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Die Corona-Rückwärts-Prognose (externer Beitrag)

Matthias Horx
Die Corona-Rückwärts-Prognose:
Wie wir uns wundern werden, wenn
die Krise „vorbei” ist

Hinweis: Dieser Text ist frei abdruckbar mit dem Hinweis: www.horx.com und www.zukunftsinstitut.de.

Ich werde derzeit oft gefragt, wann Corona denn „vorbei sein wird”, und alles wieder zur Normalität zurückkehrt. Meine Antwort: Niemals. Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.

Die Welt as we know it löst sich gerade auf. Aber dahinter fügt sich eine neue Welt zusammen, deren Formung wir zumindest erahnen können. Dafür möchte ich Ihnen eine Übung anbieten, mit der wir in Visionsprozessen bei Unternehmen gute Erfahrungen gemacht haben. Wir nennen sie die RE-Gnose. Im Gegensatz zur PRO-Gnose schauen wir mit dieser Technik nicht »in die Zukunft«. Sondern von der Zukunft aus ZURÜCK ins Heute. Klingt verrückt? Versuchen wir es einmal:

Die Re-Gnose: Unsere Welt im Herbst 2020
Stellen wir uns eine Situation im Herbst vor, sagen wir im September 2020. Wir sitzen in einem Straßencafe in einer Großstadt. Es ist warm, und auf der Strasse bewegen sich wieder Menschen. Bewegen sie sich anders? Ist alles so wie früher? Schmeckt der Wein, der Cocktail, der Kaffee, wieder wie früher? Wie damals vor Corona?
Oder sogar besser?
Worüber werden wir uns rückblickend wundern?

Wir werden uns wundern, dass die sozialen Verzichte, die wir leisten mussten, selten zu Vereinsamung führten. Im Gegenteil. Nach einer ersten Schockstarre führten viele von sich sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam. Verzichte müssen nicht unbedingt Verlust bedeuten, sondern können sogar neue Möglichkeitsräume eröffnen. Das hat schon mancher erlebt, der zum Beispiel Intervallfasten probierte – und dem plötzlich das Essen wieder schmeckte. Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben Menschen kennengelernt, die wir sonst nie kennengelernt hätten. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Familien, Nachbarn, Freunde, sind näher gerückt und haben bisweilen sogar verborgene Konflikte gelöst.

Die gesellschaftliche Höflichkeit, die wir vorher zunehmend vermissten, stieg an.

Jetzt im Herbst 2020 herrscht bei Fussballspielen eine ganz andere Stimmung als im Frühjahr, als es jede Menge Massen-Wut-Pöbeleien gab. Wir wundern uns, warum das so ist.

Wir werden uns wundern, wie schnell sich plötzlich Kulturtechniken des Digitalen in der Praxis bewährten. Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten (der Business-Flieger war besser) stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus. Lehrer lernten eine Menge über Internet-Teaching. Das Homeoffice wurde für Viele zu einer Selbstverständlichkeit – einschließlich des Improvisierens und Zeit-Jonglierens, das damit verbunden ist.

Gleichzeitig erlebten scheinbar veraltete Kulturtechniken eine Renaissance. Plötzlich erwischte man nicht nur den Anrufbeantworter, wenn man anrief, sondern real vorhandene Menschen. Das Virus brachte eine neue Kultur des Langtelefonieren ohne Second Screen hervor. Auch die »messages« selbst bekamen plötzlich eine neue Bedeutung. Man kommunizierte wieder wirklich. Man ließ niemanden mehr zappeln. Man hielt niemanden mehr hin. So entstand eine neue Kultur der Erreichbarkeit. Der Verbindlichkeit.

Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, auch junge Menschen, machten plötzlich ausgiebige Spaziergänge (ein Wort, das vorher eher ein Fremdwort war). Bücher lesen wurde plötzlich zum Kult.

Reality Shows wirkten plötzlich grottenpeinlich. Der ganze Trivia-Trash, der unendliche Seelenmüll, der durch alle Kanäle strömte. Nein, er verschwand nicht völlig. Aber er verlor rasend an Wert.
Kann sich jemand noch an den Political-Correctness-Streit erinnern? Die unendlich vielen Kulturkriege um … ja um was ging da eigentlich?

