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Gentechnisch veränderte Nahrungsmittel und wie man sie selbst vermeiden kann

Um dieses Thema ging es bei dem Stand von Greenpeace Bonn am Donnerstag, dem 7. Juli in der Poststraße. Mitglieder der Gentechnik-Gruppe verteilten die Einkaufs-Ratgeber „Essen ohne Gentechnik“ und „Milch für Kinder“ und informierten die Verbraucher über neuere Entwicklungen zu dem mit Gen-Mais verunreinigten Saatgut in Deutschland, der Gen-Kartoffel Amflora, sowie Speiseöl aus Gen-Soja.

Als Blickfänger stand ein Pflanzenöl-Fässchen auf dem Info-Tisch, als Beispiel für genmanipuliertes Speiseöl, wie es immer häufiger in Restaurants, Kantinen und Imbiss-Ständen verwendet wird. Den Einkäufern und Betreibern ist oft nicht klar, dass ausgerechnet das grüne Fässchen einer gängigen Firma Gensoja-Öl enthält, das blaue aber nicht und dass sie verpflichtet sind das Gen-Öl auf der Speisekarte als Zutat zu vermerken. Bei Nichtbefolgung können recht hohe Geldstrafen verhängt werden. Diskussionen mit interessierten Passanten bezogen sich vor allem auf dieses Thema.

Schutz für die Wale und Freiheit für jene, die für sie kämpfen.

Infostand zur aktuellen Walfangproblematik in der Bonner Innenstadt (Foto: Greenpeace Bonn)

Das Walfangverbot steht vor dem Aus, Greenpeace Walschützer in Japan droht eine längere Haftstrafe. Grund genug für Greenpeace Bonn, auf die Straße zu gehen, zu informieren und gemeinsam mit Passanten gegen das Vorgehen Japans und anderer Walfangnationen zu protestieren.

Noch immer stehen die beiden japanischen Greenpeace Aktivisten Junicho Sato und Turo Suzuki, die im Juni 2008 einen der größten Skandale der Walfangindustrie aufgedeckt hatten, unter Anklage. Sie hatten Beweise dafür geliefert, dass als wissenschaftlich deklariertes Walfleisch einzig dem kommerziellen Verkauf dient. Zwar ist es seit längerem offensichtlich, dass der wissenschaftliche Walfang von Japan lediglich als Schlupfloch genutzt wird, um das Walfangmoratrorium, das seit 1986 besteht, zu umgehen. Belege für die illegalen Machenschaften der Walfangindustrie fehlten jedoch. Doch anstelle der Verantwortlichen, befinden sich seitdem die beiden Verfechter des Walschutzes seit nun mehr zwei Jahre in Untersuchungshaft, jüngst plädierte die Anwaltschaft auf eine Freiheitsstrafe von 1,5 Jahren!
Greenpeace fordert, zusammen mit Menschenrechtsorganisationen für ein Fallenlassen aller Anklagepunkte und eine sofortige Freilassung.

In Zukunft droht weit mehr Walen der Tod durch die Harpune.

Doch hört es bei solchen Korruptionen Japans nicht auf, am Ende sind es vor allem die Wale, die für ungerechtes und ungesetzliches Vorgehen der Walfangnationen bezahlen müssen.
Neben Japan fangen auch Norwegen und Island unter Missachtung des Verbots Wale.  Nun könnte sich die Jagd massiv ausdehnen und weitere Nationen in das blutige Geschäft einsteigen, denn auf der diesjährigen Internationen Walfangkommision, die vom 21. bis 25. Juni in Marokko stattfindet, wird erstmals über eine sogenannte Kompromisslösung beraten, welche eine Außerkraftsetzung des Verbotes für 10 Jahre vorsieht.Walfangnationen sollen dann offizielle Fangquoten zugesprochen werden, im Gegenzug hofft man auf eine Offenlegung der Fangaktivitäten und damit eine bessere Kontrolle.

Dass dies einem Spiel mit dem Feuer gleich kommt, scheint auch einigen bisher klaren Anti-Walfang Nationen (u.a. Neuseeland) nicht bewusst zu sein. Dadurch steht im Vorfeld der Tagung das Stimmenverhältnis zugunsten des neuen Vorschlages! Viele der heutigen Walfangpopulationen haben sich immer noch nicht von der ersten Welle des industriellen Walfangs erholt, es ist ungewiss, ob Sie eine zweite überleben.‘
Oder glauben Sie, der Walfang ließe sich dadurch besser kontrollieren, indem man ausgerechnet auf jene Nationen vertraut, die seit Jahren internationale Bestimmungen im Rahmen der IWC ignorieren?!

Greenpeace Bonn informierte am Samstag, den 11.6.2010 in der Bonner Innenstadt über die erschütternde Lage, sowohl der beiden Greenpeace Aktivisten als auch der weltweiten Walpopulationen! Hierzu sammelten wir auch Unterschriften gegen das japanische Vorgehen im Anklageprozess und den anhaltenden Walaktivitäten.

