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Mit Braunkohle ist die Energiewende nicht zu machen

Deutschland ist weltweit bekannt für seine Energiewende – doch leider ist
Deutschland auch führend bei der Produktion und Verbrennung klimaschädlicher Braunkohle.
Darauf hat Greenpeace Bonn heute vor der Klimakonferenz (UNFCCC) im maritim-Hotel Bad Godesberg aufmerksam gemacht. Mit der klaren Aufforderung insbesondere an die deutschen Delegierten, die Braunkohlenutzung in Deutschland endlich einzustellen.

Greenpeace Bonn protestiert gegen die Braunkohleverstromung in Deutschland.

In keinem Land der Welt wird so viel Braunkohle gefördert wie in Deutschland: im Jahr 2012 allein 185 Millionen Tonnen, die bei ihrer Verbrennung zur Freisetzung der gleichen Menge Kohlendioxid (CO2) führen.

Braunkohle ist der klimaschädlichsten aller fossilen Energieträger. Braunkohlekraftwerke stoßen ungefähr dreimal so viel Kohlendioxid aus wie Gaskraftwerke. Der Grund: Braunkohle enthält mehr als 50 Prozent Wasser und hat daher einen sehr schlechten Brennwert.

Doch trotz ihrer schlechten Klimabilanz produzieren Braunkohlekraftwerke in Deutschland ungefähr 25 Prozent des Stroms – mit steigender Tendenz. Weil zwei neue Kraftwerke ans Netz gingen legte der Braunkohleverbrauch im vergangenen Jahr um fünf Prozent zu. Und damit nicht genug, die Energiekonzerne RWE, Vattenfall und Mibrag planen noch weitere Braunkohlekraftwerke. Diese sind für Laufzeiten von 50 Jahren ausgelegt und untergraben somit die Erreichung der deutschen Klimaschutzziele.

Die Nutzung der klimaschädlichen Braunkohle nimmt zu, da das klimapolitisch wichtigste Instrument – der europäische Emissionshandel – versagt. Der CO2-Preis liegt augenblicklich unter 5 Euro pro Tonne CO2 und entfaltet damit keinerlei Lenkungswirkung. Die Reparatur des Emissionshandels sowie die Erhöhung des Reduktionsziels werden nach wie vor vom deutschen Wirtschaftsminister blockiert.

Europa braucht ein ehrgeiziges Klimaschutzziel für das Jahr 2030. Die Energiewende – Made in Germany – mit Zukunftsinvestitionen in die Nutzung von Wind- und Sonnenenergie gilt international als Vorbild. Die Energiewende darf nicht durch die klimaschädliche Braunkohleverstromung kaputt gemacht werden. Es ist besorgniserregend, wie stark sich die Ex-Klimakanzlerin Angela Merkel in den vergangenen Jahren mit ihrer Politik zur Kohlekanzlerin verwandelt hat.

Greenpeace fordert:

  • Keine neuen Kohlekraftwerke, Deutschland braucht ein Kohleausstiegsgesetz.
  • Kein Aufschluss neuer Braunkohletagebaue
  • Ausbau von Erneuerbaren Energien von mindestens 45 Prozent bis 2030
  • Ein europäisches CO2-Reduktionsziel von mindestens 55 Prozent bis 2030

Einladung zur Fahrraddemo

Wie bereits berichtet, will der Energiekonzern RWE ein neues Kohlekraftwerk in Niederaußem bauen (BoAPlus). Um dagegen zu protestieren, machen wir am 05. Mai eine Fahrrad-Demo im Revier.

Start ist um 11 Uhr am Kölner Hauptbahnhof, von wo aus wir nach Niederaußem fahren. Zurück geht es dann mit der Bahn von Bergheim nach Köln.

Sie oder ihr seid herzlich eingeladen, mitzukommen! Mehr Infos gibt es in unserem Flyer.

 

Klimaschutz statt Kohleschmutz!

RWE plant ein neues Braunkohlekraftwerk („BoAplus“) in Niederaußem bei Köln. Dieses würde einen traurigen Spitzenplatz einnehmen. Mit 27 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß jährlich wäre Niederaußem die größte CO2-Schleuder Deutschlands. Ein weiteres Braunkohlekraftwerk ist ein Bremsklotz für die Erneuerbaren Energien in den nächsten 40 Jahren.

Mit einem neuen Abschaltplan für Kohlekraftwerke hat Greenpeace jüngst gezeigt, wie Deutschland bis zum Jahr 2030 aus der Braunkohle und bis 2040 aus der Steinkohle aussteigen kann. Die aktuelle Studie und Hintergrundinformationen finden Sie hier .

Angesichts der Machbarkeit des konsequenten Ausstiegs und der diesem entgegenstehenden Absichten des RWE-Konzerns möchten wir Unterschriften für die Einstellung von Planungsmaßnahmen des geplanten Kohlekraftwerks am Standort Niederaußem sammeln.  Unterstützen Sie unseren Protest und besuchen Sie uns bei unserem Infostand kommenden Samstag in Bad Godesberg am Theaterplatz .

Gerne können Sie sich auch die Unterschriftenliste als PDF-Datei über folgenden Link herunterladen, diese auf DIN A4 Papier ausdrucken und anschließend ausgefüllt bis zum 20. Juni an Greenpeace Köln (Arndtstraße 12, 50676 Köln oder per Fax: 0221/7391271) schicken.

Verfolgen Sie unsere Aktionen über unsere facebook-Seite oder folgen Sie uns bei Twitter.

Kohlekraftwerke gehören nicht ins 21. Jahrhundert – sie blockieren den Umstieg auf Erneuerbare Energien und die Energiewende und stehen dem Klimaschutz entgegen!