Krisen wirken vor allem dadurch, dass sie alte Phänomene auflösen, überflüssig machen…
Zynismus, diese lässige Art, sich die Welt durch Abwertung vom Leibe zu halten, war plötzlich reichlich out.
Die Übertreibungs-Angst-Hysterie in den Medien hielt sich, nach einem kurzen ersten Ausbruch, in Grenzen.

Nebenbei erreichte auch die unendliche Flut grausamster Krimi-Serien ihren Tipping Point.

Wir werden uns wundern, dass schließlich doch schon im Sommer Medikamente gefunden wurden, die die Überlebensrate erhöhten. Dadurch wurden die Todesraten gesenkt und Corona wurde zu einem Virus, mit dem wir eben umgehen müssen – ähnlich wie die Grippe und die vielen anderen Krankheiten. Medizinischer Fortschritt half. Aber wir haben auch erfahren: Nicht so sehr die Technik, sondern die Veränderung sozialer Verhaltensformen war das Entscheidende. Dass Menschen trotz radikaler Einschränkungen solidarisch und konstruktiv bleiben konnten, gab den Ausschlag. Die human-soziale Intelligenz hat geholfen. Die vielgepriesene Künstliche Intelligenz, die ja bekanntlich alles lösen kann, hat dagegen in Sachen Corona nur begrenzt gewirkt.

Damit hat sich das Verhältnis zwischen Technologie und Kultur verschoben. Vor der Krise schien Technologie das Allheilmittel, Träger aller Utopien. Kein Mensch – oder nur noch wenige Hartgesottene – glauben heute noch an die große digitale Erlösung. Der große Technik-Hype ist vorbei. Wir richten unsere Aufmerksamkeiten wieder mehr auf die humanen Fragen: Was ist der Mensch? Was sind wir füreinander?

Wir staunen rückwärts, wieviel Humor und Mitmenschlichkeit in den Tagen des Virus tatsächlich entstanden ist.

Wir werden uns wundern, wie weit die Ökonomie schrumpfen konnte, ohne dass so etwas wie »Zusammenbruch« tatsächlich passierte, der vorher bei jeder noch so kleinen Steuererhöhung und jedem staatlichen Eingriff beschworen wurde. Obwohl es einen »schwarzen April« gab, einen tiefen Konjunktureinbruch und einen Börseneinbruch von 50 Prozent, obwohl viele Unternehmen pleitegingen, schrumpften oder in etwas völlig anderes mutierten, kam es nie zum Nullpunkt. Als wäre Wirtschaft ein atmendes Wesen, das auch dösen oder schlafen und sogar träumen kann.

Heute im Herbst, gibt es wieder eine Weltwirtschaft. Aber die Globale Just-in-Time-Produktion, mit riesigen verzweigten Wertschöpfungsketten, bei denen Millionen Einzelteile über den Planeten gekarrt werden, hat sich überlebt. Sie wird gerade demontiert und neu konfiguriert. Überall in den Produktionen und Service-Einrichtungen wachsen wieder Zwischenlager, Depots, Reserven. Ortsnahe Produktionen boomen, Netzwerke werden lokalisiert, das Handwerk erlebt eine Renaissance. Das Global-System driftet in Richtung GloKALisierung: Lokalisierung des Globalen.

Wir werden uns wundern, dass sogar die Vermögensverluste durch den Börseneinbruch nicht so schmerzen, wie es sich am Anfang anfühlte. In der neuen Welt spielt Vermögen plötzlich nicht mehr die entscheidende Rolle. Wichtiger sind gute Nachbarn und ein blühender Gemüsegarten.

Könnte es sein, dass das Virus unser Leben in eine Richtung geändert hat, in die es sich sowieso verändern wollte?

RE-Gnose: Gegenwartsbewältigung durch Zukunfts-Sprung
Warum wirkt diese Art der »Von-Vorne-Szenarios« so irritierend anders als eine klassische Prognose? Das hängt mit den spezifischen Eigenschaften unseres Zukunfts-Sinns zusammen. Wenn wir »in die Zukunft« schauen, sehen wir ja meistens nur die Gefahren und Probleme »auf uns zukommen«, die sich zu unüberwindbaren Barrieren türmen. Wie eine Lokomotive aus dem Tunnel, die uns überfährt. Diese Angst-Barriere trennt uns von der Zukunft. Deshalb sind Horror-Zukünfte immer am Einfachsten darzustellen.

