Wir sind sauber!

Klimaschutz statt Kohleschmutz

Bei der Hauptversammlung der RWE Aktiengesellschaft am 19. April protestieren Greenpeace Aktivisten aus Nordrhein-Westfalen unter dem Motto “Klimaschutz statt Kohleschmutz” vor der Grugahalle in Essen.
Der Protest gegen RWEs Pläne in Niederaußem findet am selben Tag in mehreren Städten NRWs statt, unter anderem auch in der Bonner Innenstadt (Bottlerplatz, 16 bis 18 Uhr).

Sollte RWE seine Pläne verwirklichen, würde das neue Braunkohlekraftwerk seinen traurigen Spitzenplatz behalten. Mit 27 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß jährlich ist Niederaußem der Kraftwerksstandort mit den höchsten CO2-Emissionen Deutschlands. Dabei ist die Braunkohletechnologie nicht mal effizient: selbst bei modernsten Kraftwerken bleibt mehr als die Hälfte der Energie ungenutzt. Darüber hinaus benötigen auch Tagebau und Transport viel Energie.

Greenpeace fordert, bis zum Jahr 2030 schrittweise aus der Braunkohlenutzung auszusteigen und einen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts voranzutreiben. Ein konkretes Szenario dafür legt Greenpeace mit der Studie “Plan B“ vor.

Infos auf unserer facebook-Seite: http://www.facebook.com/KlimaschutzstattKohleschmutz

07. Januar: Infostand zum AKW Neubau in den Niederlanden

Nach den dramatischen Ereignissen in Fukushima, deren Konsequenzen noch längst nicht endgültig absehbar sind, hat Deutschland endlich den Ausstieg aus der Atomkraft auf den Weg gebracht. Andere Länder erwägen dasselbe oder wollen gar nicht erst einsteigen.

Die Niederländer hingegen wollen nun zu ihrem einzigen AKW, dessen Laufzeit schon zweimal verlängert wurde, ein weiteres Kernkraftwerk bauen und das Unternehmen RWE will sich daran beteiligen. Der Standort des ersten sowie des geplanten AKW liegt in Borssele / Zeeland, an der Westerschelde, die direkt mit der Nordsee verbunden ist.

Borssele liegt 260 km Luftlinie westlich von Bonn. Selbst bei kleineren Störfällen trägt der Westwind die radioaktiven Partikel bis zu uns, von einem großen Störfall wären wir direkt bedroht.

Laut EU-Gesetz haben wir Deutschen als direkte Nachbarn das Recht zur Stellungnahme zum Neubau eines AKW. Nicht zufällig wurde die kurze Frist für die Stellungnahme auf den Zeitraum 2. Dezember 2011 bis 12. Januar 2012 gelegt. Zudem liegt der entsprechende Text, die Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht einmal in deutscher Sprache vor, sondern nur in Niederländisch und Englisch.
Wir protestieren gegen dieses scheindemokratische Verfahren und die bewusst in Kauf genommenen Risiken.

Alle Interessierten finden uns mit unserem Info-Stand am 07.01. auf dem Bottlerplatz, wo Sie unseren Protest durch Unterschriften unterstützen können!

Atommüll, Fukushima und die strahlende Kartoffelscheune

Bald ist es wieder soweit: Elf Castoren, beladen mit über 120 Tonnen hochradioaktivem Atommüll sollen im November wieder aus der französischen Plutoniumfabrik La Hague ins Zwischenlager Gorleben geschickt werden.

Warum Greenpeace Gorleben als atomares Zwischen- und Endlager für nicht geeignet hält und was es mit der Kartoffelscheune auf sich hat, seht ihr hier!

Waldschutz beginnt beim Papier!

"Toilettenpapier-Fühlstation" am Infostand zum Thema Wälder und Papier (Foto: Greenpeace Bonn)

Bonner Greenpeacer informieren über globale und regionale Waldthemen und räumen mitVorurteilen gegen Recyclingpapier-Produkte aus. Der aktuelle Recyclingpapierführer verrät, wo jene zu erhalten sind.

Am Samstag, den 14.05.11 organisierte Greenpeace Bonn einen Infostand zum Thema Wald und Papier in der Bonner Innenstadt, mit dem die Ehrenamtlichen Themen des globalen und nationalen Waldschutz ansprachen.

