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Neckarwestheim abschalten! Atomkraft abwählen!

AntiAtom-Menschenkette in Bonn
Foto: AntiAtomBonn

Am 26. Februar 2011 wurde der Bonner Bottler Platz Teil des bundesweiten Aktionstages gegen Atomkraft. Hunderte Menschen folgten dem Aufruf, sich Hand in Hand in die Menschenkette gegen Atomenergie einzureihen und für die „große“ Menschenkette in Stuttgart zu proben.

Mit dem Protestruf „Abschalten“ übertönten Atomkraftgegner den Samstagsrumor der Bonner Innenstadt. Über 250 Menschen folgten dem Aufruf von Greenpeace Bonn und AntiAtomBonn, zum Bottlerplatz zu kommen und mit einer Menschenkette ihren Beitrag zum Protest gegen Atomkraft zu leisten. Um Punkt 12.00 Uhr mittags begann sich eine 300m lange Menschenkette mit Atomkraftgegnern zu formieren und überbrückte für 1 Stunde symbolisch die Strecke zwischen Stuttgart und dem Atomkraftwerk Neckarwestheim. Lautstark protestierten sie für das Abschalten des maroden, alten Atommeilers in Baden-Württemberg und einen Politikwechsel hin zum Ausstieg aus der Atomenergie.

10.000 Menschen warben bundesweit am Samstag für die „große“ Anti-Atom-Menschenkette, die am 12. März 2011 von Stuttgart zum ca. 45 km entfernten Atomkraftwerk Neckarwestheim stattfinden wird. Auch Greenpeace Bonn wird mit vielen anderen Atomkraftgegnern aus allen Bundesländern nach Stuttgart fahren und sich in die Menschenkette einreihen.

Angelockt vom Scheppern der leuchtend gelben Dosenatomfässchen und begeistert von den AKW-Schokokuss-Preisen tummelten sich auch viele Kinder um die Bonner Greenpeace Gruppe. Am dicht bedrängten Infostand wurde intensiv über die Risiken der Atomenergie und die Chancen der Erneuerbaren Energien diskutiert. Ein großer Erfolg war das Sammeln von Unterschriften für eine Petition an Bahnchef Rüdiger Grube. Aktuell läuft die Kampagne von Greenpeace, in der Sie Bahnchef Dr. Grube auffordern können, aus der Kohle- und Atomenergie auszusteigen und auf erneuerbare Energien zu setzen. Die Deutsche Bahn fährt zu 25 % mit Atomstrom und bezieht diesen Strom aus dem AKW Neckarwestheim. Auch online kann man diesen Appell unterstützen unter: Bahnfahren mit Atomstrom? Nein Danke Weitere Informationen zur aktuellen Kampagne: Atomkraft ist ein Irrweg!

Unsere Fotos findet Ihr bei Flickr.

– Von Ulrike Schuth, geschrieben am 27. Februar 2011 –

Menschenkette in Bonn am 26.2.

AntiAtom-Menschenkette
Foto: www.anti-atom-kette.de

Am 26.02 um 12:00 wird Greenpeace Bonn zusammen mit AntiAtomBonn auf dem Bottlerplatz eine eindrucksvolle und kreative Menschenkette bilden. Zeitgleich werben Umweltgruppen in mehr als 30 anderen Städten mit ihren Ketten für die „große“ Anti-Atom-Kette am 12. März vom Atomkraftwerk Neckarwestheim nach Stuttgart.

Symbolisch werden wir mit vielen Menschen eine Bonner Menschenkette bilden. Dazu gibt es Musik, Dosenwerfen für Kinder, AKW-Schokoküsse, Bonns einziges AKW, einen Infostand und feurige Reden. Streiche Dir den Termin im Kalender an, leite diese Aktion an Deine Freunde weiter und halte Dich auch über www.antiatombonn.de auf dem Laufenden. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen, denn „wer sich in Baden-Württemberg für die Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken ausspricht und den Atommüll aus dem Ländle abschieben will, muss mit erheblichen Gegenwind rechnen – bundesweit!“

Einkaufsführer für Recyclingpapier jetzt auch Online!