Re-Gnosen bilden hingegen eine Erkenntnis-Schleife, in der wir uns selbst, unseren inneren Wandel, in die Zukunftsrechnung einbeziehen. Wir setzen uns innerlich mit der Zukunft in Verbindung, und dadurch entsteht eine Brücke zwischen Heute und Morgen. Es entsteht ein »Future Mind« – Zukunfts-Bewusstheit.

Wenn man das richtig macht, entsteht so etwas wie Zukunfts-Intelligenz. Wir sind in der Lage, nicht nur die äußeren »Events«, sondern auch die inneren Adaptionen, mit denen wir auf eine veränderte Welt reagieren, zu antizipieren.

Das fühlt sich schon ganz anders an als eine Prognose, die in ihrem apodiktischen Charakter immer etwas Totes, Steriles hat. Wir verlassen die Angststarre und geraten wieder in die Lebendigkeit, die zu jeder wahren Zukunft gehört.

Wir alle kennen das Gefühl der geglückten Angstüberwindung. Wenn wir für eine Behandlung zum Zahnarzt gehen, sind wir schon lange vorher besorgt. Wir verlieren auf dem Zahnarztstuhl die Kontrolle und das schmerzt, bevor es überhaupt wehtut. In der Antizipation dieses Gefühls steigern wir uns in Ängste hinein, die uns völlig überwältigen können. Wenn wir dann allerdings die Prozedur überstanden haben, kommt es zum Coping-Gefühl: Die Welt wirkt wieder jung und frisch und wir sind plötzlich voller Tatendrang.

Coping heißt: bewältigen. Neurobiologisch wird dabei das Angst-Adrenalin durch Dopamin ersetzt, eine Art körpereigener Zukunfts-Droge. Während uns Adrenalin zu Flucht oder Kampf anleitet (was auf dem Zahnarztstuhl nicht so richtig produktiv ist, ebenso wenig wie beim Kampf gegen Corona), öffnet Dopamin unsere Hirnsynapsen: Wir sind gespannt auf das Kommende, neugierig, vorausschauend. Wenn wir einen gesunden Dopamin-Spiegel haben, schmieden wir Pläne, haben Visionen, die uns in die vorausschauende Handlung bringen.

Erstaunlicherweise machen viele in der Corona-Krise genau diese Erfahrung. Aus einem massiven Kontrollverlust wird plötzlich ein regelrechter Rausch des Positiven. Nach einer Zeit der Fassungslosigkeit und Angst entsteht eine innere Kraft. Die Welt »endet«, aber in der Erfahrung, dass wir immer noch da sind, entsteht eine Art Neu-Sein im Inneren.

Mitten im Shut-Down der Zivilisation laufen wir durch Wälder oder Parks, oder über fast leere Plätze. Aber das ist keine Apokalypse, sondern ein Neuanfang.

So erweist sich: Wandel beginnt als verändertes Muster von Erwartungen, von Wahr-Nehmungen und Welt-Verbindungen. Dabei ist es manchmal gerade der Bruch mit den Routinen, dem Gewohnten, der unseren Zukunfts-Sinn wieder freisetzt. Die Vorstellung und Gewissheit, dass alles ganz anders sein könnte – auch im Besseren.

Vielleicht werden wir uns sogar wundern, dass Trump im November abgewählt wird. Die AFD zeigt ernsthafte Zerfransens-Erscheinungen, weil eine bösartige, spaltende Politik nicht zu einer Corona-Welt passt. In der Corona-Krise wurde deutlich, dass diejenigen, die Menschen gegeneinander aufhetzen wollen, zu echten Zukunftsfragen nichts beizutragen haben. Wenn es ernst wird, wird das Destruktive deutlich, das im Populismus wohnt.

Politik in ihrem Ur-Sinne als Formung gesellschaftlicher Verantwortlichkeiten bekam dieser Krise eine neue Glaubwürdigkeit, eine neue Legitimität. Gerade weil sie »autoritär« handeln musste, schuf Politik Vertrauen ins Gesellschaftliche. Auch die Wissenschaft hat in der Bewährungskrise eine erstaunliche Renaissance erlebt. Virologen und Epidemiologen wurden zu Medienstars, aber auch »futuristische« Philosophen, Soziologen, Psychologen, Anthropologen, die vorher eher am Rande der polarisierten Debatten standen, bekamen wieder Stimme und Gewicht.

Fake News hingegen verloren rapide an Marktwert. Auch Verschwörungstheorien wirkten plötzlich wie Ladenhüter, obwohl sie wie saures Bier angeboten wurden.

