Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

Nuggets von Chicken, die mit Genfutter gemästet wurden?

 

Seit April verkauft McDonald’s wieder Hähnchenfleisch, das mit gentechnisch manipuliertem Futter produziert wurde, nachdem die Burger-Kette 13 Jahre lang gentechnikfrei füttern ließ. Als Begründung wurde angegeben, die Herstellung sei zu teuer geworden. Gerade einen Cent mehr verdient McDonald’s pro Chicken-Burger, seit sie wieder Futter mit gentechnisch manipuliertem Soja an Hähnchen verfüttern. Viele Kunden wollen jetzt auf diese Burger verzichten.

Innerhalb von vier Stunden unterschrieben am vergangenen Samstag 185 Passanten auf dem Bonner Friedensplatz in Sichtweite einer Filiale die Greenpeace-Forderung an McDonald’s, bei ihrem Hähnchenfleisch wieder auf gentechnikfreies Futter zu setzen. Die Unterschriften wurden anschließend direkt an die Geschäftsleitung von McDonald’s auf dem Friedensplatz übergeben. 

Statt einen Salto rückwärts beim Hähnchenfleisch zu machen, sollte die Burger-Kette lieber auch bei Rind und Schwein auf gentechnikfreies Futter setzen. 79 Prozent der Deutschen, die Tiere und die Umwelt würden sich freuen.

 

 

Greenpeace-Erfolg: Tchibo will entgiften

Tchibo verzichtet auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Textilproduktion 

Als Reaktion auf die Detox-Kampagne von Greenpeace verpflichtet sich der Hamburger Kaffee- und Handelskonzern auf einen Fahrplan zur Entgiftung der Textilproduktion. Tchibo veröffentlichte heute eine entsprechende Erklärung. Ein von Greenpeace-Aktivisten bundesweit in 35 Städten geplanter Protest wurde daraufhin kurzfristig abgesagt. Die unabhängige Umweltschutzorganisation Greenpeace hatte am Donnerstag Untersuchungsergebnisse über Chemikalien in Kinderkleidung und Kinderschuhen verschiedener Discounter veröffentlicht. Dabei hatte Tchibo schlecht abgeschnitten. „Tchibo zeigt sich mit dieser Entscheidung als Vorreiter bei den Discountern. Wir erwarten, dass Aldi, Lidl, Rewe und Penny nun nachziehen“, sagt Kirsten Brodde, Textilexpertin bei Greenpeace. Auf der Greenpeace-Kampagnenseite sind die Ergebnisse des Reports zusammengefasst: www.greenpeace.de/detoxdiscounter

Gerade Discounter, die in schnellem Wechsel gewaltige Stückzahlen von Kleidung auf den Markt werfen, haben besondere Verantwortung. Aldi, Lidl und Tchibo zählen mit einem Jahresumsatz von je etwa einer Milliarde Euro zu den Top 10 der deutschen Modehändler. Doch die Produktion der Kleidung geht zu Lasten der Umwelt, wie der ebenfalls diese Woche veröffentlichte Discounter-Einkaufsratgeber von Greenpeace zeigt. Darin untersucht Greenpeace Kleidung von Tchibo, Rewe, Aldi und Lidl auf Chemikalien, Rohstoffeinsatz, Wiederverwertbarkeit der Textilien und Sozialstandards in der Fertigung. Die größten Schwächen zeigten sich durchweg beim Einsatz gefährlicher Chemikalien, kein Unternehmen schneidet darin gut ab.

Bereits 20 international führende Textilunternehmen haben sich auf ein Detox-Commitment verpflichtet. Dieses sieht vor, dass die Firmen bis zum Jahr 2020 auf den Einsatz aller gefährlichen Chemikalien in der Produktion zu verzichten. Zuletzt hatte Adidas im Vorfeld der WM dem Druck von Greenpeace nachgegeben und sich zu einem glaubwürdigen Kurs zur Entgiftung verpflichtet. Mit der internationalen Detox-Kampagne fordert Greenpeace Textilhersteller auf, Risiko-Chemikalien durch umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen.

Greenpeace-Jugend zeigt More Than Honey

Die Greenpeace-Jugend Bonn zeigt den Film „More Than Honey“. „Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge betrachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die größte Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen …Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. MORE THAN HONEY entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.“ (http://www.morethanhoney.senator.de/) 17. Dezember. Uni Hauptgebäude – Hörsaal 17 – Einlass 18.30 Uhr. Eintritt frei!

Obstblüten von Hand bestäuben?