80% der globalen Urwälder sind bereits vernichtet, u.a. um unseren Hunger nach Frischfaser-Papier zu stillen. Deutschland hält im weltweiten Vergleich den traurigen Rekord von durchschnittlich 250 kg Papierverbrauch pro Bundesbürger und Jahr. Diese Zahl ist von 1950 an kontinuierlich gestiegen und hat sich seitdem versiebenfacht. Dabei ließen sich Papierfasern bis zu sieben Mal wieder verwenden ohne dabei bedeutend an Qualität einzubüßen.

Waldschutz beginnt daher bei jedem einzelnen: Um eine nachhaltige Bewirtschaftung der globalen Flächen überhaupt zu ermöglichen, muss  der Papierverbrauch einerseits gesenkt, andererseits der Anteil von Recycling-Papier erhöht werden. Daher sahen die Ehrenamtlichen es am Samstag auch als ihre Aufgabe, mit den Vorurteilen über Recycling-Papier auszuräumen: Dass Recycling-Klopapier z.B. nicht zwangsweise kratzig ist, zeigte die Klopierrollen-Fühlstation, an denen keiner der Passanten glauben wollten, dass alle der bereit gestellten Rollen aus recyceltem Papier war.

Daneben zeigte Druckerpapier unterschiedlicher Weißegrade, dass Recyclingpapier, wenn nötig, ebenso weiß wie Frischfaserpapier sein kann.

Viele Passanten nahmen außerdem den neuen Recyclingführer von Bonn mit, der noch einmal die Vorteile von wieder verwendeten Papier zusammenfasst und verrät, wo entsprechende Produkte in Bonn zu finden sind. Er klärt auch über den Dschungel täuschender Siegel auf, denn obwohl eine Reihe davon im Umlauf ist, bleibt das verlässlichste Indiz auf ein Recyclingprodukt in den meisten Fällen der blaue Engel. Den Recyclingführer gibt es auch online: Recyclingführer Bonn

Für die Kids hatten sich die Greenpeacer außerdem eine Mitmach-Aktion einfallen lassen: Einen kahlen, auf einem Banner aufgemalten Wald galt es mittels Fingerfarbe und tatkräftiger Unterstützung der jungen Standbesucher bunt und damit vielfältig zu färben. So lautete auch der Spruch auf dem Banner: Wir Kinder fordern: Vielfalt im Wald statt Einseitigkeit.

Bonner Kinder möchten Vielfalt im Wald statt Einseitigkeit (Foto: Greenpeace Bonn)

Die Greenpeacer planen das fertig gestaltete Banner bei zukünftigen Aktionen zum Thema Waldschutz einzusetzen. Insbesondere, wenn es darum geht die neue nationale Strategie, die vor einem Monat von Greenpeace Deutschland vorgestellt wurde und die Schaffung eines natürlichen Waldverbundsystems in Deutschland vorsieht (nachzulesen auf http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/schutzgebiete_fuer_buchenwaelder-2/ ), bekannt zu machen, wird das Banner die klare Botschaft vermitteln:

Waldschutz geht uns allen an, vor allem im Interesse zukünftiger Generationen!

Abschalten – weltweit – am besten sofort!

Am Samstag, den 02. April findet in Essen eine Großdemonstration gegen Atomkraft statt. Seien Sie auch dabei! Die Demo startet um 13.00 Uhr am Willy-Brandt-Platz in der Nähe des Essener Hauptbahnhofes.

Solidarität mit den Menschen in Japan

Es ist Zeit, innezuhalten. Japan wurde gleichzeitig von drei Katastrophen getroffen: Vom stärksten Erdbeben der Geschichte, von einem Tsunami, der ganze Städte aus der Landschaft gerissen hat, und einer Atomkatastrophe, deren Ausmaß noch gar nicht absehbar ist. Mehr als 23.000 Todesopfer werden durch die Naturkatastrophen befürchtet – die Anzahl an Opfern der Strahlenemission der zerstörten Blöcke des AKW Fukushima lässt sich noch nicht beziffern.

Hunderttausende Menschen in Japan flüchten aus den Katastrophengebieten. Die Welt ist voller Entsetzen und Mitgefühl angesichts dieser Unglücke.

Greenpeace fordert nicht erst seit der Havarie in Fukushima, alle Atomkraftwerke möglichst schnell stillzulegen. In Deutschland dürfen die sieben Altmeiler und der Pannenreaktor Krümmel nicht wieder ans Netz gehen! Aber auch die übrigen neun AKWs müssen schnellstens stillgelegt werden. weiterlesen &rarr