Greenpeace in Bonn

Greenpeace ist eine internationale, unabhängige Organisation, die kreativ und gewaltfrei auf weltweite Umweltprobleme hinweist und versucht, Lösungen durchzusetzen. Unser Ziel ist eine grüne und friedliche Zukunft für die Erde und das Leben auf ihr in all seiner Vielfalt.
Greenpeace Bonn ist eine Gruppe engagierter Menschen aus Bonn, die die Ziele und Prinzipien der Organisation Greenpeace in Bonn umsetzen.

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Wir sind sauber!

Kalte Füße für den Arktis-Infostand am Dies Academicus

Am 3. Dezember fand an der Uni Bonn der Dies Academicus statt, ein vorlesungsfreier Tag, an dem es ein großes Angebot an Vorträgen und Antrittsvorlesungen zu jedem Fachbereich gibt.

Die seit Kurzem aktive Greenpeace-Hochschulgruppe war mit einem Stand im Arkaden-Innenhof vertreten. Trotz eisiger Kälte hielt die Gruppe vier Stunden durch und sammelte 48 Unterschriften. Etwa gegen das dubiose Freihandelsabkommen TTIP, das Umwelt- und Verbraucherstandards aufzuweichen droht. Oder für ein Schutzgebiet in der Arktis, in dem industrielle Nutzung wie das Bohren nach Öl oder Fischerei verboten werden sollen, um das noch unberührte Ökosystem zu schützen. Oder für eine faire Verteilung von Fischfangquoten, die eine höhere Förderung für schonende Kleinfischereien und eine reduzierte für die bisher stark subventionierten, zerstörerischen Trawlern vorsieht.

Hier kannst auch du unterschreiben:

Infos über TTIP und Link zur Petition, um TTIP zu verhindern:

https://www.campact.de/ttip/appell/5-minuten-info/

Für ein Schutzgebiet in der Arktis. Es gibt bereits knapp 6,5 Mio. Unterschriften ­hilf uns, die 10 Millionen-Marke zu erreichen:

https://www.savethearctic.org/de/

Für faire Fangquoten-Verteilung (bis 15.12.14):

http://act.greenpeace.org/ea-action/action?ea.client.id=1878&ea.campaign.id=32944

Stop Monsterboats! - Stoppt Fischereimonster!

Über 80 Prozent der Speisefischbestände sind überfischt oder werden bis an die Grenze ausgebeutet. Dies geschieht vor allem durch die Überkapazität der großen Industriefischerei-Flotte. In einem neuen Bericht hat Greenpeace Deutschland nun die 20 größten Schiffe der Europäischen Union bekannt gemacht: http://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/20141107_greenpeace-report-fischereimonster.pdf. Das große Problem bei dieser Flotte ist, dass sie in der Lage ist, erheblich mehr Fisch zu fangen, als durch natürliche Vermehrung nachwachsen kann.

Greenpeace fordert, dass die Kapazität der Fangflotten begrenzt wird und kleinskalige Fischer mit schonenderen Fangmethoden mehr Fangquoten erhalten als große Industriefischereien. Die Regierungen Deutschlands und der EU sollen sich für eine stärkere Regulierung der Fangflotten einsetzen und ein zusammenhängendes Netz aus Meeresschutzgebieten ausweisen, in denen die jetzigen Fischbestände die Chance haben sich zu erholen um uns auch in Zukunft erhalten zu bleiben.

 

Um unsere Forderungen an die EU-Fischereiministerrat am 15. und 16. Dezember in Brüssel zu vermitteln, nahm Greenpeace Bonn am Samstag den 22.11.14 mit einer Fotoaktion an der Globalen Aktionswoche zur Bekämpfung der weltweiten Überfischung teil!

Unterstützen Sie uns mit einer Protestmail an Fischerei & Landwirtschaftsminister Christian Schmidt:

http://act.greenpeace.org/ea-action/action?ea.client.id=1878&ea.campaign.id=32944

Nuggets von Chicken, die mit Genfutter gemästet wurden?

 

Seit April verkauft McDonald’s wieder Hähnchenfleisch, das mit gentechnisch manipuliertem Futter produziert wurde, nachdem die Burger-Kette 13 Jahre lang gentechnikfrei füttern ließ. Als Begründung wurde angegeben, die Herstellung sei zu teuer geworden. Gerade einen Cent mehr verdient McDonald’s pro Chicken-Burger, seit sie wieder Futter mit gentechnisch manipuliertem Soja an Hähnchen verfüttern. Viele Kunden wollen jetzt auf diese Burger verzichten.

Innerhalb von vier Stunden unterschrieben am vergangenen Samstag 185 Passanten auf dem Bonner Friedensplatz in Sichtweite einer Filiale die Greenpeace-Forderung an McDonald’s, bei ihrem Hähnchenfleisch wieder auf gentechnikfreies Futter zu setzen. Die Unterschriften wurden anschließend direkt an die Geschäftsleitung von McDonald’s auf dem Friedensplatz übergeben. 

Statt einen Salto rückwärts beim Hähnchenfleisch zu machen, sollte die Burger-Kette lieber auch bei Rind und Schwein auf gentechnikfreies Futter setzen. 79 Prozent der Deutschen, die Tiere und die Umwelt würden sich freuen.