Wie angenehm ist es doch, dass uns Bienen diese Arbeit normalerweise abnehmen. Greenpeace Bonn zeigte Besuchern des Bonner Frühlingsmarktes am 27.04., wie wir erreichen können, dass sie dies auch  weiterhin tuen…

Unsere Honigbienen und andere Bestäuber-Insekten sind nämlich gefährdet- und damit ist auch die Produktion von Gemüse und Obst gefährdet. Neben anderen Faktoren wie Parasiten und fehlenden Nahrungsquellen trägt vor allem die Verwendung von Pestiziden zum Bienensterben bei.

Das gilt insbesondere für Insektizide, die der Gruppe der Neonicotinoide angehören. Deshalb hatte Greenpeace in einem Appell an Ministerin Ilse Aigner dazu aufgerufen, für ein europaweites Verbot dieser Stoffe zu stimmen.

Auf dem Frühlingsmarkt gab es außer Informationen über Gefährdung und Schutzmöglichkeiten von Bienen auch praktische Unterstützung beim Bienenschutz. An unserem Stand konnten Besucher Tüten mit „Bienenschmaus“ erhalten. Diese enthalten Samen von einheimische Blütenpflanzen und Gräsern, welche für Bienen und Schmetterlinge nahrhaft und attraktiv sind.

Übrigens – bei der Abstimmung am 29.4. über den Vorschlag der Europäischen Kommission, drei der nachweislich besonders bienengefährlichen Pestizide versuchsweise für zwei Jahre zu verbieten, stimmte Ministerin Aigner tatsächlich für ein Verbot, was sie im März noch abgelehnt hatte.

Wir freuen uns mit den Bienen über diesen ersten Schritt in die richtige Richtung.

                                                                                                                                                                                                                   Monika Mehnert

Lebensmittel wertschätzen statt wegwerfen

Dies ist der Titel eines Flyers, mit dem Greenpeace Bonn Verbraucher und Einzelhändler dazu auffordern möchte, die Vernichtung von unter hohem Aufwand hergestellten Lebensmitteln einzudämmen.

Das System unserer Lebensmittelproduktion und -verwendung wird stets dann hinterfragt, wenn ein Skandal aufgedeckt wird. Doch ist nicht das massenhafte tägliche Wegwerfen von genießbaren Lebensmitteln auch ein Skandal? Mit unserem Flyer informieren wir über die globale Dimension und die Auswirkungen dieses Verhaltens. Außerdem geben wir Tipps, was jeder Einzelne tun kann, um Verschwendung zu vermeiden.

Und wir machen noch mehr: Wir besuchen Bonner Supermärkte und sprechen mit den Geschäftsführern, um zu erreichen, dass diese in ihren Geschäften verderbliche Ware rechtzeitig zu reduziertem Preis verkaufen. Ein bislang häufig gehörtes Gegenargument ist: „Die Bonner Konsumenten wollen das nicht.“ Doch wir meinen, dass nicht nur die vielen Studenten und anderen Gruppen mit geringen Einkommen in Bonn ein solches Vorgehen begrüßen würden.

Helfen Sie uns, Lebensmitteln wieder einen Wert zu verschaffen!

DETOX=Entgiften

undzwar von Kleidung, die wir kaufen. Vielleicht kommt Ihnen dieser Slogan bereits bekannt vor: am 24.11. beteiligte Greenpeace Bonn sich nicht zum ersten Mal am Protest gegen die Verwendung giftiger Chemikalien bei der Kleidungsproduktion. In den vergangenen Jahren hatten sich bereits namhafte Firmen wie H&M aufgrund des öffentlichen Drucks durch die Greenpeace-Kampagne DETOX zur giftfreien Produktion ihrer Kleidung verpflichtet. Am vergangenen Samstag richtete sich der weltweite Protest vor allem an die Modekette ZARA.

In Bonn machte eine Gruppe der Greenpeace-Jugend mit einem selbstgedichteten Song und einer Ansprache per Megaphon Passanten auf die Problematik aufmerksam.

Gleichzeitig verteilten Aktivisten von Greenpeace Bonn an der Ecke Sternstraße/Bonngasse den neuen kostenlosen Ratgeber „Textil-Label unter der DETOX-Lupe“.

150 Passanten unterschrieben außerdem die an ZARA gerichteten Postkarten, welche die  Jugendgruppe anschließend der nahe gelegenen Filiale überreichte.

Auch dieses Mal hat der Protest von Bloggern,Verbrauchern und Greenpeace-Aktivisten zu einem großen Erfolg geführt: ZARA hat sich bereits verpflichtet, bis 2020 alle gesundheitsschädlichen Stoffe aus der Herstellung zu verbannen.

Fortsetzung folgt…