Archiv der Kategorie: Landwirtschaft

Protest gegen den Anbau von Gen-Weizen

 Angezogen durch auffällige Plakate blieben vergangenen Samstag viele  Passanten am   Infostand von Greenpeace Bonn stehen. Wir informierten über den vom Leibniz-Institut für Pflanzengenetik (IPK) geplanten Anbau von gentechnisch verändertem Weizen in Sachsen-Anhalt. Bei diesem Freilandexperiment sollen Eigenschaften des in Korn- und Proteingehalt manipulierten Getreides festgestellt und geprüft werden.

Einige Bürger zeigten sich wegen des geringen Sicherheitsabstandes dieses Versuchsfeldes zu anderen Anbauflächen besorgt. Viele Passanten machten außerdem deutlich, dass sie den Anbau von Gen-Weizen grundsätzlich ablehnen, da sie damit möglicherweise verbundene Gesundheitsrisiken fürchten.

Um ihre Ablehnung und Besorgnis zu bekräftigen, unterzeichneten deswegen mehrere hundert Leute die Einwendung des Umweltinstitutes München. Greenpeace Bonn hat die gesammelten Unterschriften an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gesendet.

Mein Supermarkt kann …

Supermärkte mit und ohne Gentechnik im Sortiment (Quelle: Greenpeace Deutschland)

… oder auch nicht, nämlich Fleisch, Milch und Eier von Tieren anbieten, die ohne Gentechnik-Futter ernährt wurden.

Darüber informiert die aktuelle Sonderausgabe des Ratgebers „Essen ohne Gentechnik“ von Greenpeace, der diesmal vor allem die Eigenmarken der großen Handelsketten unter die Lupe genommen hat. Bei seinen Eigenmarken hat der Handel den meisten Einfluss auf die Lieferanten und trägt die volle Verantwortung für diese Produkte. Die Ergebnisse der Befragung von 16 Supermärkten wurden über ein Punktesystem miteinander verglichen.

An zwei Informationsständen von Greenpeace in Bonn und Meckenheim am 15. und 16. September konnten Passanten sich anhand des neuen Gentechnik-Ratgebers informieren und mit vorbereiteten Postkarten „ihre“ Supermärkte auffordern, sowohl bei ihren Eigenmarken wie auch beim übrigen Sortiment auf Produkte zu verzichten, die mit Gentechnik-Futter hergestellt werden.

Mehr als 250 Postkarten wurden so unterschrieben und anschließend von den Ehrenamtlichen der Bonner Greenpeace-Gruppe an die entsprechenden Supermarkt-Ketten übergeben. Das große Interesse an dem Thema war nicht überraschend, lehnen doch über 80 Prozent der Deutschen Gentechnik im Essen ab.

Pestizidrecherche in Bonner Supermärkten

Welche Weintrauben sind in diesem Jahr besonders mit Pestiziden belastet und aus welchen Ländern kommen sie? Zur Klärung dieser Frage kauften am 18. August ehrenamtliche Mitglieder von Greenpeace in Bonn, wie in vielen anderen Städten bei allen gängigen Supermärkten Weintrauben ein.

Diese Trauben wurden dann von einem unabhängigen Labor untersucht. Die Ergebnisse der Pestizid-Recherche werden in der Presse bekannt gegeben und finden Eingang in den Einkaufs-Ratgeber von Greenpeace ‚Essen ohne Pestizide‘, der regelmäßig aktualisiert wird.

Während die Pestizid-Belastung vieler Gemüsesorten – auch dank der hartnäckigen Arbeit von Greenpeace – in den letzten Jahren zurückgegangen ist, sieht der Trend bei Obst nicht so positiv aus. Vor allem bei Weinrauben finden sich häufig Mehrfachbelastungen. Spitzenreiter im vorigen Jahr waren Trauben, bei denen  Rückstände von 24 verschiedenen Pestiziden nachgewiesen werden konnten.

Den Pestizid-Ratgeber für Obst und Gemüse finden Sie – zusammen mit anderen Einkaufs-Ratgebern und vielen Informationen –  am Samstag, dem 15. September an unserem Stand in der Bonner Innenstadt, außerdem am Sonntag, dem 16. September am Greenpeace-Stand beim Hoffest von Bio-Obsthof Krämer in Meckenheim.

Gift in der Wäschetrommel

(Foto: Greenpeace Bonn)

Mit der Frage „Wollen Sie ein schmutziges Geheimnis erfahren?“ und der Aufforderung „Dann sehen Sie hier nach!“ lockten Bonner Greenpeacer die Passanten am Samstag, dem 24. März, an ihren Stand auf dem Bottlerplatz. Den schwarzen Vorhang vor dem Riesenposter konnte dann jeder selbst beiseite ziehen, um die Antwort zu erfahren.

