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Ein Schritt in die falsche Richtung – Der Regionalrat Köln bringt BoAplus ins Rollen

 

Greenpeaceaktivisten vor dem Regionalrat in Köln (Foto: Greenpeace Köln)

Der Regionalrat Köln hat in seiner heutigen Sitzung mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP und Freier Wähler den Erarbeitungsbeschluss zur Regionalplanänderung am Kraftwerksstandort Bergheim-Niederaußem gefasst. Lediglich die Abgeordneten der Grünen und der Linken sprachen sich gegen den Erarbeitungsbeschluss aus.

Während die zustimmenden Fraktionen auf die Nachbesserungen der alten Anträge von RWE verwiesen, vor allem was die reduzierte Verschattung und die geringere Flächenversiegelung betrifft, wies vor allem Peter Singer von den Linken darauf hin, dass eine Energiewende nicht mit dem Neubau von Grundlastkraftwerken wie BoAplus gelingen kann.

Vor der Abstimmung kam noch das beratende Mitglied des Regionalrats Holger Sticht vom BUND zu Wort. Sticht verwies auf die Folgen von weiteren Tagebauen, die mit Sicherheit notwendig werden, wenn BoAplus mit einer Laufzeit von 40 bis 60 Jahren gebaut wird, und auf die Vereinbarungen, die RWE im Zuge von Garzweiler 2 gemacht, aber bis heute nicht umgesetzt hat.

Einen eigenen Experten zu Wort kommen zu lassen, ist Greenpeace leider nicht gelungen, da dieser vom Regionalrat hätte eingeladen werden müssen. Über ein Dutzend Greenpeacer waren jedoch mit einem 12 Meter langem Modell eines Braunkohlebaggers vor Ort und haben den Mitgliedern und interessierten Bürgern Flyer verteilt und Unterschriften gegen den Bau von BoAplus gesammelt.

Hier sehen Sie einen Videobericht des Kölner Stadtanzeigers über den Greenpeaceeinsatz.

Der nun gefasste Erarbeitungsbeschluss steht in heftigem Widerspruch zur angestrebten Energiewende im Bund und den Klimaschutzzielen der Landesregierung NRW, die eine Reduktion der CO2-Emissionen um 80 Prozent bis 2050 vorsehen.

Greenpeace ist davon überzeugt, dass der Neubau eines Braunkohlekraftwerks den Ausbau Erneuerbarer Energien blockiert und ein Schritt in die falsche Richtung ist. Braunkohle ist ein Energieträger der Vergangenheit, daran kann auch ein moderneres Kraftwerk nichts ändern.

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