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Greenpeace-Schiff Beluga II informierte in Bonn über Waffenexporte

Um über deutsche Waffenexporte zu informieren legte das Greenpeace-Schiff Beluga II vom 06. bis 08. August in Bonn an. Am Anleger stellte Greenpeace Fotos des prämierten Fotografen Nikita Teryosin aus der Reihe „Nothing Personal – The Back Office of War“ aus und bot Passant:innen wissenswerte Informationen zur Kampagne an.
Bei einer Mitmachaktion konnten Interessierte auf einer Leinwand ihre Botschaft an die Politik formulieren. Auf der Regenbogen-Leinwand entstanden zahlreiche Zeichnungen, Zitate und Forderungen, die sich allesamt für mehr Frieden aussprachen. Die Leinwand kann immer wieder verschoben werden, um neuen Platz für noch mehr kreative Darstellungen zu bieten. Als Teil der deutschlandweiten Tour reiste die Mitmachaktion durch 12 weitere Städte zur kreativen Ideensammlung und soll final in Berlin vor dem Brandenburger Tor ausgerollt werden.
Das Highlight der Wochenend-Aktion stellte die kostenlose Führung über das Greenpeace-Schiff Beluga II dar. Diese Möglichkeit wurde sehr stark nachgefragt und von den Ehrenamtlichen durchgeführt. An Board wurde den Besucher:innen der geschichtliche Hintergrund des Schiffs näher gebracht und ebenso Besonderheiten des Schiffs gezeigt. Auf Schaubildern wurde die Kritik an der deutschen Rüstungsausfuhr verdeutlicht und die Forderungen von Greenpeace erklärt.
Des Weiteren informierten Aufsteller über das Exportvolumen Deutscher Waffen sowie welche Länder beliefert werden. Allein im Jahr 2019 exportierte die Bundesregierung Rüstungsgüter im Wert von 8 Milliarden Euro. Davon ging etwa die Hälfte dieser Exporte in sogenannte Drittländer. Dies sind Länder, die weder der EU noch der Nato angehören, wozu unter anderem Länder wie Mexiko, Iran, Saudi-Arabien und Myanmar gehören. In diesen Ländern werden besonders häufig Menschenrechte aufgrund rassistischer, religiöser, kultureller oder geschlechtsspezifischen Merkmalen verletzt.
Folglich fordert Greenpeace ein rechtlich bindendes, ausnahmsloses Verbot der Waffenausfuhr in Drittländer und hat dazu einen Gesetzesvorschlag vorgelegt, nachzulesen unter:
Die Besucher:innen konnten sich gemeinsam mit Greenpeace für ein striktes Rüstungsexportgesetz einsetzen, das es so in Deutschland noch nicht gibt (aber unbedingt geben muss!). Die Petition für ein striktes Rüstungsexportkontrollgesetz können Sie auch online unterstützen: http://act.greenpeace.de/entruestungjetzt

Text: Julia Sieber // Bilder: Greenpeace Bonn

Nie wieder Nagasaki, nie wieder Hiroshima!

Unzählige Einzelheiten
Und erstaunliche Vielfältigkeiten
Hat unsere Welt zu bieten
 
Und doch reicht eine Hand voll Macht, um alles Leben zu verbiegen
 
Wir sind ein Teil des Ganzen,
wir sind bunt –
also warum sich bekriegen?
 
Fremde Konflikte
Fremder Hass
Nationen

[Ausschnitt aus einem Gedicht von Julia Adolphs]

 

Vor knapp zwei Wochen gedachten wir der vielen tausenden Opfer, die bei den Atombombenangriffen in Nagasaki und Hiroshima ihr Leben opfern mussten. 75 Jahre sind seitdem vergangen, doch haben und werden wir sie nie vergessen!
Anlässlich des Gedenktages weihten wir am Sonntag, den 09. August, ein großes Wandgemälde an der Marienschule in der Nordstadt ein, um ein Zeichen für den Frieden zu setzen. Dafür wollen wir uns im Namen Aller herzlich bei den Künstlern Raphael Salim alias Ravel und Aaron Künsting alias Harro (Website: www.collabarotion-art.de), bei der Marienschule als auch bei der Stadt Bonn und allen, die spontan ihre Teilnahme gezeigt haben, für ihr Engagement und ihre Mithilfe bedanken!
Leider gibt es auch heute noch Länder, in denen Krieg geführt wird – in denen Bilder von Zerstörung, Tod und Leid täglich präsent sind. So etwas können sich viele Menschen gar nicht vorstellen und trotzdem dürfen wir dieses Thema nicht verdrängen, sondern müssen handeln!
Aus diesem Grund fordert Greenpeace, dass Deutschland ab sofort auf jegliche Teilhabe und Verwendung von Atomwaffen auf deutschem Boden verzichtet. Außerdem rufen wir die Bundesregierung dazu auf, den Vertrag für ein Atomwaffen-Verbot zu unterzeichnen und zu ratifizieren.
Zusätzlich kannst auch Du hier und heute helfen, indem du dich diesen Petitionen beteiligst und damit ein Zeichen gegen den Einsatz von Atomwaffen setzt:
https://aktion.nuclearban.de/node/9
https://act.greenpeace.de/friedensmanifest

Denn das Mächtigste, das wir besitzen, ist nicht die Waffe, sondern das Wort – Nie wieder Nagasaki, nie wieder Hiroshima!