Nach Fukushima: Atomausstieg nun doch möglich und nötig?

Die Hochschulgruppe LiLi lädt ein zum
Vortrag und Diskussion mit Tim Petzoldt (Greenpeace Gruppe Bonn)
am 03.05.2011 um 19 Uhr in HS 17

Viele Menschen wollten es nicht für möglich halten, dass es in einem so hochtechnologisiertem Land wie Japan zu einem Supergau kommen kann. Doch nach einer Verkettung von mehreren Unfällen schlug das unkalkulierbare Restrisiko zu. Das Ergebnis: eine atomare Katastrophe, die wahrscheinlich auch die Tschernobyl-Katastrophe vor 25 Jahren übertreffen wird. So ist das umliegende Land um Fukushima 20-mal dichter besiedelt.

Auch wenn die nun freigesetzte Radioaktivität in Deutschland keine kurzfristigen gesundheitlichen Schäden zur Folge hat, so hat die Katastrophe zumindest erhebliche politische Folgen. Tausende machen sich bei deutschlandweiten Mahnwachen für den Atomausstieg stark. Die Bundesregierung reagiert – zunächst ohne große Gegenwehr der Energiekonzerne – mit einem Moratorium, das die zeitweise Abschaltung der sieben ältesten AKWs mit sich zieht. Am 26.März 2011 gingen erneut 250.000 Menschen in den vier größten Städten Deutschlands auf die Straße, um zu signalisieren, dass sie sich mit dem Moratorium nicht zufrieden geben.

In einem Vortrag der Hochschulgruppe LiLi wird Tim Petzoldt, Energie-Ansprechpartner der Greenpeace Gruppe Bonn, auf die vielschichtigen Gefahren der Atomkraft eingehen und den druckfrischen „Plan“ von Greenpeace vorstellen, der ein konkretes Ausstiegsszenario aus der Atomkraft bis 2015 und aus der Kohlekraft bis 2040 vorschlägt. Ist eine Stromversorgung aus 100% erneuerbaren Energien bis 2050 möglich?
Im Anschluss möchten die Hochschulgruppe LiLi mit euch Fragen diskutieren wie z.B.: Wie schnell können wir aus der Atomkraftnutzung aussteigen? Gibt es die Stromlücke wirklich? Wie werden sich die Strompreise entwickeln? Und was kann der einzelne selbst tun?

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