Gift in der Wäschetrommel

(Foto: Greenpeace Bonn)

Mit der Frage „Wollen Sie ein schmutziges Geheimnis erfahren?“ und der Aufforderung „Dann sehen Sie hier nach!“ lockten Bonner Greenpeacer die Passanten am Samstag, dem 24. März, an ihren Stand auf dem Bottlerplatz. Den schwarzen Vorhang vor dem Riesenposter konnte dann jeder selbst beiseite ziehen, um die Antwort zu erfahren.

Es ging um die giftigen Chemikalien, die in den Kleidungsstücken der großen Modemarken wie Calvin Klein, Puma, Adidas, Ralph Lauren, Nike, Abercrombie & Fitch, Li Ning und anderen enthalten sind, jedenfalls dann, wenn sie in China oder anderen asiatischen Ländern hergestellt wurden.

Und mehr als 80 Prozent der in Deutschland verkauften Kleidung stammt inzwischen aus China. Kaum bekannt ist außerdem, dass schon beim ersten Waschgang einer 40° Wäsche rund 80 Prozent beispielsweise des darin enthaltenen NPE ( Nonylphenolethoxylat) in das Waschwasser übergeht. Im Abwasser entsteht daraus das Umweltgift NP (Nonylphenol). Diese Chemikalie ist in der EU fast völlig verboten, weil sie durch ihre hormonelle Wirkung die Fortpflanzung der Fische und ander Wasser-Lebewesen behindert. Aber mit unseren importierten Kleidungsstücken verseuchen wir unsere Gewässer – ohne es zu ahnen.

Weitere interessante Erläuterungen zu diesen Problemen und dazu, welche Alternativen es gibt, konnten die Passanten am Stand erfahren und das entsprechende Informationsmaterial mitnehmen.

Sie selbst können es auf der Homepage von Greenpeace Deutschland abrufen.

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