Es ging um die giftigen Chemikalien, die in den Kleidungsstücken der großen Modemarken wie Calvin Klein, Puma, Adidas, Ralph Lauren, Nike, Abercrombie & Fitch, Li Ning und anderen enthalten sind, jedenfalls dann, wenn sie in China oder anderen asiatischen Ländern hergestellt wurden.

Und mehr als 80 Prozent der in Deutschland verkauften Kleidung stammt inzwischen aus China. Kaum bekannt ist außerdem, dass schon beim ersten Waschgang einer 40° Wäsche rund 80 Prozent beispielsweise des darin enthaltenen NPE ( Nonylphenolethoxylat) in das Waschwasser übergeht. Im Abwasser entsteht daraus das Umweltgift NP (Nonylphenol). Diese Chemikalie ist in der EU fast völlig verboten, weil sie durch ihre hormonelle Wirkung die Fortpflanzung der Fische und ander Wasser-Lebewesen behindert. Aber mit unseren importierten Kleidungsstücken verseuchen wir unsere Gewässer – ohne es zu ahnen.

Weitere interessante Erläuterungen zu diesen Problemen und dazu, welche Alternativen es gibt, konnten die Passanten am Stand erfahren und das entsprechende Informationsmaterial mitnehmen.

Sie selbst können es auf der Homepage von Greenpeace Deutschland abrufen.

Update zur Detox-Kampagne

(Foto: Greenpeace Deutschland)

Seitdem Ende Juli die neue Greenpeace-Kampagne „Detox“ angelaufen ist hat sich so viel getan, daß es höchste Zeit für ein Update ist.

Als wir zuletzt von der Detox-Kampagne berichtet hatten (kurz nachdem weltweit über 600 Greenpeacer auf der Straße getanzt hatten- wir waren natürlich mit dabei), hatte sich zunächst nur Puma zu einer sauberen Fertigung bis 2020 verpflichtet. Mittlerweile, nur 10 Wochen nach dem Kampagnen-Startschuss, haben sich auch Nike, Adidas und die Modekette H&M verbindlich dazu bereit erklärt, bis 2020 in ihrer gesamten Fertigungskette auf giftige Substanzen zu verzichten.

Greenpeace hat jeder dieser Firmen daraufhin 8 Wochen Zeit gegeben, um ein konkretes Konzept zu entwickeln und vorzulegen. Diese Aktionspläne werden von Greenpeace geprüft, bei Bedarf bietet Greenpeace selbstverständlich auch Hilfestellung bei der Umsetzung dieses ehrgeizigen Ziels. Nach Inkrafttreten der Aktionspläne wird dann in regelmäßigen Abständen überprüft, daß die Hersteller diese auch wirklich einhalten.

Die Kampagne wird international weiterlaufen, ist jedoch bereits jetzt ein riesiger Erfolg für die Umwelt, und wir danken allen Beteiligten, die Greenpeace dabei unterstützt haben. Je mehr Markenhersteller von sich und ihren Zulieferern verlangen, giftfrei zu produzieren, desto größer die Entlastung für die betroffenen Binnengewässer. Mehr Informationen zur Detox-Kampagne finden Sie hier.

Greenpeace Bonn beim Hoffest in Meckenheim

(Foto: Greenpeace Bonn)

Zwischen Bienenzüchtern und Brotverkäufern informierte Greenpeace Bonn mit einem Infostand am Samstag, den 17.9.11, auf dem Biohof Krämer in Meckenheim über Gentechnik und die aktuelle Kampagne zum Schutz der Meere.

Nicht nur wegen des strahlenden Spätsommerwetters kamen die Besucher zahlreich zum Infostand. Die dargelegten aktuellen Umweltthemen von Greenpeace Bonn lenkten die Aufmerksamkeit an unseren Tisch. In vielen anregenden Gesprächen klärten wir vor allem über Gentechnik auf dem Acker und in Nahrungsmitteln auf. Auch die aktuelle Greenpeace-Kampagne zum Schutz der Meere und Fischbestände stieß auf großes Interesse. Neben allgemeinem Infomaterial zur Vertiefung des Sachstandes zu den genannten Themengebieten waren unsere Einkaufsratgeber „Essen ohne Gentechnik“ und „Fisch – beliebt, aber bedroht“ besonders beliebt. Beide handliche Broschüren helfen im Supermarkt, die richtige Wahl beim Einkauf der jeweiligen Produkte zu treffen. Verabschiedet wurden wir von den Hofbesuchern mit dem Wunsch: „Kommen Sie doch öfters nach Meckenheim! Leider haben wir hier keine eigene Greenpeace-Gruppe.“