 

 

Mit dem Smartphone Fisch einkaufen

Neue Greenpeace-App listet 110 Speisefisch-Arten

Fisch aus nachhaltiger Fischerei oder Aquakultur ist oft schwer zu finden. Welchen Fisch man noch mit gutem Gewissen kaufen und essen kann, verrät seit heute die neue Ratgeber-App von Greenpeace. Am Kühlregal oder im Restaurant gibt die App für iOS und Android-Handys Auskunft über Herkunft und Fangmethode von 110 verschiedenen Speisefischen – sowie eine Empfehlung, welches Produkt die richtige Wahl ist. Differenziert wird zwischen Fisch aus Wildfang und Aquakultur. Wichtigstes Kriterium bei der Bewertung ist, ob eine Art in ihrem Bestand bedroht ist. Aber auch die Umweltauswirkungen der Fang- bzw. Aquakulturmethode spielen eine erhebliche Rolle. „Fisch ist eine Delikatesse. Essen Sie seltener und bewusster Fisch“, empfiehlt Sandra Schöttner, Greenpeace-Meeresexpertin. „Wer sich genau informiert, findet noch eine Auswahl, die auf den Teller darf.“ Als einziger Fisch, dessen Bestand nicht überfischt oder erschöpft ist, gilt seit Jahren der Karpfen. Aber auch Hering, Thunfisch oder Kabeljau empfiehlt Greenpeace – sofern ökologisch nachhaltig gefischt wurde. Die App, die maßgeblich von Ehrenamtlichen der Greenpeace-Gruppe Düsseldorf entwickelt wurde, zeigt außerdem auf, welche Kennzeichnung ein Fischprodukt haben muss, um als nachhaltig zu gelten.
Kein Gütesiegel für nachhaltige Fischprodukte ist momentan glaubwürdig Alle gängigen Siegel für vermeintlich umweltschonend gefangenen Fisch (zum Beispiel MSC, ASC, FOTS) haben nach Auffassung von Greenpeace Schwächen. So fehlt oft eine vollständige Kennzeichnung. Fische werden zertifiziert und ausgelobt, die – wie beim MSC – auch aus Grundschleppnetzfischerei stammen können. Beim Fischfang auf See berücksichtigt Greenpeace neben dem Bestandszustand und Fischereimanagement auch die Umweltauswirkungen der Fangmethode. In der Aquakultur spielen für Greenpeace die Herkunft der Setzlinge, Menge und Herkunft des Futters sowie die Einhaltung von Menschenrechten eine Rolle. Die App bietet neben der praktischen Suchfunktion auch Hintergrundinfos zur Fischerei. Die Ozeane sind weltweit massiv überfischt. Wertvolle Ökosysteme wie Korallenriffe werden durch die meisten Fangmethoden zerstört. Außerdem verenden Schildkröten, Haie oder Wale als unerwünschter Beifang in den Schleppnetzen.
Die App finden Sie im Apple App-Store und im Google Playstore. Ein kurzer Film zur Handhabung ist unter http://gpurl.de/2u6k4 zu sehen. Den aktuellen Einkaufsratgeber für Fisch können Sie als Broschüre unter Tel. 040-30618-120 kostenlos bestellen, Fotos erhalten Sie unter 040-30618-376. Eine digitale Version mit Fischrezepten von Sarah Wiener ist erhältlich unter www.greenpeace.de/fischerei.

Greenpeace-Erfolg: Tchibo will entgiften

Tchibo verzichtet auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion 

Als Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace verpflichtet sich der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern auf einen Fahrplan zur Entgiftung der Textilproduktion. Tchibo veröffentlichte heute eine entsprechende Erklärung. Ein von Greenpeace-Aktivisten bundesweit in 35 Städten geplanter Protest wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte am Donnerstag Untersuchungsergebnisse über Chemikalien in Kinderkleidung und Kinderschuhen verschiedener Discounter veröffentlicht. Dabei hatte Tchibo schlecht abgeschnitten. “Tchibo zeigt sich mit dieser Entscheidung als Vorreiter bei den Discountern. Wir erwarten, dass Aldi, Lidl, Rewe und Penny nun nachziehen”, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin bei Greenpeace. Auf der Greenpeace-Kampagnenseite sind die Ergebnisse des Reports zusammengefasst: www.greenpeace.de/detoxdiscounter

Gerade Discounter, die in schnellem Wechsel gewaltige Stückzahlen von Kleidung auf den Markt werfen, haben besondere Verantwortung. Aldi, Lidl und Tchibo zählen mit einem Jahresumsatz von je etwa einer Milliarde Euro zu den Top 10 der deutschen Modehändler. Doch die Produktion der Kleidung geht zu Lasten der Umwelt, wie der ebenfalls diese Woche veröffentlichte Discounter-Einkaufsratgeber von Greenpeace zeigt. Darin untersucht Greenpeace Kleidung von Tchibo, Rewe, Aldi und Lidl auf Chemikalien, Rohstoffeinsatz, Wiederverwertbarkeit der Textilien und Sozialstandards in der Fertigung. Die größten Schwächen zeigten sich durchweg beim Einsatz gefährlicher Chemikalien, kein Unternehmen schneidet darin gut ab.

Bereits 20 international führende Textilunternehmen haben sich auf ein Detox-Commitment verpflichtet. Dieses sieht vor, dass die Firmen bis zum Jahr 2020 auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Produktion zu verzichten. Zuletzt hatte Adidas im Vorfeld der WM dem Druck von Greenpeace nachgegeben und sich zu einem glaubwürdigen Kurs zur Entgiftung verpflichtet. Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.