Mit dem Einkaufsführer für Recyclingpapier möchte die Bonner Greenpeacegruppe die Konsumenten für einen bewussten Umgang mit Papier gewinnen. Seit Dezember 2010 können Interessierte den Einkaufsführer im Bonner Ökozentrum erhalten. Neben vielen Tipps, wie der eigene Papierverbrauch gesenkt werden kann, enthält er Informationen zu Bonner Geschäften und Copyshops, in denen Produkte aus Recyclingpapier vertrieben werden. All diese Informationen können jetzt auch hier online abgerufen werden.

Der Papierverbrauch in Deutschland hat sich seit 1950 versiebenfacht. Pro Kopf und Jahr verbrauchen wir rund 230 Kilogramm Papier. Gleichzeitig sank in den letzten Jahren die Nachfrage nach Produkten aus Recyclingpapier. Dies wirkte sich auf das Angebot aus: Viele Läden und Kaufhäuser nahmen die umweltfreundlichen Papierprodukte aus dem Sortiment, was den Absatz weiter nach unten trieb. Vor allem im Bereich der Hygiene- und Kopierpapiere ist die Neigung gering, Recyclingpapier zu verwenden.

Das bedeutet düstere Aussichten für die letzten Urwälder. Über 4,3 Millionen Tonnen Papierzellstoff wurden im Jahr 2009 nach Deutschland importiert. Der Rohstoff stammt auch aus den wertvollen Urwäldern der gemäßigten Breiten: aus Russland, Skandinavien und Kanada. Diese letzten Urwälder mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt werden für unseren Papierhunger großflächig kahl geschlagen. Als Konsument können Sie dazu beitragen, diese einzigartigen Lebensräume zu erhalten.

Die „Hüpfenden Hühner“ protestieren gegen die Laufzeitsverlängerungen für Atomreaktoren

Das Greenteam "Hüpfende Hühner" demonstriert gegen Atomkraft (Foto: Greenpeace Bonn)

Das Greenteam „Hüpfende Hühner“ veranstaltete am Samstag den 30.10.2010 einen bunten und auffälligen Informationsstand zum Thema Atomausstieg in der Bonner Innenstadt.

Am Vormittag trafen sich die „Hüpfenden Hühner“ im Ökozentrum Bonn und bereiteten dort die bevorstehende Aktion vor. Mit Atomfässern, Gasmasken, Bannern und Informationsmaterial beladen, machten sich die Jugendlichen schließlich auf den Weg durch die Bonner Fußgängerzone. Am vorgesehenen Aktionsplatz wurden die Atomfässer abgestellt und mit Informationsmaterial belegt, ein Brunnen mit seinen Statuen mit Bannern behängt und mit Gasmasken bekleidet.

Schon bald kamen die ersten Interessenten an den Stand des Greenteams und informierten sich ausführlich zum Thema Atomkraft. Die Jugendlichen gaben bereitwillig ihr Wissen preis und ließen sich die eine oder andere Disskusion nicht entgehen. Mit Protestschildern in der Hand liefen sie durch die Menschenmenge und verteilten Flyer an die Passanten. Begeistert kamen die Konsumenten näher und lobten den Widerstand des Greenteams gegen die Laufzeitsverlängerungen der Atomkraftwerke. Am frühen Nachmittag packten die jungen Umweltaktivisten ihre Requisiten wieder zusammen und machten sich auf den Heimweg.

