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Klimaschutz statt Kohleschmutz – Wir protestieren!

RWE plant für den Standort Niederaußem (bei Köln), ein neues Braunkohlekraftwerk („BoAplus“) zu bauen.

Der Ausbau der Braunkohleverstromung bedeutet die Ausweitung des Tagebaus im Rheinischen Revier und eine weitere Zerstörung der Landschaft, eine anhaltend hohe Schadstoffbelastung in den angrenzenden Ballungsgebieten und nicht zuletzt ist das Braunkohlekraftwerk „BoAplus“ entgegen der Darstellung von RWE ein großes Minus für das Klima und das falsche Signal in Zeiten der Energiewende: „BoAplus“ blockiert den dezentralen Netzausbau, behindert die Erneuerbaren Energien und ist somit eine alles in allem äußerst fragwürdige Investition.

Weiter Informationen zum RWE-Kraftwerk können Sie hier herunterladen.

Damit RWE das Braunkohlekraftwerk überhaupt bauen darf, muss der Planungs- und Erarbeitungsbeschluss zunächst formell von der Bezirksregierung gefasst werden. Ein möglicher Beschluss wäre nur der erste Schritt im Genehmigungsverfahren. Hierüber wird von den Kommunalpolitikern des Regionalrats am Freitag, den 29.06. entschieden. Nähere Informationen zum Genehmigungsverfahren erhalten Sie hier.

Die Sitzung beginnt um 10:00 Uhr und ist offen für Besucher. Tagungsort ist Zeughausstr. 2-10 (U-Bahn: Appellhofplatz).

Greenpeace Bonn wird zusammen mit mehreren Gruppen aus dem Rheinischen Revier vor Ort sein und sich für einen Beschluss gegen BoAplus und somit für den Klimaschutz in NRW einsetzen.

Sie können unseren Protest durch Ihre Unterschrift unterstützen; die Unterlagen können Sie hier herunterladen. Oder Sie unterstützen den Braunkohleausstieg aktiv mit dem Wechsel zu einem Ökostromanbieter.

Klimaschutz statt Kohleschmutz!

RWE plant ein neues Braunkohlekraftwerk („BoAplus“) in Niederaußem bei Köln. Dieses würde einen traurigen Spitzenplatz einnehmen. Mit 27 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß jährlich wäre Niederaußem die größte CO2-Schleuder Deutschlands. Ein weiteres Braunkohlekraftwerk ist ein Bremsklotz für die Erneuerbaren Energien in den nächsten 40 Jahren.

Mit einem neuen Abschaltplan für Kohlekraftwerke hat Greenpeace jüngst gezeigt, wie Deutschland bis zum Jahr 2030 aus der Braunkohle und bis 2040 aus der Steinkohle aussteigen kann. Die aktuelle Studie und Hintergrundinformationen finden Sie hier .

Angesichts der Machbarkeit des konsequenten Ausstiegs und der diesem entgegenstehenden Absichten des RWE-Konzerns möchten wir Unterschriften für die Einstellung von Planungsmaßnahmen des geplanten Kohlekraftwerks am Standort Niederaußem sammeln.  Unterstützen Sie unseren Protest und besuchen Sie uns bei unserem Infostand kommenden Samstag in Bad Godesberg am Theaterplatz .

Gerne können Sie sich auch die Unterschriftenliste als PDF-Datei über folgenden Link herunterladen, diese auf DIN A4 Papier ausdrucken und anschließend ausgefüllt bis zum 20. Juni an Greenpeace Köln (Arndtstraße 12, 50676 Köln oder per Fax: 0221/7391271) schicken.

Verfolgen Sie unsere Aktionen über unsere facebook-Seite oder folgen Sie uns bei Twitter.

Kohlekraftwerke gehören nicht ins 21. Jahrhundert – sie blockieren den Umstieg auf Erneuerbare Energien und die Energiewende und stehen dem Klimaschutz entgegen!

Energiewende @ Home – Jetzt zu Ökostrom wechseln!

Der Wechsel zu Ökostrom ist ganz einfach und kostet auch nicht viel Zeit. Sie müssen Ihrem neuen Stromanbieter nur die Stromzählernummer und den Zählerstand mitteilen – um die Abmeldung vom alten Anbieter kümmert sich der neue Anbieter!

Viele VerbraucherInnen stellen sich die Frage, zu welchem Stromanbieter sie wechseln sollen und was sie beachten müssen, um keine Ökostrom-Mogelpackung zu kaufen.

Wenn man zu einem unabhängigen Ökostromanbieter wechselt, kann bei den folgenden Anbieter nichts falsch machen:

Elektrizitätswerke Schönau GmbH
Naturstrom AG
Greenpeace Energy e.G.
Lichtblick AG

Diese reinen Ökostromanbieter gibt es teilweise seit über 10 Jahren. Sie zeichnen sich alle durch sehr guten Service und große Transparenz aus und sind bundesweit verfügbar. Sie betreiben keine Atom- oder Kohlekraftwerke und besitzen auch keinerlei Beteiligungen an solchen.