Machen auch Sie ihren Unmut über das Todurteil tausender Meeresriesen laut und das ungerechte Vorgehen gegen jene, die für Sie kämpfen!

Gelegenheit hierzu bieten u.a.:

https://service.greenpeace.de/themen/meere/mitmach_aktionen/

http://www.geweb-schule.de/moodle/course/view.php?id=34 (als Gast anmelden)

Demonstration für den Urwaldschutz vom Greenpeace Nachwuchs

Mit einer klaren Botschaft durch die Bonner Fußgängerzone (Foto: Greenpeace Bonn/ Peter Dörrie)

Das Greenteam „Hüpfende Hühner“ demonstrierte laut und bunt am 29.Mai 2010 zusammen mit ein paar Bonner Greenpeacern für den Erhalt der Artenvielfalt.

Um 10.30 trafen sich die Greenteamer und Greenpeacer im Ökozentrum Bonn, um die anstehende Demonstration vorzubereiten. Slogans wurden geprobt und Ansprachen zur Erhaltung der Artenvielfalt und zum Urwaldschutz gehalten. Auch das internationale Greenpeacethema „Urwaldzerstörung durch Nestle“ sollte bei der Demo eine Rolle spielen.Nach einer halben Stunde begannen die Greenteamer und Greenpeacer die Demonstration in der Fußgängerzone von Bonn.

Es war keine besonders große Gruppe die sich dort versammelt hatte, doch mit ihren bunten Bannern und Kostümen waren sie in der Bonner City nicht zu übersehen. Mit Rasseln, Trommeln, Trillerpfeifen und Slogans machten die Demonstranten die Passanten und Konsumenten lautstark auf die Urwaldrodung aufmerksam. Vereinzelt kamen die Menschen aus ihren Häusern um sich die Demonstration anzusehen und Applaudierten auch ab und zu. „Schützt den Urwald, dann schützt er euch!“, riefen die Umweltschützer lauthals immer wieder und ließen darauf  wieder ihre Musikinstrumente mit voller Lautstärke erklingen. Mehrere Male hielt die Gruppe an und der Sprecher mit dem Megafon forderte: „Wir wollen nicht in Mitten von brennenden Urwädern, ausgebeuteten Ozeanen und Atomar verseuchten Flüssen leben! Schützt die Urwälder, denn sie sind ein wichtiger Lebensraum für ein Großteil aller Tierarten der Erde.“ Dann sagte er: „Nestle bezieht Palmöl aus Urwaldzerstörung! Machen Sie dem Konzern klar, dass Sie diese Vorgehensweise verabscheuen.“ Dann fielen die Mit-Demonstranten mit ihrem Slogen „Urwaldschutz ist Klimaschutz“ ein.

Mit Trillerpfeifen und Bannern (Foto: Greenpeace Bonn/Peter Dörrie)

Die Jugendlichen liefen vom Bottlerplatz zum Bonner Münster und hielten dabei ihre Banner in die Höhe. Als die Gruppe am Münster angekommen war, verstummten die Trommeln und Trillerpfeifen, um die Kirchenbesucher nicht zu stören. Doch kaum war das Münster nicht mehr zu sehen, waren wieder alle Musikinstrumente voll im Einsatz. Gegen 12.00 Uhr begaben sich die Greenteamer und Greenpeacer wieder zurück zum Ökozentrum. Dort wurde die Aktion schließlich, mit großer Freude über den Erfolg, beendet.

geschrieben von Matthias Joisten (Greenteam „hüpfende Hühner“)

Klimawelle ruft am Donnerstag zu Fahrraddemo auf [Termin]

Wer schon immer mal ganz gemütlich auf den Hauptverkehrsstraßen Bonns rumfahren wollte, bekommt am Donnerstag seine Gelegenheit. Die Klimawelle ruft zu einer Fahrraddemo auf.

Ankündigung von der Klimawelle: Sprit sparen – Fahrrad fahren ! Ökostrom für alle Bahnen!

Unter diesem Motto findet am Donnerstag den 3.6. die Fahrraddemo der Klimawelle statt. Alle TeilnehmerInnen sind aufgerufen mit Fahrrädern und Inliner, gerne auch mit Liegendfahrrädern oder Elektrofahrzeugen um 15:30 Uhr zum „Am Alten Zoll“ in Bonn zu kommen. Gemeinsam werden wir eine ca. 10 km lange Route rund um die Bonner Innenstadt fahren. Durch unsere  Demo werden wir den Verkehr entschleunigen. Mit selbstgeschmückten Fahrrädern und mit Musik werden wir die Straßen mal ganz anders nutzen. Wir wollen aufzeigen, wie angenehm Verkehr sein kann, so ganz ohne Abgase, Gestank und Feinstaub mit viel Platz und Musik statt Autolärm.

Deshalb „Pimp your bike“, schwinge dich auf’s Fahrrad oder schnalle dir dein Inline-Skater an!

Do 3.6. | 15:30 Uhr | „Am Alten Zoll“, Bonn | www.klimawelle.de