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Wir sind sauber!

Protest gegen Braunkohle in Köln

Greenpeaceaktivisten vor dem Sitzungsgebäude des Kölner Regionalrates

Rheinische Greenpeaceaktivisten vor dem Sitzungsgebäude des Kölner Regionalrates

Greenpeace-Aktivisten aus Bonn, Aachen und Köln protestierten heute vor dem Sitzungsgebäude des Kölner Regionalrates an der Zeughausstraße. Der Grund: Der Energiekonzern RWE will in Niederaußem ein weiteres Braunkohle Kraftwerk bauen.

Dabei spielt der Regionalrat eine Schlüsselrolle. Denn dieser hat es in der Hand. Geben die 41 Mitglieder “grünes” Licht für eine Planänderung, darf RWE sein 1,5 Mrd. Euro teueres Projekt weiter verfolgen. Obwohl das Thema heute von der Tagesordnung des Regionalrats genommen wurde, formierte sich bunter Widerstand. Der bestand aus dem Kampagnen-Bündnis ausgeCO²hlt, betroffenen Bürgerinitiativen, Anwohnern und Greenpeace. Ihr gemeinsames Signal: “Auch wenn das Thema noch nicht auf der Tagesordnung steht: Der Protest ist da und wird weiter wachsen”, sagt Catharina Perchthaler von Greenpeace Köln. “Wir bleiben dran!”

Klimaschutz statt Kohleschmutz - Kein Neubau im Niederaußem!

RWE plant ein neues Braunkohlkraftwerk in Niederaußem. Das würde einen traurigen Spitzenplatz einnehmen: Denn mit 27 Mio Tonnen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß jährlich wäre es die größte CO²-Schleuder Deutschlands. Für das neue Braunkohlekraftwerk müsste aber zuerst der Regionalplan geändert werden. Darüber entscheidet der Regionalrat in Köln.

Am Freitag, den 23. März, demonstriert das Aktionbündniss ausgeCO²hlt bei der Sitzung des Regionalrats gegen das neue Braunkohlekraftwerk BoAplus in Niederaußem. Ab 9 Uhr werden die Mitglieder des Regionalrats vor der IHK, Zeughausstraße 2-10, lautstark empfangen mit Musik und Redebeiträgen von ausgeCO²hlt und BürgerInneninitiativen aus dem Rheinischen Braunkohle-Revier. Im Anschluss an die Kundgebung werden viele Menschen an der öffentlichen Regionalratsversammlung teilnehmen.

Auch Greenpeace-Aktivisten aus der Region werden sich an der Protestaktion beteiligen und fordern “Klimaschutz statt Kohleschmutz – Kein Neubau im Niederaußem!” Denn hier werden künftig – je nach politischer Entscheidung – die Weichen für den Neubau des Braunkohlekraftwerks in Niederaußem gestellt.

Gute Gründe gegen BoAplus in Niederaußem:

Klimakiller Braunkohle:
27 Mio Tonnen CO² pro Jahr allein in Niederaußem führen uns geradewegs in die Klimakatastrophe. Das ist mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung nicht vereinbar. Die Energiewirtschaft muss umdenken.

Vorrang für die Gesundheit:
Neben CO² werden bei der Verbrennung unter anderem jede Menge Feinstaub, Quecksilber, Schwefeldioxid und Stickoxide freigesetzt. Nicht nur Gift für das Klima, sondern auch für die Gesundheit.

Braunkohle ist kein Jobmotor:
Bei jedem Neubau werden in der Regel weniger Menschen beschäftigt als im alten Kraftwerk. Die Erneuerbaren Energien hingegen generieren langfristig neue Jobs.

Technik aus dem letzten Jahrhundert:
Die Energieversorgung der Zukunft muss Ressourcen wirkungsvoller ausnutzen. Selbst bei modernsten Braunkohlekraftwerken gehen 55 Prozent der fossilen Energie verloren. Das ist weder intelligent noch effizient. Ein Ausbau in Niederaußem zementiert die veraltete Technik für die nächsten 40 Jahre.

Weitere Informationen:
Der Weg zur 100-prozentig nachhaltigen Energieversorgung – Das Greenpeace-Energiekonzept zeigt: Deutschland kann die Wende schaffen und international eine Vorreiterrolle einnehmen. Raus aus der Atomkraft bis 2015, raus aus der Kohlekraft bis 2040, Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wie das im Einzelnen geht, zeigt “Der Plan“.

Einen Großteil unseres Energiebedarfs decken wir derzeit aus fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas. Bei ihrer Verbrennung entsteht immer das Treibhausgas Kohlendioxid (CO²). Das ist schlecht fürs Klima. Um die fossilen Großkraftwerke ungestört weiter betreiben zu können, beschwören die Energiekonzerne beharrlich das Märchen von der sauberen Kohle. Aber saubere Kohlekraftwerke gibt es nicht. Mehr Infos hier.

Das Bündniss ausgeCO²hlt fordert den sofortigen Braunkohleausstieg. Ziel ist es, eine breite Protestbewegung gegen RWE und die weitere Nutzung der Tagebaue im Rheinischen Braunkohlerevier zu organisieren. Dabei unterstützt ausgeCO²hlt den Widerstand in den Abbaugebieten in der Lausitz und im Raum Leipzig. Gemeinsam macht ausgeCO²hlt die Braunkohlereviere zu symbolischen Orten für die Klimabewegung.
Hier gibt es mehr Infos zum Aktionsbündniss ausgeCO²hlt und zum geplanten Protest gegen den Kraftwerksneubau in Niederaußem.

