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Wegwerfen? Reparieren!“ 12. November 2016: Greenpeace Repair Café für Smartphones

gp_fb_veranstaltungsbanner_repair-cafe_bonn_zugeschnWas machen Sie, wenn Ihr Smartphone oder Handy den Geist aufgibt? Viele der Geräte sind Hightech mit kurzer Lebenszeit. Wenn der Akku schwächelt oder das Display zerspringt, landen sie oft komplett im Müll. Dabei geht es auch anders: Wir laden Sie, zusammen mit dem Repair-Café des Ermekail-Karree, zu unserem Repair Café für Smartphones ein. Unter fachlicher Anleitung können Sie Ihr Smartphone wieder fit machen. Wir informieren zudem über die schmutzige Produktion und Entsorgung von Smartphones sowie zu Alternativen.

Wann? Samstag, 12. November, 14:00 bis 18:00 Uhr (Bitte vorher umbedingt anmelden!)

Wo? Repair-Café (Raum rechts) in Haus 8 im Ermekeilgarten, Zugang über Gartentor Argelanderstraße 115, 53115 Bonn

repaircafe_postkarteAnmeldung:
Die Zahl der Reparaturen ist begrenzt, nur für bestimmte Modelle und Schäden sowie nach Anmeldung möglich. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 2. November 2016 an https://goo.gl/forms/QaGpYXvSaNylXwEf1 oder smartphone-repair-cafe@posteo.de. Bitte geben Sie Ihren Namen, die Marke und das Modell des Geräts sowie eine kurze Beschreibung des Defekts an. Sie erhalten dann Informationen zum weiteren Ablauf wie Diagnose, Reparatur und zur Beschaffung von Ersatzteilen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Greenpeace Bonn

 

Tipps für den Ersatzteilkauf mit Bezugsquellen finden Sie hier.

Auf Infos zum Veranstalter, Ansprechpartner sowie den zu unterschreibenden Haftungshinweis können Sie hier zurückgreifen. Da der Haftungshinweis eventuell noch einmal geändert wird, bitte auf Aktualisierung achten und am besten erst kurz vor Veranstaltungsbeginn drucken.

„Mikroplastik selbst suchen in Produkten für Kosmetik und Körperpflege“

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Mit diesem Schild vor dem BUND-Umweltbus wurden die Besucher des Bad Godesberger Sommerfestes am 25. Juni 2016 aufgefordert unter Lupe und Mikroskop nach ebendiesen Plastikpartikeln in den Produkten Ausschau zu halten.

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Ehrenamtliche der Bonner Greenpeace-Gruppe hatten auf einem Tischchen 15 Produkte – Peelings, Duschgel, Flüssigseife, Hautlotion und Haarspray – ausgestellt. Diese standen beispielhaft für die breite Palette von Kosmetika, denen bei der Produktion Mikroplastik beigefügt wird.

Bei den Peelings waren die Plastikkügelchen schon mit bloßem Auge und noch besser unter der Lupe zu erkennen. Von den anderen Artikeln wurden kleine Tröpfchen auf Objektträger aufgebracht und unter dem Mikroskop angeschaut.

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Zum Mitnehmen gab es eine Liste mit den am häufigsten vorkommenden Mikroplastik-Bezichnungen. Damit kann jeder demnächst selbst beim Kauf solche Produkte erkennen und vermeiden, denn diese kleinen Teilchen sind nicht harmlos. Sie gelangen über das Abwasser in Flüsse, Seen und das Meer. Sie schädigen Wasser-Lebewesen und kommen über die  Nahrungskette zu uns zurück auf den Teller.

Mehr Informationen findet man auf den Internetseiten von BUND (http://www.bund.net/themen_und_projekte/chemie/achtung_plastik/) und Greenpeace (https://www.greenpeace.de/plastik).

Unser Einkaufsverhalten ändert das Klima – Infostand der Greenpeace Jugend in Bonn

Birnen aus China, Trauben aus Italien und Himbeeren aus Uruguay.  Für den täglichen Genuss ein Muss?
Am Samstag, 28. November hat die Greenpeace Jugend Gruppe in der Bonner Innenstadt über die Umweltfolgen von Lebensmitteln informiert.
Im Mittelpunkt standen dabei die hohen Umweltbelastungen  bei Lebensmitteln, die über tausende von Kilometern reisen und/oder mit Pflanzengiften behandelt werden. So erzeugt der Transport einer einzigen Weintraube aus Chile 3.700 mal mehr CO2-Emissionen als eine Weintraube aus der Deutschland (2g). Ähnlich verhält es sich mit Obst und Gemüse, welches zwar in Europa angebaut wird, dafür aber mit erheblichen Mengen an Pestiziden behandelt werden muss, um das ganze Jahr über im Supermarkt zum Kauf angeboten werden zu können.
An der Theke sieht der Verbraucher diese Folgen nicht. Die Greenpeace Jugend hat Passanten mit ausführlichen Flyern über die verheerenden Auswirkungen der immer gleichen Auswahl informiert. Gleichzeitig konnte man sein Wissen zur nachhaltigen Landwirtschaft bei einem Quiz testen. Die Jugendlichen verteilten Äpfel als ein regionales und im Herbst saisonales Obst um ein Zeichen zu setzen, dass man seinen Konsum nicht unnatürlich ausrichten sollte.
Im Herbst keine Himbeeren zu essen, im Frühling keine Äpfel ist kein Verzicht. Es ist das Ersetzen durch viel frischere Produkte, mit deren Kauf die regionale Wirtschaft unterstützt wird. Es ist rücksichtsvoller Umgang mit unseren begrenzten Ressourcen.
Indem jeder von uns darauf achtet, was wann und wo produziert wird, können unnötige Belastungen für unser Klima und unsere Umwelt vermieden werden. Und wir können die Vielfalt, die uns jeden Tag geboten wird, auch weiterhin genießen.
Infostand zu regionalem & saisonalem Konsum von Lebensmitteln