Ein Virus als Evolutionsbeschleuniger
Tiefe Krisen weisen obendrein auf ein weiteres Grundprinzip des Wandels hin: Die Trend-Gegentrend-Synthese.

Die neue Welt nach Corona – oder besser mit Corona – entsteht aus der Disruption des MegatrendsKonnektivität. Politisch-ökonomisch wird dieses Phänomen auch »Globalisierung« genannt. Die Unterbrechung der Konnektivität – durch Grenzschließungen, Separationen, Abschottungen, Quarantänen – führt aber nicht zu einem Abschaffen der Verbindungen. Sondern zu einer Neuorganisation der Konnektome, die unsere Welt zusammenhalten und in die Zukunft tragen. Es kommt zu einem Phasensprung der sozio-ökonomischen Systeme.

Die kommende Welt wird Distanz wieder schätzen – und gerade dadurch Verbundenheit qualitativer gestalten. Autonomie und Abhängigkeit, Öffnung und Schließung, werden neu ausbalanciert. Dadurch kann die Welt komplexer, zugleich aber auch stabiler werden. Diese Umformung ist weitgehend ein blinder evolutionärer Prozess – weil das eine scheitert, setzt sich das Neue, überlebensfähig, durch. Das macht einen zunächst schwindelig, aber dann erweist es seinen inneren Sinn: Zukunftsfähig ist das, was die Paradoxien auf einer neuen Ebene verbindet.

Dieser Prozess der Komplexierung – nicht zu verwechseln mit Komplizierung – kann aber auch von Menschen bewusst gestaltet werden. Diejenigen, die das können, die die Sprache der kommenden Komplexität sprechen, werden die Führer von Morgen sein. Die werdenden Hoffnungsträger. Die kommenden Gretas.

„Wir werden durch Corona unsere gesamte Einstellung gegenüber dem Leben anpassen – im Sinne unserer Existenz als Lebewesen inmitten anderer Lebensformen.”

Slavo Zizek im Höhepunkt der Coronakrise Mitte März

Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story, ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO&sub2;-Ausstoss der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.

Wenn das Virus so etwas kann – können wir das womöglich auch? Vielleicht war der Virus nur ein Sendbote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt.

Aber sie kann sich neu erfinden.

Die faulen Eier von CETA

Auf DIE FAULEN EIER VON CETA wiesen eine Woche vor Ostern die Ehrenamtlichen von Greenpeace Bonn als Teil des ‚Bonner Bündnis gegen CETA/TTIP/TiSA‘ hin.
Bei der Aktion, die am 1.1.2017 auf dem Münsterplatz begann, lief ein großer Osterhase durch die Straßen, gefolgt von Personen mit großen Pappeiern, die Aufschriften trugen wie:
‚Genfood auf dem Teller‘, ‚Gentechnik auf dem Acker‘, Treibstoffe aus Fracking und Teersand, Sondergerichte für Konzerne‘, ‚Privatisierungen auf ewig festgeschrieben‘, usw.
Gleichzeitig wurden Unterschriften für die ‚Volksinitiative NRW gegen CETA‘ gesammelt, denn CETA IST NOCH NICHT GELAUFEN. (Link zu Flyer)
Dieser Vertrag zwischen EU und Kanada soll zwar offiziell den Handel erleichtern, in Wirklichkeit würde er aber außerdem die Standards für Umwelt- und Verbraucherschutz senken und Privatisierung und Deregulierung in fast allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vorantreiben und unumkehrbar machen.
CETA muss noch viele Hürden nehmen, bevor es endgültig in Kraft treten kann.
Die ‚Volksinitiative NRW gegen CETA‘ soll eine dieser Hürden stärken – die Ratifizierung durch die Bundesländer im Bundesrat (www.nrw-gegen-ceta.de).

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Informiere dich hier!
CETA ist NOCH NICHT GELAUFEN! Informiere dich hier!

Wir haben es satt!

Auf zur Großdemo nach Berlin

Am Samstag, den 21. Januar findet in Berlin eine Großdemo gegen Agrarkonzerne, Tierleid und Handelsabkommen, die die Demokratie untergraben, statt! Gemeinsam mit dem BUND treten wir für Bauernhöfe statt Agrarindustrie, gutes Essen für alle und für Demokratie statt Konzernmacht ein. Jeder der mit uns demonstrieren möchte ist herzlich willkommen!

