Archiv der Kategorie: Braunkohle

Probemenschenkette auf dem Bottlerplatz

Am 11.04 findet ein Gruppen-Aktions-Tag zum Thema Braunkohle statt, und zwar am Bottlerplatz. Wir wollen eine Probe-Menschenkette organisieren, um im friedlichen Rahmen gegen Braunkohle zu demonstrieren! Und benötigen dafür tatkräftige Unterstützung. Wenn ihr uns helfen wollt, kommt doch vorbei! Wir sind zwischen 11.00h und 15.00h auf dem Bottlerplatz, die Probemenschenkette soll um 12.00h stattfinden!

7500 Menschen demonstrieren in der Lausitz gegen Braunkohle: mit dabei Greenpeace Bonn

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus dem Tagebuch eines AntiKohle Aktivisten

9.00 Kerkwitz

Das Telefon zeigt bereits polnisches Netz an  – wir sind tatsächlich in der Lausitz, dem Gebiet zwischen Berlin und Dresden, wo eine der größten Umweltkatastrophen Europas ihren Lauf nimmt. Das Unternehmen Vattenfall auf deutscher und PGE auf polnischer Seite fördern Braunkohle im großen Stil, ganze Dörfer müssen den Tagebauen weichen und man setzt auch in Zukunft auf Braunkohleverstromung, der wohl umweltschädlichsten Form der Stromerzeugung, da beide Unternehmen Flächen für weitere Tagebaue beantragt haben: trotz aller Gefahren für Boden, Wasser, Luft und nicht zuletzt menschlicher Gesundheit.

11.30 Tagebau Jänschwalde

Von einem Frühstück auf dem Lausitzer Klimacamp gestärkt, geht es zum Aussichtspunkt des Tagebaus Jänschwalde. Das Bild, welches sich einem bietet erinnert an eine Mondlandschaft oder einen düsteren Science Fiction Film: Ein riesiges Loch, gewaltige Maschinen, eine riesige Fläche Abraum, totes Land. Im Hintergrund: das Kraftwerk Jänschwalde, was dunkle Wolken in den grauen Himmel pustet.

13.30

Rechts eine Gruppe polnischer Jugendlicher, links reden ein paar Ungarn mit britischen Hippimädchen, über uns ein Zeppelin mit der Aufschrift „Europe 100 % renouvable“. Wir sind mittendrin in der ersten internationalen Menschenkette gegen Kohle. Zusammen mit 7500 Menschen verbinden wir die Orte Kerkwitz und Grabice, um ein Zeichen zu setzen: Für die Energiewende und eine Zukunft ohne Braunkohle.

Riesiges Schaufelrad gegen weitere Tagebaue

Presseerklärung vom 01. Juli 2014

 Greenpeace-Tour ist am 07. Juli auch in Bonn vor Ort

Bonn 07. Juli 2014 – Mit einem fünf Meter hohen, luftgefüllten Schaufelrad eines Braunkohlebaggers besucht Greenpeace  am 07. Juli den Bottlerplatz. Die Umweltschützer protestieren dort von 10 bis 17 Uhr gegen klimaschädliche Energiegewinnung aus Braunkohle. Der Abbau und die Verfeuerung von Braunkohle setzt enorme CO2-Emissionen frei und heizt so den Klimawandel weiter an. Für neue Tagebaue müssen Tausende Menschen ihre Heimat verlassen. „Mit der Braunkohle wird Deutschland seine Klimaziele verfehlen, dabei können die Erneuerbaren Energien den Bedarf schon bald decken“, sagt Tim Petzoldt, Sprecher der Greenpeace-Gruppe Köln. „Die Bundesregierung muss jetzt den Kohleausstieg vorbereiten. Nur so kann der Klimawandel verlangsamt werden und die Menschen können in ihren Dörfern bleiben.“

Mit dem riesigen Schaufelrad tourt die unabhängige Umweltschutzorganisation bis Mitte August durch Deutschland, Tschechien und Polen. In Deutschland prangern die Aktivisten neben der verfehlten Kohlepolitik der Bundesregierung vor allem die Energiepolitik der Bundesländer Brandenburg, Sachsen und Nordrhein-Westfalen an, die trotz bekannter Risiken immer noch auf Braunkohle setzen. Mehr als 20 Städte stehen auf dem Tourplan, unter anderem Nürnberg, Köln und Leipzig. Anschließend geht es nach Tschechien und Polen. Vor Ort können Besucher ihre Stimme gegen die Braunkohle abgeben.