Außerdem möchten wir  MannStrom von MannEnergie empfehlen. Dieses Unternehmen stammt aus dem Westerwald und ist ebenfalls ein unabhängiger reiner Ökostromanbieter.
Viele VerbraucherInnen finden es wichtig, die lokalen Stadtwerke zu unterstützen. Auch wir finden diesen Ansatz grundsätzlich unterstützenswert, da nach unserer Auffassung eine 100%ige Stromversorgung maßgeblich von den Stadtwerken aufgebaut werden muss.
Viele Stadtwerke bieten gute Ökostromtarife an und investieren intensiv in den Ausbau von Erneuerbaren Energien (kurz: EE).

Aber Vorsicht: Kaufen Sie keinen RECS-Strom – dies ist eine Mogelpackung! Bei RECS (Renewable Energy Certificate System) handelt es sich um ein europäisches Zertifizierungssystem. Es macht den Handel des guten Namen Ökostrom losgelöst vom eigentlichen Stromprodukt möglich. So hat z.B. RWE die Möglichkeit dreckigen Atom- und Kohlestrom mit RECS-Zertifikaten grün zu färben. RECS-Zertifikaten dienen nicht der Umwelt, da keine EE-Anlagen hinzu gebaut werden, sondern nur den Energiekonzernen, da sie den Mogelstrom teurer verkaufen können.

Wer Ökostrom von eigenen Stadtwerk kaufen möchte, sollte darauf achten, dass der Tarif durch das “Grüner Strom Label” (GSL) zertifiziert ist. Dieses Label garantiert folgendes:

  1. Der Verbraucher erhält echten Ökostrom – RECS-Strom ist explizit ausgeschlossen!
  2. Der Stromanbieter darf keine AKW betreiben und darf auch keine Beteiligungen an AKWs haben!
  3. Mindestens 1 Cent/kWh des gekauften Stroms fließen in den Ausbau von Erneuerbaren Energien!
    –> zum GSL-Kriterienkatalog

Wir begrüßen auf dieser Grundlage ausdrücklich den BonnNatur-Tarif der Stadtwerke Bonn. Inakzeptabel finden wir allerdings, dass die SWB in den Neubau des Kohlekraftwerks Datteln investiert. Damit zementiert sie die Nutzung einer ineffizienten CO2-Schleuder für die nächsten 40 Jahre.

Nachfolgend noch eine Liste von “Ökostrom-Mogelpackungen” die wir ausdrücklich NICHT empfehlen wollen:

  • RWE ProKlima Strom regenerativ
  • MeinÖkoTarif von E wie einfach – Tochterunternehmen von E.ON
  • Easy Natur von Vattenfall
  • NaturEnergie – Mehrheitsbeteiligung von EnBW

…. und wer glaubt, dass die großen vier Energiekonzerne RWE, EON, Vattenfall und EnBW in Erneuerbaren Energien investieren, der sollte die aktuelle Greenpeace-Studie lesen: Deutschlands Energieriesen: Zu 0,5 Prozent nachhaltig (vom 18.4.2011)

Weder die Liste der oben aufgeführten Ökostromanbieter noch die Liste der Mogelpackungen ist vollständig. Wenn Sie einen weiteren Anbieter empfehlen bzw. entlarven möchten, schreiben Sie uns eine E-mail. Bitte begründen Sie Ihre Annahmen und nennen uns Ihre Quellen. Auch bei Fragen zu einem bestimmten Anbieter können Sie sich gerne an uns wenden unter: energie@greenpeace-bonn.de.

Klimaschutz statt Kohleschmutz

Bei der Hauptversammlung der RWE Aktiengesellschaft am 19. April protestieren Greenpeace Aktivisten aus Nordrhein-Westfalen unter dem Motto “Klimaschutz statt Kohleschmutz” vor der Grugahalle in Essen.
Der Protest gegen RWEs Pläne in Niederaußem findet am selben Tag in mehreren Städten NRWs statt, unter anderem auch in der Bonner Innenstadt (Bottlerplatz, 16 bis 18 Uhr).

Sollte RWE seine Pläne verwirklichen, würde das neue Braunkohlekraftwerk seinen traurigen Spitzenplatz behalten. Mit 27 Mio. Tonnen CO2-Ausstoß jährlich ist Niederaußem der Kraftwerksstandort mit den höchsten CO2-Emissionen Deutschlands. Dabei ist die Braunkohletechnologie nicht mal effizient: selbst bei modernsten Kraftwerken bleibt mehr als die Hälfte der Energie ungenutzt. Darüber hinaus benötigen auch Tagebau und Transport viel Energie.

Greenpeace fordert, bis zum Jahr 2030 schrittweise aus der Braunkohlenutzung auszusteigen und einen Umstieg auf 100 Prozent Erneuerbare Energien bis zur Mitte des Jahrhunderts voranzutreiben. Ein konkretes Szenario dafür legt Greenpeace mit der Studie „Plan B“ vor.