365 Tage später…

Fukushima 1 kurz nach der Explosion in Reaktor 3. (Foto: DigitalGlobe)

Ein Jahr nach dem verheerenden Tsunami und der Reaktorkatastrophe von Fukushima, kann kaum die Rede davon sein, dass vor Ort der Normalzustand wiederhergestellt ist.

Greenpeace-Atomexperten sind zur Zeit in der Unglücksregion unterwegs, um gemeinsam mit internationalen Experten die radioaktive Langzeitbelastung in der Präfektur Fukushima zu messen, worüber es momentan nur unzureichende Erhebungen gibt.

Ein Jahr nach dem Desaster steht Japan am Scheideweg. Nur zwei von 50 Reaktoren sind noch am Netz. Nach der Katastrophe hat die Anti-Atomkraft-Bewegung starken Zulauf – Greenpeace unterstützt die Bevölkerung in ihrem Kampf für eine Energiewende.

In Deutschland muss der Atomausstieg konsequent weitergeführt werden. Dem entgegen steht das das völlig unverantwortliche Vorhaben der deutschen Bundesregierung, für das Brasilianische Risiko-AKW Angra 3 in Milliardenhöhe zu bürgen – obwohl die Genehmigung auf Basis einer falschen Sicherheitsanalyse erstellt wurde.

Weitere Infos unter www.greenpeace.de

Volkswagen- stell' Dich dem Dialog!

VW- Not up! to date! (Foto: Greenpeace Deutschland)

Seit Beginn der Klimakonferenz in Durban reden alle über das Klima- nur VW stellt sich taub. Greenpeace Deutschland versucht nach wie vor, mit der Konzernspitze des deutschen Automobilherstellers zu verhandeln. Hier ist mal wieder Eure Hilfe gefragt: über diesen Link könnt Ihr VW-Chef Martin Winterkorn auffordern, endlich einem offenen Dialog zuzustimmen.

Bislang schlägt VW ein Gesprächs-angebot nach dem anderen aus (z. B. hier … oder hier…. oder hier), und versteckt sich statt dessen u.a. hinter dem neuen Kleinswagen-Modell Up!, der angeblich klimafreundlich daherkommt. Warum so ein kleines Auto allerdings stattliche 4,5 Liter Benzin auf 100 km benötigt und über 100 Gramm CO² pro Kilometer ausstösst- dazu schweigt VW. Zur Erinnerung: der Lupo, der bereits Ende der 90er Jahre auf den Markt kam, war ähnlich groß und sogar schwerer als sein Nachfolger Up!, verbrauchte allerdings nur 3 Liter auf 100 km und kam lediglich auf einen CO²-Ausstoß von 78 Gramm pro Kilometer.

Warum stößt ein schwereres, älteres Auto 22 % weniger CO² ausstößt als “Klimawunder” Up!? Warum sind die klimafreundlichen BlueMotion-Modelle nur gegen einen Aufpreis zu erhalten, der in keinerlei Verhältnis steht zu den tatsächlichen Produktionskosten? Das ist nur einige der Fragen, die Greenpeace Deutschland dem Volkswagen-Konzern stellen möchte. Also macht mit und schreibt Martin Winterkorn, damit VW endlich die sture Blockadehaltung aufgibt, das grüne Feigenblatt fallen läßt und sich aktiv für den Klimaschutz einsetzt.

Leuchtender Castor-Protest

Adventsgrüße an den Castortransport (Foto: Greenpeace Bonn)

Am 05.11.2011 bot sich den Einkäufern am Bottlerplatz ein ungewohntes Bild:  Greenpeace Bonn hat eine 2 Meter hohe Castor-Laterne in die Bonner Innenstadt gestellt. Dies war Teil einer deutschlandweiten Aktion, mit der Greenpeace auf den Castor-Transport aufmerksam macht, der am ersten Adventswochenende in’s Zwischenlager nach Gorleben rollen wird.

Passend zum Datum stand auch ein Adventskranz zur Verfügung, den viele Passanten mit ihren Botschaften weiter ausschmückten. Dieser Adventskranz wird dann am 26.11.2011 zusammen mit 45 weiteren bei der Anti-Castor-Großdemonstration in Dannenberg zum Einsatz kommen. Weitere Fotos von der Aktion finden Sie auf unserer flickr-Seite.

Warum Greenpeace dagegen ist, daß weitere Castorbehälter in Gorleben eingelagert werden? Zum Einen ein ganz einfaches logistisches Argument: das AKW Philippsburg, das als Zwischenlager geeignet wäre, ist immerhin 550 Kilometer näher an der Wiederaufbereitungsanlage La Hague, aus der die Castoren kommen. Aber noch wichtiger ist, daß die Strahlenwerte, die direkt am Zaun des Zwischenlager Gorlebens gemessen wurden, ganz klar darauf hindeuten, daß der erlaubte Grenzwert von 0,3 Millisievert pro Jahr bereits überschritten wurde. Dennoch hat das niedersächsische Umweltministerium auch den diesjährigen Castortransport wieder genehmigt.

Wenn auch Sie bei der Großdemonstration in Dannenberg am 26.11.2011 dabei sein wollen, dann empfehlen wir Ihnen aus Bonn die Anreise per Sonderbus, der von Antiatombonn organisiert wird. Weitere Informationen finden Sie hier.