Waldschutz beginnt beim Papier!

"Toilettenpapier-Fühlstation" am Infostand zum Thema Wälder und Papier (Foto: Greenpeace Bonn)

Bonner Greenpeacer informieren über globale und regionale Waldthemen und räumen mitVorurteilen gegen Recyclingpapier-Produkte aus. Der aktuelle Recyclingpapierführer verrät, wo jene zu erhalten sind.

Am Samstag, den 14.05.11 organisierte Greenpeace Bonn einen Infostand zum Thema Wald und Papier in der Bonner Innenstadt, mit dem die Ehrenamtlichen Themen des globalen und nationalen Waldschutz ansprachen.

80% der globalen Urwälder sind bereits vernichtet, u.a. um unseren Hunger nach Frischfaser-Papier zu stillen. Deutschland hält im weltweiten Vergleich den traurigen Rekord von durchschnittlich 250 kg Papierverbrauch pro Bundesbürger und Jahr. Diese Zahl ist von 1950 an kontinuierlich gestiegen und hat sich seitdem versiebenfacht. Dabei ließen sich Papierfasern bis zu sieben Mal wieder verwenden ohne dabei bedeutend an Qualität einzubüßen.

Waldschutz beginnt daher bei jedem einzelnen: Um eine nachhaltige Bewirtschaftung der globalen Flächen überhaupt zu ermöglichen, muss  der Papierverbrauch einerseits gesenkt, andererseits der Anteil von Recycling-Papier erhöht werden. Daher sahen die Ehrenamtlichen es am Samstag auch als ihre Aufgabe, mit den Vorurteilen über Recycling-Papier auszuräumen: Dass Recycling-Klopapier z.B. nicht zwangsweise kratzig ist, zeigte die Klopierrollen-Fühlstation, an denen keiner der Passanten glauben wollten, dass alle der bereit gestellten Rollen aus recyceltem Papier war.

Daneben zeigte Druckerpapier unterschiedlicher Weißegrade, dass Recyclingpapier, wenn nötig, ebenso weiß wie Frischfaserpapier sein kann.

Viele Passanten nahmen außerdem den neuen Recyclingführer von Bonn mit, der noch einmal die Vorteile von wieder verwendeten Papier zusammenfasst und verrät, wo entsprechende Produkte in Bonn zu finden sind. Er klärt auch über den Dschungel täuschender Siegel auf, denn obwohl eine Reihe davon im Umlauf ist, bleibt das verlässlichste Indiz auf ein Recyclingprodukt in den meisten Fällen der blaue Engel. Den Recyclingführer gibt es auch online: Recyclingführer Bonn

Für die Kids hatten sich die Greenpeacer außerdem eine Mitmach-Aktion einfallen lassen: Einen kahlen, auf einem Banner aufgemalten Wald galt es mittels Fingerfarbe und tatkräftiger Unterstützung der jungen Standbesucher bunt und damit vielfältig zu färben. So lautete auch der Spruch auf dem Banner: Wir Kinder fordern: Vielfalt im Wald statt Einseitigkeit.

Bonner Kinder möchten Vielfalt im Wald statt Einseitigkeit (Foto: Greenpeace Bonn)

Die Greenpeacer planen das fertig gestaltete Banner bei zukünftigen Aktionen zum Thema Waldschutz einzusetzen. Insbesondere, wenn es darum geht die neue nationale Strategie, die vor einem Monat von Greenpeace Deutschland vorgestellt wurde und die Schaffung eines natürlichen Waldverbundsystems in Deutschland vorsieht (nachzulesen auf http://www.greenpeace.de/themen/waelder/nachrichten/artikel/schutzgebiete_fuer_buchenwaelder-2/ ), bekannt zu machen, wird das Banner die klare Botschaft vermitteln:

Waldschutz geht uns allen an, vor allem im Interesse zukünftiger Generationen!

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