Start der Demonstration und Auftaktkundgebung ist um 12.00 Uhr am Potsdamer Platz, enden wird die Demonstration gegen voraussichtlich 14.00 Uhr vor dem Brandenburger Tor.

Busbörse: Mit dem BUND zur Demo!

Gemeinsam mit einer BUND-Gruppe geht es per Bus und Bahn nach Berlin. Mehr Infos zu den bisher angemeldeten Gruppenanreisen finden Sie hier.

Ablaufplan für die Demonstration

demo_whes10.30 Uhr
Vorab-Treffen für Helfer*innen am BUND-Infostand auf dem Potsdamer Platz in Berlin

12 Uhr
Auftaktkundgebung am Potsdamer Platz

 

 

 

anschließend
Demonstration mit Treckerkonvoi setzt sich in Bewegung

ab 14 Uhr
Abschlusskundgebung mit Konzert vor dem Brandenburger Tor

16.30 Uhr
Ende der Abschlusskundgebung

Weitere Infos zu den Forderungen, Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie und Infomaterial finden sie auf der Homepage des BUND.

Konzernatlas 2017

Ein Blick in den Konzernatlas 2017 mit Themen wie „Übernahmen wie von Monsanto durch Bayer“ oder  „die Aufteilung der Märkte von Kaiser’s/Tengelmann zwischen Rewe und Edeka“ lohnt sich für jeden, nicht nur für Teilnehmer der Demo. Viel Spaß bei der Lektüre!

Wir freuen uns auf jeden, der kommt.

Unser interaktiver Mikroplastikstand vom 19.11.16 im Sealife Königswinter

Faltkurs „Sprechender Fisch“ und die Forderung eines gesetzlichen Verbots von Mikroplastik in Kosmetika

Letztes Wochenende konnten wir vielen Besuchern des Sealife Königswinter genauer erklären, was es mit dem Mikroplastik in Kosmetika auf sich hat.

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Fotos: Unser interaktiver Mikroplastikstand (oben) mit Faltkurs „Sprechender Fisch“ (unten) vom 19.11.16 im Sealife Königswinter.

Zum Beispiel bindet es Hormone und führt so bei Fischen zu Unfruchtbarkeit. Eine Studie mit Fischen aus Nord- und Ostsee – darunter Kabeljau, Flunder und Makrele – zeigte bei 5,5 Prozent der Tiere Mikroplastik im Verdauungstrakt. Auch Krusten- und Schalentiere sind betroffen: Sowohl in Miesmuscheln von der deutschen Nordseeküste als auch in Austern von der französischen Atlantikküste wurde Mikroplastik gefunden. Das Ergebnis einer weiteren Studie: Nicht weniger als 63% der untersuchten Nordseegarnelen wiesen Plastikfasern, Plastikgranulat oder Folienreste auf. Schätzungen zufolge macht Plastik 60 bis 80 Prozent des Mülls im Meer aus. Die Gefahr: Mit Schadstoffen belastete Mikroplastikpartikel werden von Meeresbewohnern verschluckt und landen in der Nahrungskette.*

Die Langzeitfolgen für den Menschen sind bisher nicht bekannt. Aus diesem Grund forderten letztes Wochenende viele Besucher gerne ein gesetzliches Verbot von Mikroplastik in Kosmetika, wie es in vielen anderen Ländern schon Standard ist.

Deshalb gilt es beim Einkauf jetzt schon auf das Kleingedruckte zu achten. Für einen plastikfreien Kosmetik-Einkauf hilft Ihnen die kleine Einkaufshilfe von Greenpeace.

* Zusammenfassung des Greenpeace-Reports „Plastik in Fisch und Meeresfrüchten“ (Stand 9/16). Abrufbar unter: www.greenpeace.de/plastik-in-fisch

Interaktiver Mikroplastik-Stand im Sea Life, 19.11.16, 12:00 bis 16:00 Uhr

Kein Mikroplastik in die Meere!

Wir fordern ein gesetzliches Verbot von Mikroplastik in Kosmetika.

