auch Turnschuhe, Sandalen und ein ganzes Küchengerät. Doch wozu all die Mühe?

80 Prozent des Plastikmülls gelangen über Flüsse und Strände vom Land ins Meer. Dazu gehören illegale Müll- und Abwasserentsorgungen oder auch durch Tourismus bedingte Abfälle. 20 Prozent entstehen durch illegale Entsorgungen von Schiffen oder auch Fischereiabfälle wie z.B. verlorengegangene Netze. Unsere Ozeane verkommen zum Plastikendlager. Allein an der Meeresoberfläche treiben geschätzte 5 Trillionen Plastikteile.

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Unsere Müllaustellung auf dem Friedensplatz, Bonn.

Mit unser Müllsammelaktion wollten wir auf eben diese Vermüllung der Meere aufmerksam machen. Den gefundenen Müll stellten wir deshalb exemplarisch auf dem Friedensplatz in Bonn aus. Der aufgebaute Müllberg diente nicht nur zur Demonstration gegen die Müllproblematik, sondern auch zur Bewusstseinsschaffung der Passanten. Im Gespräch mit diesen zeigte sich, dass sich viele der globalen Müllproblematik auf irgend eine Weise bewusst sind, jedoch auch glauben, nichts dagegen machen zu können.

Im Umgang mit Plastik ist zwar anzuerkennen, dass dieses nützlich ist, es wird aber oft unnötig eingesetzt. Nicht richtig entsorgt, landet der Müll, über den Umweg Meer, letztendlich unter Umständen wieder auf unseren Tellern.

Und genau dagegen kann jeder etwas machen:

1. Einkaufstaschen selber mitbringen, statt Plastiktüten kaufen
2. Unnötiges Plastik reduzieren (Plastikgeschirr, 1-Euro-Nippes, To-Go Becher)
3. Mehrweg- statt Einwegflaschen kaufen oder besser:
4. Glas-  statt Plastikflaschen kaufen oder direkt einen Wasserzubereiter zulegen – das erspart auch das lästige Tragen.
5. Bei Kosmetik auf Inhaltsstoffe achten (Plastik ist als Polyethylen (PE), Polyprophylen (PP) oder Nylon gekennzeichnet)
6. Möglichst unverpackte Lebensmittel kaufen. Wir haben sogar einen verpackungsfreien Laden in Bonn: Freikost Deinet http://www.freikost.de/
7. Müll sammeln und trennen

Die Fastenzeit ist zwar schon um, aber versucht auch ihr einmal eine Plastikdiät. Es muss ja nicht gleich plastikfrei sein, aber Müll reduzieren, das kann jeder.