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Anti-Atom-Demo zum Macron-Besuch in Aachen

Anti-Atomkraft-Initiativen und Umweltverbände fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron anlässlich ihres Besuchs in Aachen am jetzigen Donnerstag die atomaren Risiken u. a. durch den Weiterbetrieb der Pannenreaktoren in Doel und Tihange (Belgien), aber auch in Cattenom und Fessenheim (Frankreich) auf die Tagesordnung zu setzen. Dazu wird es um 10 Uhr eine Demonstration vom Welthaus, An der Schanz 1, zum Marktplatz geben, wo Macron und Merkel zur Karlspreisverleihung erwartet werden.

„Es reicht nicht, wenn Präsident Macron immer wieder „mehr Europa“ fordert, aber beim Thema Atomkraft sofort in altes nationalstaatliches Denken verfällt und jeder Kritik ausweicht. Wer die Bevölkerung für Europa begeistern will, darf sie nicht durch den fortgesetzten Betrieb extrem störanfälliger Atomreaktoren ständig großen Gefahren aussetzen. Gerade in Aachen muss der französische Präsident beim Thema Sicherheit vor dem Super-GAU konkrete Gegenmaßnahmen mitbringen,“ so Jörg Schellenberg vom Aachener Aktionsbündins gegen Atomenergie.

Der französische Staat ist der größte Anteilseigner am Betreiber der belgischen AKW, Engie-Electrabel, und Mehrheitseigentümer der Brennelementefabrik Lingen. Das bedeutet für Präsident Macron eine besondere Verantwortung angesichts der zahlreichen gravierenden Sicherheitsmängel und Störfälle in den grenznahen Reaktoren. Ein weiteres Thema muss zudem ein Ende der Belieferung mit Brennelementen aus Lingen sowie von angereichertem Uran aus Gronau sein. Hier ist die Kanzlerin gefordert.

Beteiligen Sie sich an der Demonstration und fordern Sie ein Abschalten der grenznahen Schrottreaktoren.

Abfahrt Bonn Hbf, Gleis 2: 08:02 h Regional-Express
Ankunft Köln Hbf, Gleis 1: 08:28 h

Abfahrt Köln Hbf, Gleis 9: 08:39 h Regional Express
Ankunft Aachen Hbf, Gleis 2: 09:36 h (wegen Bauarbeiten evt.10-15 min später)

Fußweg zum Welthaus, ca. 1 km, dort schließen wir us der Demo ab 10:00 h zum Rathaus an.
Um 11:00 h beginnt vor dem Rathaus der offizielle Teil der Karlspreisverleihung.
Ca. 12:30 h: Kundgebung am Augustinerbach/Pontsstraße (200 m neben dem Rathaus)
Ende ca 14.00h

Aktuelle Neuigkeiten zum AKW Doel:
Als wäre der Skandal um den letzten Störfall in Doel 1 (bei Antwerpen) nicht schon schlimm genug, kommen immer alarmierendere Details ans Licht. Wir wissen nun: Das Leck, aus dem zeitweise pro Minute mehrere Liter radioaktives Wasser austraten, befindet sich an der Schweißnaht eines Kühlwasserrohres am Eintritt zum Reaktordruckbehälter. An dieser sensiblen Stelle kommen hohe Temperaturen, hoher Druck und hohe Strahlung zusammen. Fast genauso verheerend ist, dass Betreiber und Aufsichtsbehörde über ein Woche lang den Unfall verschwiegen und dann verharmlosten. Es ist erstens riskant und zweitens fast unmöglich, das Leck zu reparieren. Trotzdem kündigte der Betreiber an, den Reaktor im Oktober wieder anzufahren.

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