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von Ulrike Schuth, geschrieben am 27. September 2011
Unter dem Banner „SOS – Rettet unsere Meere“ besichtigten BonnerInnen am Donnerstag, 22. September 2011, das Greenpeace Aktionsschiff Beluga II. Die fünfköpfige Crew an Bord und Greenpeace Bonn am Brassertufer informierten die Besucher zu Schiffsbesonderheiten und über die aktuelle Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Meere und Fischbestände.
 Foto: Greenpeace Bonn (2011).
Das imposante, blau-weiße Banner „SOS – Rettet unsere Meere“, aufgespannt zwischen zwei 24 Meter hochragenden Schiffsmasten, lockte zahlreiche PassantInnen ans Brassertufer in Bonn. Dort erwartete sie eine Steglänge entfernt das schlanke, ruhmreiche Aktionsschiff Beluga II, das sich bereits in zahlreichen Greenpeace-Aktionen an der Küste und in Flüssen zum Schutze der Meere und Fischbestände bewährt hat. Eigens für Greenpeace nach neuesten ökologischen Kriterien gebaut, ist das wendige Segelschiff mit Motorbetrieb wegen seines Plattbodens auch in Gewässern mit Niedrigwasserstand problemlos einsetzbar. In seinem Rumpf findet ein Norm-Container Platz, der flexibel z.B. mit einem Labor oder einer Ausstellung bestückt werden kann.
Bei der derzeitigen Rhein-Tour der Beluga II trifft man im Schiffsrumpf auf große Natursteine und eine Leinwand mit einer Kurzfilmreportage zur Kampagne. Von “Achtern“ kommend, quer durch die Brücke mit den Navigationsarmaturen und “Jack Londons Seewolf” gelangt man zu den beeindruckenden, 1 Tonnen schweren Granitfelsbrocken. Solche Natursteine wurden bei der letzten Aktion von Greenpeace-Aktivisten im Meeres-schutzgebiet “Sylter Außenriff“ versenkt. Bereits nach 3 Jahren haben sich dort wieder Riffbewohner angesiedelt, wie Meeresbiologen dokumentieren. Jeder Besucher konnte sich auf dem Bonner Stein für die Ziele der Aktion mit seiner Unterschrift solidarisieren.
 Foto: Greenpeace Bonn (2011).
Wieder auf festem Bonner Land vervollständigte der Infostand mit zahlreichen Gesprächen über Inhalte und Hintergründe den Wissensstand zur Meeresschutzkampagne. Bunte Holzfische, zuvor von Kindern individuell bemalt und mit Namen versehen, werden zusammen mit den Unterschriften im November Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner präsentiert. Sie wird aufgefordert, sich für eine nachhaltige Fischereipolitik in der EU einzusetzen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Gemeinsam mit Greenpeace fordern viele Bonner Kinder und Erwachsene mit der Abgabe ihrer Unterschrift den notwendigen radikalen Umbau der europäischen Fischerei:
- Meeresschutzgebiete jetzt, damit die Fische endlich wieder einen Ort haben, wo sie sich zurückziehen, erholen und vermehren können.
- Weniger Fangschiffe und Netze, damit nicht mehr Fisch aus dem Meer gefangen wird als nachwächst.
- Schonende Fischereimethoden, damit ungewollter Beifang vermieden wird und der Lebensraum im Meer geschützt wird.
- Herkunftsnachweise auf Fischverpackungen, damit man sich entsprechend entscheiden kann und genau weiß, wo der Fisch gefangen wurde.
Auch Sie können hier die Forderungen von Greenpeace mit Ihrer Stimme online unterstützen.
Die Beluga II ist noch auf Rhein-Tour. Besuchen Sie das Schiff in einem weiteren Rheinhafen. 01.-02.10.2011 Essen/Oberhausen. Mehr Fotos der Beluga II in Bonn finden Sie auf flickr.
von Katharina Hermanns, geschrieben am 21. September 2011
Im Rahmen der aktuellen Fischerei-Kampagne legt das GP-Aktionsschiff “Beluga II” in Bonn am Brassertufer (Nähe “Alter Zoll”) an- kommen Sie an Bord!
Wir laden alle interessierten BonnerInnen ein, die Gelegenheit wahrzunehmen, sich ein Greenpace-Aktionsschiff einmal ganz aus der Nähe anzusehen. Die Greenpeace-Crew empfängt am Donnerstag, den 22.09.2011 Besucher von 10 bis 18 Uhr für Führungen durch das 34 Meter lange Schiff, das ein Nachbau eines alten holländischen Schiffstyps namens “Klipperaak” ist und als kombiniertes Fluss- und Küstenschiff konzipiert ist.
Neben dem Schiff selbst sehen die Besucher auch Kurzfilme zur aktuellen Kampagne für Meeresschutz und Erhaltung der Fischbestände, an der sie sich auch aktiv beteiligen können. Für Kinder liegen Fische zum Bemalen bereit, auf Erwachsene wartet eine Unterschriftenliste der besonderen Art: einer der Felsbrocken, wie Greenpeace sie auch 2008 am Sylter Außenriff versenkt hat, um das Schutzgebiet vor Fischerei zu schützen. Das Motto lautet: “Meeresschutz in meinem Namen!“.