Dafür möchten wir uns am Samstag, den 19.11.16, mit einem Stand im Sea Life Königswinter von 12:00 bis 16:00 Uhr einsetzen. Auch ihr könnt den politischen Prozess mit eurer Protestkarte an Umweltministerin Hendricks vorantreiben. Warum das wichtig ist? Mikroplastik findet sich noch immer in vielen Pflegeprodukten, Kosmetika, Reinigungs- und Waschmitteln. Diese enthalten nicht nur winzige Plastikperlen und Granulate, sondern auch flüssiges, wachs-und gelhaltiges Plastik. An unserem Stand im Sea Life Königswinter möchten wir gemeinsam mit euch Kosmetikartikel filtern und so diese scheinbar unsichtbaren Plastikteilchen sichtbar machen. Zusätzlich wird es an unserem Stand unsere Auflistung aller chemischen Namen, die für Mikroplastik stehen, im praktischen Visitenkartenformat zum Mitnehmen geben. Es lohnt sich also vorbei zu schauen.

Die Notwendigkeit eines Verbots

mikroplastik_politik-auf-kuschelkurs-mit-der-industrieWährend Länder wie die USA, Kanada und England Mikroplastik bereits verboten haben oder in der Umsetzung sind, setzt Deutschland allein auf eine Selbstverpflichtung der Industrie und lehnt eine gesetzliche Regelung ab. Diese freiwilligen Selbstverpflichtungen funktionieren aber nicht, da jeder Mikroplastik anders definiert (Größe, welche Plastiksorten) und unterschiedliche Fristen für einen Bann von Plastik aus ihren Produkten anstrebt. Dabei ist Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmittel überflüssig und ersetzbar. Dieses primäre Mikroplastik aus den Produkten zu verbannen, wäre der erste und einfache Schritt weniger Plastik in die Weltmeere zu schwemmen.

Deshalb ist unsere klare politische Zielsetzung:
ein Verbot der Produktion und des Inverkehrbringens von Verbrauchsgütern, die Mikroplastik enthalten.

Kurzfristig, d.h. bis Ende 2017 richtet sich das politische Ziel an Deutschland, mittelfristig möchten wir eine EU Gesetzgebung erreichen, allerdings gibt es EU weit noch keinen entsprechenden politischen Prozess. Das heißt, die Arbeit zu Mikroplastik geht über das Jahr 2016 und den Greenpeace-Kampagnenstatus, den das Meeresthema zurzeit hat, hinaus. Wir werden die Politik und Industrie in die Pflicht nehmen und gleichzeitig die Stimme und Macht des Verbrauchers stärken.

Wegwerfen? Reparieren!“ 12. November 2016: Greenpeace Repair Café für Smartphones

gp_fb_veranstaltungsbanner_repair-cafe_bonn_zugeschnWas machen Sie, wenn Ihr Smartphone oder Handy den Geist aufgibt? Viele der Geräte sind Hightech mit kurzer Lebenszeit. Wenn der Akku schwächelt oder das Display zerspringt, landen sie oft komplett im Müll. Dabei geht es auch anders: Wir laden Sie, zusammen mit dem Repair-Café des Ermekail-Karree, zu unserem Repair Café für Smartphones ein. Unter fachlicher Anleitung können Sie Ihr Smartphone wieder fit machen. Wir informieren zudem über die schmutzige Produktion und Entsorgung von Smartphones sowie zu Alternativen.

Wann? Samstag, 12. November, 14:00 bis 18:00 Uhr (Bitte vorher umbedingt anmelden!)

Wo? Repair-Café (Raum rechts) in Haus 8 im Ermekeilgarten, Zugang über Gartentor Argelanderstraße 115, 53115 Bonn

repaircafe_postkarteAnmeldung:
Die Zahl der Reparaturen ist begrenzt, nur für bestimmte Modelle und Schäden sowie nach Anmeldung möglich. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung bis zum 2. November 2016 an https://goo.gl/forms/QaGpYXvSaNylXwEf1 oder smartphone-repair-cafe@posteo.de. Bitte geben Sie Ihren Namen, die Marke und das Modell des Geräts sowie eine kurze Beschreibung des Defekts an. Sie erhalten dann Informationen zum weiteren Ablauf wie Diagnose, Reparatur und zur Beschaffung von Ersatzteilen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Greenpeace Bonn

 

Tipps für den Ersatzteilkauf mit Bezugsquellen finden Sie hier.

Auf Infos zum Veranstalter, Ansprechpartner sowie den zu unterschreibenden Haftungshinweis können Sie hier zurückgreifen. Da der Haftungshinweis eventuell noch einmal geändert wird, bitte auf Aktualisierung achten und am besten erst kurz vor Veranstaltungsbeginn drucken.