Menschenkette  für Energiewende  statt  Braunkohle

Im Erdreich unter den Dörfern der deutsch-polnischen Lausitz lagern drei Milliarden Tonnen Braunkohle. Seit Jahrzehnten fräsen sich gigantische Schaufelräder durch das Land, um diese Kohle abzubaggern. Die Regierungen von Sachsen, Brandenburg und Polen planen dort weitere riesige Kohlegruben. Doch sauberer und umweltfreundlicher Solar- und Windstrom ersetzt immer mehr die Kohle- und Atomkraft. Für den 23. August rufen Greenpeace und andere Organisationen daher zu einer Menschenkette gegen weitere Tagebaue in der Lausitz auf. Die Kette soll quer über die Neiße führen und die von der Abbaggerung bedrohten Orten Kerkwitz (Deutschland) und Grabice (Polen) verbinden.

Die Braunkohleverstromung gehört zu den schlimmsten Umweltsünden Europas. Hunderte Milliarden Tonnen Kohlendioxid werden jedes Jahr in die Atmosphäre geblasen. In den Tagebaugebieten sind Grundwasser und Restlochseen versauert. Eisenocker bedroht das Leben in der Spree und im Biosphärenreservat Spreewald. Hunderte Quadratkilometer Land können wegen Rutschungsgefahr nicht mehr betreten werden. Tausende Menschen sind von Zwangsumsiedlung bedroht.

 

Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Wladislaw Roginsky unter Tel. 017657034790.  Fotomaterial erhalten Sie unter der E-Mail-Adresse wladroginsky@googlemail.com. Greenpeace-Pressestelle: Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Internet: www.greenpeace.de, auf Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook: www.facebook.com/greenpeace.de.

 

Das Rheinische Braunkohlenrevier

Karte des Rheinischen Braunkohlenreviers

Diese Karte beinhaltet Informationen über die einzelnen Dörfer, die von der RWE Power AG abgebaggert wurden oder noch abgebaggert werden, um an die darunter liegende Braunkohle zu gelangen. Auch die Kraftwerke, Tagebaue und Wasserwerke sind markiert. Die Braunkohlekraftwerke Neurath, Niederaußem und Weisweiler gehören zu den klimaschädlichsten Kraftwerken in Europa. Obwohl viele hocheffiziente Gaskraftwerke (GuD) zur Verfügung stehen, sind hauptsächlich die dreckigen Braunkohlekraftwerke in Betrieb. Würden die CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel nicht zu Spottpreisen versteigert werden, könnte man die Braunkohlekraftwerke herunterfahren und somit erheblich zum Klimaschutz beitragen. Zudem musste in letzter Zeit immer häufiger dafür bezahlt werden, dass die Nachbarländer den überschüssigen Braunkohlestrom abnehmen. Kohlekraftwerke lassen sich nämlich nicht flexibel regulieren. Da die Stromerzeugung der Erneuerbaren Energien glücklicherweise bereits bei 22 Prozent liegt, sind Kohlekraftwerke im Stromnetz fehl am Platz.

Satellitenbilder:

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Online-Einwendungen gegen Tagebaue wieder möglich!

Vattenfall plant, in der Lausitz fünf neue Braunkohle-Tagebaue zu erschließen. Damit würde die klimaschädliche Braunkohle wohl noch bis 2050 verstromt werden. Dabei sind die Erneuerbaren Energien leistungsstark genug, um Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke zu ersetzen. Unterschreiben auch Sie unsere Mustereinwendung gegen diese Pläne: http://bit.ly/17y3EYm

Noch bis zum 17. September haben alle Bürger die Möglichkeit, Einspruch zu erheben. Gerne kann der Link zur Einwendung auch an Freunde und Bekannte verschickt werden. Lasst uns diese Chance nutzen, um endlich deutliche Erfolge im Klimaschutz zu erzielen!