Infostand zu regionalem & saisonalem Konsum von Lebensmitteln

Beim Transport werden unglaubliche Mengen Treibhausgase frei. Muss das sein?

Beim Transport werden unglaubliche Mengen Treibhausgase frei. Muss das sein?

Greenpeace-Erfolg: Tchibo will entgiften

Tchibo verzichtet auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion 

Als Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace verpflichtet sich der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern auf einen Fahrplan zur Entgiftung der Textilproduktion. Tchibo veröffentlichte heute eine entsprechende Erklärung. Ein von Greenpeace-Aktivisten bundesweit in 35 Städten geplanter Protest wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte am Donnerstag Untersuchungsergebnisse über Chemikalien in Kinderkleidung und Kinderschuhen verschiedener Discounter veröffentlicht. Dabei hatte Tchibo schlecht abgeschnitten. „Tchibo zeigt sich mit dieser Entscheidung als Vorreiter bei den Discountern. Wir erwarten, dass Aldi, Lidl, Rewe und Penny nun nachziehen“, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin bei Greenpeace. Auf der Greenpeace-Kampagnenseite sind die Ergebnisse des Reports zusammengefasst: www.greenpeace.de/detoxdiscounter

Gerade Discounter, die in schnellem Wechsel gewaltige Stückzahlen von Kleidung auf den Markt werfen, haben besondere Verantwortung. Aldi, Lidl und Tchibo zählen mit einem Jahresumsatz von je etwa einer Milliarde Euro zu den Top 10 der deutschen Modehändler. Doch die Produktion der Kleidung geht zu Lasten der Umwelt, wie der ebenfalls diese Woche veröffentlichte Discounter-Einkaufsratgeber von Greenpeace zeigt. Darin untersucht Greenpeace Kleidung von Tchibo, Rewe, Aldi und Lidl auf Chemikalien, Rohstoffeinsatz, Wiederverwertbarkeit der Textilien und Sozialstandards in der Fertigung. Die größten Schwächen zeigten sich durchweg beim Einsatz gefährlicher Chemikalien, kein Unternehmen schneidet darin gut ab.

Bereits 20 international führende Textilunternehmen haben sich auf ein Detox-Commitment verpflichtet. Dieses sieht vor, dass die Firmen bis zum Jahr 2020 auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Produktion zu verzichten. Zuletzt hatte Adidas im Vorfeld der WM dem Druck von Greenpeace nachgegeben und sich zu einem glaubwürdigen Kurs zur Entgiftung verpflichtet. Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

DETOX=Entgiften

undzwar von Kleidung, die wir kaufen. Vielleicht kommt Ihnen dieser Slogan bereits bekannt vor: am 24.11. beteiligte Greenpeace Bonn sich nicht zum ersten Mal am Protest gegen die Verwendung giftiger Chemikalien bei der Kleidungsproduktion. In den vergangenen Jahren hatten sich bereits namhafte Firmen wie H&M aufgrund des öffentlichen Drucks durch die Greenpeace-Kampagne DETOX zur giftfreien Produktion ihrer Kleidung verpflichtet. Am vergangenen Samstag richtete sich der weltweite Protest vor allem an die Modekette ZARA.

In Bonn machte eine Gruppe der Greenpeace-Jugend mit einem selbstgedichteten Song und einer Ansprache per Megaphon Passanten auf die Problematik aufmerksam.

Gleichzeitig verteilten Aktivisten von Greenpeace Bonn an der Ecke Sternstraße/Bonngasse den neuen kostenlosen Ratgeber „Textil-Label unter der DETOX-Lupe“.

150 Passanten unterschrieben außerdem die an ZARA gerichteten Postkarten, welche die  Jugendgruppe anschließend der nahe gelegenen Filiale überreichte.

Auch dieses Mal hat der Protest von Bloggern,Verbrauchern und Greenpeace-Aktivisten zu einem großen Erfolg geführt: ZARA hat sich bereits verpflichtet, bis 2020 alle gesundheitsschädlichen Stoffe aus der Herstellung zu verbannen.

Fortsetzung folgt…