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Handel mit dem Maghreb – Frei oder fair?

Veranstaltungshinweis

Die Handelsbeziehungen Deutschlands und der EU mit Afrika sind in den letzten Wochen in einem Teil der Medien thematisiert worden, in Zusammenhang mit dem Versuch der EU, Flüchtlinge von Europa fernzuhalten unter dem beschönigenden Begriff: Marshallplan mit Afrika.
In Subsahara-Afrika wachsen aber die Proteste gegen die bereits geplanten Economic Partnership Agreements (EPA) mit der EU, denn sie werden vielfach als Bedrohung der afrikanischen Landwirtschaft, folglich als Fluchtursache kritisiert.
Auch für den Maghreb arbeitet die EU an ähnlichen Handels- und Wirtschaftsabkommen.
Viele Menschen im Maghreb protestieren gegen diese sehr nachteiligen Abkommen, die von der EU unter weitgehender Geheimhaltung und allen Transparenzversprechen zum Trotz mit den Regierungen der Maghreb-Staaten ausgehandelt werden. In unseren Medien wird aber leider nur selten darüber berichtet.
Obwohl es schon seit Jahren in Europa massive Proteste gibt gegen Freihandelsabkommen wie CETA, TTIP und TISA und das diesen Abkommen zugrundliegende Konzept der Globalisierung, sind die Auswirkungen solcher Abkommen auf unsere Nachbarn bislang oft ausgeblendet worden. Selbst in der deutschsprachigen Fachliteratur der Anti-TTIP-Bewegung gab es nur am Rande kurze Hinweise zu den Auswirkungen der Freihandelsabkommen der EU auf die Staaten in Nordafrika.

Vortrag von Jürgen Maier (Forum Umwelt und Entwicklung, Berlin)
Dienstag, 17. Oktober 2017 um 18:00 Uhr
Haus der Bildung, Bonn, Mülheimer Platz 1

Auch mit den nordafrikanischen Staaten verhandelt die EU über
Freihandelsabkommen – unter weitgehender Geheimhaltung.

JEFTA …… was???

So ähnlich fragten viele PassantInnen am Samstag an unserem Stand auf dem Bottlerplatz, an dem wir über die EU-Handelsabkommen informierten. TTIP und CETA waren generell bekannt, aber von JEFTA, dem Japan-EU-Handelsabkommen hatten die meisten noch nichts gelesen oder gehört. Obwohl dieses Abkommen seit 4 Jahren in über 20 Geheimverhandlungen vorangetrieben wurde und schon Ende des Jahres ausverhandelt sein soll, konnte man in den Medien bisher kaum etwas dazu erfahren.
Viele nahmen deshalb gern unsere Informationsblätter zu JEFTA mit und unterschrieben den Brief an EU-Handelskommissarin Malmström, in dem gegen JEFTA und die Geheimhaltungs-Politik bei EU-Handelsabkommen protestiert wurde.

CIMG1874 JEFTA-Stand 9.9.

Brennstoff-Exporte stoppen! Demo in Lingen

Seit der Lingen-Demo im letzten Oktober hat sich einiges getan.

Die Stilllegung der Brennelementefabrik Lingen und der Urananreicherungsanlage Gronau sowie ein Brennstab-Exportstopp nach Belgien und Frankreich sind als Themen auf der medialen und politischen Bühne angekommen. Von der Umsetzung sind diese Forderungen aber noch weit entfernt. Deshalb müssen wir dieses Jahr nachlegen und in Lingen nochmals und in größerer Zahl auf die Straße gehen.

lingen2

Kommt mit und helft uns bitte bei der Mobilisierung!

AntiAtomBonn organisiert wieder einem Bus ab Bonn mit Zwischenhalt in Köln-Deutz. Hin- und Rückfahrt kostet pro Person 20,- €. (Ermäßigungen sind auf Anfrage möglich). Um 08:30Uhr geht es los. Bitte meldet Euch hier an! https://ieu-online.de/ravel32/

Infoveranstaltung in Bonn: Aktions-Floßtour gegen Urantransporte

Zeit: Mittwoch, 21. Juni, 19:30 Uhr

Ort: MIGRApolis, Brüdergasse 18 in Bonn (Innenstadt)

Unter dem Motto „Mal richtig abschalten – Atomtransporte stoppen“ findet im Rahmen der bundesweiten Kampagne gegen Atomtransporte vom 9. bis zum 26. Juni 2017 eine Floßtour auf Mosel und Rhein von Trier bis Köln statt.

Am 21. und 22. Juni werden die Aktivistien von Robin Wood und ContrAtom mit ihrem Floß in Bonn Station machen und abends um 19:30 Uhr zu einem Informationsabend ins Migrapolis einladen.

Weitere Informationen unter: www.urantransport.de und www.robinwood.net

Zum Hintergrund:

Die Bahnstrecke Köln-Trier, die zum großen Teil parallel zu Mosel und Rhein verläuft, ist die Strecke auf der bereits häufiger Uranerzkonzentrattransporte aus dem Hamburger Hafen nach Süd-Frankreich (AREVA-Anlage in Narbonne) beobachtet wurden. Diese Transporte dienen der Versorgung von Atomanlagen weltweit mit Brennstoff. Die Tour zielt darauf, die Menschen an der Strecke über Atomtransporte zu informieren und zu animieren, selbst aktiv zu werden. Veranstalter sind ROBIN WOOD und ContrAtom, unterstützt durch zahlreiche Initiativen direkt vor Ort an der Strecke.

Probemenschenkette

Mit viel Freude haben wir heute AntiAtomBonn unterstützt.

Anlässlich der Menschenkette gegen den Bröckelreaktor Tihange haben wir zusammen zu einer Probemenschenkette aufgerufen. Auf dem Münsterplatz informierten wir Passanten über das bevorstehende Ereignis. Zusammen mit 80 Personen konnten wir die Kette bilden und schon mal ein Gefühl für die Aktion bekommen. Auch Busplätze nach Flémalle konnten direkt reserviert werden. Wir freuen uns bereits auf die große Menschenkette über 90km und durch drei Länder.

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