Greenpeace in Bonn

Greenpeace ist eine internationale, unabhängige Organisation, die kreativ und gewaltfrei auf weltweite Umweltprobleme hinweist und versucht, Lösungen durchzusetzen. Unser Ziel ist eine grüne und friedliche Zukunft für die Erde und das Leben auf ihr in all seiner Vielfalt.
Greenpeace Bonn ist eine Gruppe engagierter Menschen aus Bonn, die die Ziele und Prinzipien der Organisation Greenpeace in Bonn umsetzen.

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Wir sind sauber!

7500 Menschen demonstrieren in der Lausitz gegen Braunkohle: mit dabei Greenpeace Bonn

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Tagebuch eines AntiKohle Aktivisten

9.00 Kerkwitz

Das Telefon zeigt bereits polnisches Netz an  - wir sind tatsächlich in der Lausitz, dem Gebiet zwischen Berlin und Dresden, wo eine der größten Umweltkatastrophen Europas ihren Lauf nimmt. Das Unternehmen Vattenfall auf deutscher und PGE auf polnischer Seite fördern Braunkohle im großen Stil, ganze Dörfer müssen den Tagebauen weichen und man setzt auch in Zukunft auf Braunkohleverstromung, der wohl umweltschädlichsten Form der Stromerzeugung, da beide Unternehmen Flächen für weitere Tagebaue beantragt haben: trotz aller Gefahren für Boden, Wasser, Luft und nicht zuletzt menschlicher Gesundheit.

11.30 Tagebau Jänschwalde

Von einem Frühstück auf dem Lausitzer Klimacamp gestärkt, geht es zum Aussichtspunkt des Tagebaus Jänschwalde. Das Bild, welches sich einem bietet erinnert an eine Mondlandschaft oder einen düsteren Science Fiction Film: Ein riesiges Loch, gewaltige Maschinen, eine riesige Fläche Abraum, totes Land. Im Hintergrund: das Kraftwerk Jänschwalde, was dunkle Wolken in den grauen Himmel pustet.

13.30

Rechts eine Gruppe polnischer Jugendlicher, links reden ein paar Ungarn mit britischen Hippimädchen, über uns ein Zeppelin mit der Aufschrift „Europe 100 % renouvable“. Wir sind mittendrin in der ersten internationalen Menschenkette gegen Kohle. Zusammen mit 7500 Menschen verbinden wir die Orte Kerkwitz und Grabice, um ein Zeichen zu setzen: Für die Energiewende und eine Zukunft ohne Braunkohle.

Multivisionsshow „Naturwunder Erde“ machte wieder Stopp in Bonn

Markus Mauthe war am 29. August zum zweiten Mal mit seiner Multivisionsshow „Naturwunder Erde“ im LVR-Museum. Nachdem die erste Vorstellung im Februar mit 250 Gästen aus allen Nähten platzte und Besucher wieder nach Hause geschickt werden mussten, war bei diesem Nachholtermin ausreichend Platz vorhanden. 100 Gäste kamen um sich auf eine Reise auf alle Kontinente der Erde mitnehmen zu lassen. Beeindruckende Naturfotografie, teilweise untermalt mit eindrucksvoller Musik, teilweise mit spannenden und interessanten Berichten von Markus Mauthe machten den Abend zu einem tollen Erlebnis. Frisch geworbene Fördermitglieder konnten sich außerdem über einen Kalender als Präsent freuen. Vor der Show, in der Pause und auch danach standen Mitglieder der Bonner Greenpeace-Gruppe den Gästen für sämtliche Fragen zur Verfügung.

Multivisionsshow "Naturwunder Erde" von Markus Mauthe am 29.08.14 in Bonn

Greenpeace Bonn präsentiert die Multivisionsshow “Naturwunder Erde” von Naturfotograf Markus Mauthe am Freitag, 29.08.2014 um 19:30 im LVR-Landesmuseum (Colmantstraße 14-16, 53115 Bonn). Der Einlass beginnt um 19.00 Uhr und der Eintritt ist frei!

In seiner neuen Multivisonsshow im Auftrag von Greenpeace nimmt der Fotograf sein Publikum mit auf eine Reise zu den beeindruckensten Naturlandschaften unseres Planeten. Ziel des Projektes ist es, die Vielfalt des Planeten mit der Kamera festzuhalten und exemplarisch alle relevanten Lebensräume im Wasser, Wald, Grasland und Gestein sowie deren Verflechtungen untereinander zu zeigen.

Neue Braunkohletagebaue verhindern - gemeinsam für die Energiewende!

In der deutschen und polnischen Lausitz planen die Energiekonzerne Vattenfall und PGE das vielleicht größte Umweltverbrechen Europas. In großem Stil sollen auf beiden Seiten der Grenze neue Braunkohletagebaue eröffnet und neue Kohlekraftwerke gebaut werden. Kurz vor den Toren Berlins soll hier Europas größtes Braunkohlerevier entstehen.