Greenpeace fordert den Abbau der Überkapazitäten in der Fischfangflotte, wissenschaftsbasierte Fangquoten und die Ausweisung großflächiger Meeresschutzgebiete, in denen keine Fischerei stattfindet. Nur so können sich die massiv überfischten Bestände erholen und die Artenvielfalt in den Meeren gerettet werden. Mehr Informationen zur Reform der EU-Fischeripolitik finden Sie hier.
 Greenpeace-Aktivisten setzen Felsbrocken am Sylter Ausenriff ab. (Foto: Greenpeace)
Greenpeace hatte 2008 über 300 Natursteine vor Sylt versenkt. Die tonnenschweren Felsbrocken wirken wie ein Schutzschild und sollen zerstörerische Aktivitäten wie Fischerei mit Grundschleppnetzen oder Sand- und Kiesabbau verhindern. Die vor drei Jahren von Greenpeace-Aktivisten versenkten Naturfelsen sind heute bereits mit zahlreichen Meeresorganismen bewachsen und in das natürliche Riff vor Sylt integriert. Die Umweltschutz-Aktivisten setzten im August diesen Jahres von Bord des Schiffes Beluga II weitere Naturfelsblöcke im Sylter Außenriff ab. Mehr zu dieser Aktion erfahren Sie hier.
Von Bonn aus setzt die Beluga II ihre dreieinhalbwöchige Inforeise durch den Rhein und die Kanäle fort. Die nächste Station ist Köln, wo sie Besuchern vom 24.-25.09.2011 offenstehen wird.
von Stephanie Wilm, geschrieben am 2. Februar 2011
Mit dem Einkaufsführer für Recyclingpapier möchte die Bonner Greenpeacegruppe die Konsumenten für einen bewussten Umgang mit Papier gewinnen. Seit Dezember 2010 können Interessierte den Einkaufsführer im Bonner Ökozentrum erhalten. Neben vielen Tipps, wie der eigene Papierverbrauch gesenkt werden kann, enthält er Informationen zu Bonner Geschäften und Copyshops, in denen Produkte aus Recyclingpapier vertrieben werden. All diese Informationen können jetzt auch hier online abgerufen werden.
Der Papierverbrauch in Deutschland hat sich seit 1950 versiebenfacht. Pro Kopf und Jahr verbrauchen wir rund 230 Kilogramm Papier. Gleichzeitig sank in den letzten Jahren die Nachfrage nach Produkten aus Recyclingpapier. Dies wirkte sich auf das Angebot aus: Viele Läden und Kaufhäuser nahmen die umweltfreundlichen Papierprodukte aus dem Sortiment, was den Absatz weiter nach unten trieb. Vor allem im Bereich der Hygiene- und Kopierpapiere ist die Neigung gering, Recyclingpapier zu verwenden.
Das bedeutet düstere Aussichten für die letzten Urwälder. Über 4,3 Millionen Tonnen Papierzellstoff wurden im Jahr 2009 nach Deutschland importiert. Der Rohstoff stammt auch aus den wertvollen Urwäldern der gemäßigten Breiten: aus Russland, Skandinavien und Kanada. Diese letzten Urwälder mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt werden für unseren Papierhunger großflächig kahl geschlagen. Als Konsument können Sie dazu beitragen, diese einzigartigen Lebensräume zu erhalten.
von Lina Samira Mathar, geschrieben am 28. September 2010
Mitglieder der Greenpeace-Gruppe informierten am heutigen Samstag vor dem Edekamarkt in Poppelsdorf Bonner Bürger und Bürgerinnen über den verantwortungsvollen Einkauf von Fisch.
 Eine interessierte Passantin nimmt einen Fischführer entgegen. (Foto: Eike Kiene/ GP Bonn)
Die Fischbestände der Weltmeere sind nach jahrzehnterlanger Befischung durch den Menschen beinahe erschöpft. Nur eine nachhaltige Bewirtschaftung kann Erholung bringen. Der von Greenpeace veröffentliche Fischführer informiert über jene Fischarten, die bedroht sind und jene die noch mit guten Gewissen verzehrt werden können. Die Entscheidung der Verbraucher, bei jedem Einkauf zu jenen unbedenklichen Fischprodukten zu greifen, kann zu einem Umdenken der Wirtschaft führen. Viele Passanten blieben interessiert stehen und nahmen gerne für ihren Einkauf den Fischführer mit.
von Monika Mehnert, geschrieben am 7. August 2010
 Bonner Bürger fordern gemeinsam mit Greenpeace den Stopp der Tiefseebohrungen. (Foto: Greenpeace Bonn)
Dieser Forderung konnten sich Passanten am Samstag, dem 31. Juli am Greenpeace-Stand in der Bonner Innenstadt mit ihrer Unterschrift anschließen, und zwar direkt auf einem großen gelben Banner.
Dort war auch Platz, um eine persönliche Botschaft an Minister Brüderle beizufügen oder mit dem eigenen Handabdruck Farbe zu bekenne, was vor allem die Kinder mit Begeisterung taten.
Ebenfalls bei Klein und Groß beliebt war ein kleines Angelspiel, bei dem bunte Pappfische aus einem Karton mit “ölverschmutztem Wasser” gerettet werden mussten.
Nach drei Stunden war kaum noch ein freies Fleckchen auf dem Banner zu finden. Das Banner wird zusammen mit vielen weiteren, die am selben Tag in anderen deutschen Städten zum Unterschreiben auslagen, an Herrn Brüderle übergeben, der als Wirtschaftsminister in Deutschland für den Bereich Tiefseebohrungen zuständig ist.
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