Aber damit noch nicht genug: Am folgenden Samstag, dem Tag als der Castor-Transport von Frankreich Richtung Wendland fuhr, demonstrierten die „Hüpfenden Hühner“ erneut gegen die Atomkraft und Laufzeitverlängerungen. Trotz Regen und Kälte zog der bunte und laute Zug mit Trommeln, Bannern, Trillerpfeifen, Rasseln und einem Megafon ausgestattet durch die Bonner Innenstadt. Wie schon bei der Demo Mitte Oktober und dem Infostand zum Thema wurden die Greenteamer von den Bonnern ermuntert und durchweg positiv wahrgenommen. Ein Passant schloss sich sogar zwischenzeitlich der Demonstration an. Diesmal wurde zudem ein Übertragungswagen des WDR5 auf die „Hüpfenden Hühner“ aufmerksam und befragten einen von ihnen,  ob er einen Zusammenhang zwischen der Anti-Atomkraft-Bewegung und den Protesten gegen den Stuttgarter Bahnhofsausbau sähe. Der Greenteamer gab ein kurzes Statement zum gefragten Thema und schloss sich daraufhin den Demonstranten wieder an. Nach einem weiteren Rundgang durch die Stadt, machten sich die„Hüpfenden Hühner“ nass und durchfroren am Mittag wieder auf den Heimweg.

(Verfasst von Matthias Joisten, Greenteam „Hüpfende Hühner)

Nach dem Castor

So spät wie noch nie hat der Castor das Zwischenlager in Gorleben erreicht. Zehntausende Menschen haben im Wendland gegen die Verlängerung der Atomlaufzeiten durch die Bundesregierung protestiert. Sie haben unmissverständlich deutlich gemacht: Atomkraft schadet Deutschland!

Auch nach dem Castor-Transport geht der Protest weiter. Was können Sie selbst für den Atomausstieg tun?

Atomkraft: Nicht mit uns! Die „Hüpfenden Hühner“ stellen sich quer

Am Samstag den 16.Oktober 2010 demonstrierten Mitglieder des Greenteams „Hüpfende Hühner“ in Bonn lautstark gegen die Atomkraft.

Die "Hüpfenden Hühner" demonstrieren gegen Atomkraft (Foto: GPBonn, Lina Mathar)

Am Vormittag dieses regnerischen Tages traf die kleine Gruppe im Bonner Ökozentrum zusammen und bereitete die bevorstehende Demonstration vor. Banner wurden ausgerollt, Trommeln sowie Trillerpfeifen verteilt und die Slogans noch einmal geprobt. Fröstelnd begaben sich die Greenteamer in die Bonner Innenstadt und begannen die bevorstehende Demoroute abzulaufen. Kahl und beinahe menschenleer lag die Stadt da, doch mit der Hoffnung noch ein paar Zuhörer zu finden, veranstalteten die Umweltschützer einen kleinen aber doch lauten Marsch durch die City. Und die Forderungen der Jugendlichen waren sehr deutlich: „Atomausstieg jetzt!“ war auf einem großen gelben Banner zu lesen. Ein Greenteamer mit einem Megafon in der Hand rief: „Kein Rückfall ins Atomzeitalter! Wir möchten eine Zukunft ohne Reaktorkatastrophen und atomar verunreinigtes Grundwasser haben! Fossile Energieträger gehören der Vergangenheit an. Erneuerbare Energien können den weltweiten Strombedarf erzeugen und müssen gefördert werden!“. Danach fielen die Mitdemonstranten mit ihren Slogans „Atomkaft? Nein Danke! – Atomkraft: Nicht mit uns!“ ein.

Die Menschen kamen aus den Geschäften geeilt, um dem Lärm auf der Straße auf den Grund zu gehen und riefen den Jugendlichen gelegentlich ermunternde Worte zu. Mit ihren grünen Jacken und den auffälligen Plakaten waren die „Hüpfenden Hühner“ zwischen den Passanten nicht zu übersehen. Die Aktivisten liefen über den Bottlerplatz und am Bonner Münster entlang und ließen dabei ihre Musikinstrumente in voller Lautstärke erklingen. Immer wieder riefen sie: „Schaltet Atomreaktoren jetzt vom Energienetz“ und „wir stellen uns quer“.

Nach einer Stunde Fußmarsch waren die Demonstranten ein wenig erschöpft und heiser. Im Ökozentrum wurde die Aktion schließlich nach einer kurzen Besprechung beendet und die „Hüpfenden Hühner“ machten sich wieder auf den Heimweg.

(Verfasst von: Matthias Joisten, „Hüpfenden Hühner“)