 

Unser Protest

Deshalb findet am 23.08 die erste internationale Menschenkette gegen Braunkohle zwischen Kerkwitz (Deutschland) und Grabice (Polen) statt.

Menschen werden aus ganz Deutschland und Europa werden ihr Zeichen gegen Braunkohleverstromung, eine umweltschädliche, gesundheitsgefährdende und landschaftszerstörende Art der Energiegewinnung setzten und gemeinsam, grenzüberschreitend für die Energiewende demonstrieren!

 

Unterstützen Sie unseren Bus zur Menschenkette

Mit zahlreichen Umweltgruppen und Menschen, die sich gegen Braunkohle engagieren, wollen wir gemeinsam mit einem Bus in die Lausitz fahren. Wir wollen damit unsere Solidarität mit den vor Ort Betroffenen zeigen und mit der Menschenkette ein kraftvolles Signal für die Energiewende setzen.

 

Seien Sie auch dabei! Spenden Sie 40 Euro für ein gelbes Protest-X und unterstützen Sie so unseren Bus aus NRW. Das Protest-X (gerne mit Ihrem Namen und mit dem Namen Ihrer Gruppe), werden wir mit in die Lausitz nehmen und symbolisch für Sie in die Menschenkette einreihen.

Unterschreiben Sie auch unsere Petition auf: http://www.humanchain.org/

Kontakt und Spendeninformation:

Tim Petzold – pinguin@riseup.net – 0221-97.24.96.41

Spendenkonto: DE12 4306 0967 4050 0966 01 – BIC: GENODEM1GLS

Riesiges Schaufelrad gegen weitere Tagebaue

Presseerklärung vom 01. Juli 2014

 Greenpeace-Tour ist am 07. Juli auch in Bonn vor Ort

Bonn 07. Juli 2014 – Mit einem fünf Meter hohen, luftgefüllten Schaufelrad eines Braunkohlebaggers besucht Greenpeace  am 07. Juli den Bottlerplatz. Die Umweltschützer protestieren dort von 10 bis 17 Uhr gegen klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle. Der Abbau und die Verfeuerung von Braunkohle setzt enorme CO2-Emissionen frei und heizt so den Klimawandel weiter an. Für neue Tagebaue müssen Tausende Menschen ihre Heimat verlassen. „Mit der Braunkohle wird Deutschland seine Klimaziele verfehlen, dabei können die Erneuerbaren Energien den Bedarf schon bald decken“, sagt Tim Petzoldt, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Köln. „Die Bundesregierung muss jetzt den Kohleausstieg vorbereiten. Nur so kann der Klimawandel verlangsamt werden und die Menschen können in ihren Dörfern bleiben.“

Mit dem riesigen Schaufelrad tourt die unabhängige Umweltschutzorganisation bis Mitte August durch Deutschland, Tschechien und Polen. In Deutschland prangern die Aktivisten neben der verfehlten Kohlepolitik der Bundesregierung vor allem die Energiepolitik der Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen an, die trotz bekannter Risiken immer noch auf Braunkohle setzen. Mehr als 20 Städte stehen auf dem Tourplan, unter anderem Nürnberg, Köln und Leipzig. Anschließend geht es nach Tschechien und Polen. Vor Ort können Besucher ihre Stimme gegen die Braunkohle abgeben.

Menschenkette  für Energiewende  statt  Braunkohle

Im Erdreich unter den Dörfern der deutsch-polnischen Lausitz lagern drei Milliarden Tonnen Braunkohle. Seit Jahrzehnten fräsen sich gigantische Schaufelräder durch das Land, um diese Kohle abzubaggern. Die Regierungen von Sachsen, Brandenburg und Polen planen dort weitere riesige Kohlegruben. Doch sauberer und umweltfreundlicher Solar- und Windstrom ersetzt immer mehr die Kohle- und Atomkraft. Für den 23. August rufen Greenpeace und andere Organisationen daher zu einer Menschenkette gegen weitere Tagebaue in der Lausitz auf. Die Kette soll quer über die Neiße führen und die von der Abbaggerung bedrohten Orten Kerkwitz (Deutschland) und Grabice (Polen) verbinden.

Die Braunkohleverstromung gehört zu den schlimmsten Umweltsünden Europas. Hunderte Milliarden Tonnen Kohlendioxid werden jedes Jahr in die Atmosphäre geblasen. In den Tagebaugebieten sind Grundwasser und Restlochseen versauert. Eisenocker bedroht das Leben in der Spree und im Biosphärenreservat Spreewald. Hunderte Quadratkilometer Land können wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden. Tausende Menschen sind von Zwangsumsiedlung bedroht.

 

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