Infos auf unserer facebook-Seite: http://www.facebook.com/KlimaschutzstattKohleschmutz

Klimaschutz statt Kohleschmutz – Kein Neubau in Niederaußem!

RWE plant ein neues Braunkohlkraftwerk in Niederaußem. Das würde einen traurigen Spitzenplatz einnehmen: Denn mit 27 Mio Tonnen Kohlenstoffdioxid-Ausstoß jährlich wäre es die größte CO²-Schleuder Deutschlands. Für das neue Braunkohlekraftwerk müsste aber zuerst der Regionalplan geändert werden. Darüber entscheidet der Regionalrat in Köln.

Am Freitag, den 23. März, demonstriert das Aktionbündniss ausgeCO²hlt bei der Sitzung des Regionalrats gegen das neue Braunkohlekraftwerk BoAplus in Niederaußem. Ab 9 Uhr werden die Mitglieder des Regionalrats vor der IHK, Zeughausstraße 2-10, lautstark empfangen mit Musik und Redebeiträgen von ausgeCO²hlt und BürgerInneninitiativen aus dem Rheinischen Braunkohle-Revier. Im Anschluss an die Kundgebung werden viele Menschen an der öffentlichen Regionalratsversammlung teilnehmen.

Auch Greenpeace-Aktivisten aus der Region werden sich an der Protestaktion beteiligen und fordern „Klimaschutz statt Kohleschmutz – Kein Neubau im Niederaußem!“ Denn hier werden künftig – je nach politischer Entscheidung – die Weichen für den Neubau des Braunkohlekraftwerks in Niederaußem gestellt.

Gute Gründe gegen BoAplus in Niederaußem:

Klimakiller Braunkohle:
27 Mio Tonnen CO² pro Jahr allein in Niederaußem führen uns geradewegs in die Klimakatastrophe. Das ist mit den Klimaschutzzielen der Bundesregierung nicht vereinbar. Die Energiewirtschaft muss umdenken.

Vorrang für die Gesundheit:
Neben CO² werden bei der Verbrennung unter anderem jede Menge Feinstaub, Quecksilber, Schwefeldioxid und Stickoxide freigesetzt. Nicht nur Gift für das Klima, sondern auch für die Gesundheit.

Braunkohle ist kein Jobmotor:
Bei jedem Neubau werden in der Regel weniger Menschen beschäftigt als im alten Kraftwerk. Die Erneuerbaren Energien hingegen generieren langfristig neue Jobs.

Technik aus dem letzten Jahrhundert:
Die Energieversorgung der Zukunft muss Ressourcen wirkungsvoller ausnutzen. Selbst bei modernsten Braunkohlekraftwerken gehen 55 Prozent der fossilen Energie verloren. Das ist weder intelligent noch effizient. Ein Ausbau in Niederaußem zementiert die veraltete Technik für die nächsten 40 Jahre.

Weitere Informationen:
Der Weg zur 100-prozentig nachhaltigen Energieversorgung – Das Greenpeace-Energiekonzept zeigt: Deutschland kann die Wende schaffen und international eine Vorreiterrolle einnehmen. Raus aus der Atomkraft bis 2015, raus aus der Kohlekraft bis 2040, Ausbau der Erneuerbaren Energien. Wie das im Einzelnen geht, zeigt „Der Plan„.

Einen Großteil unseres Energiebedarfs decken wir derzeit aus fossilen Energien wie Kohle, Öl und Gas. Bei ihrer Verbrennung entsteht immer das Treibhausgas Kohlendioxid (CO²). Das ist schlecht fürs Klima. Um die fossilen Großkraftwerke ungestört weiter betreiben zu können, beschwören die Energiekonzerne beharrlich das Märchen von der sauberen Kohle. Aber saubere Kohlekraftwerke gibt es nicht. Mehr Infos hier.

Das Bündniss ausgeCO²hlt fordert den sofortigen Braunkohleausstieg. Ziel ist es, eine breite Protestbewegung gegen RWE und die weitere Nutzung der Tagebaue im Rheinischen Braunkohlerevier zu organisieren. Dabei unterstützt ausgeCO²hlt den Widerstand in den Abbaugebieten in der Lausitz und im Raum Leipzig. Gemeinsam macht ausgeCO²hlt die Braunkohlereviere zu symbolischen Orten für die Klimabewegung.
Hier gibt es mehr Infos zum Aktionsbündniss ausgeCO²hlt und zum geplanten Protest gegen den Kraftwerksneubau in Niederaußem.

07. Januar: Infostand zum AKW Neubau in den Niederlanden

Nach den dramatischen Ereignissen in Fukushima, deren Konsequenzen noch längst nicht endgültig absehbar sind, hat Deutschland endlich den Ausstieg aus der Atomkraft auf den Weg gebracht. Andere Länder erwägen dasselbe oder wollen gar nicht erst einsteigen.

Die Niederländer hingegen wollen nun zu ihrem einzigen AKW, dessen Laufzeit schon zweimal verlängert wurde, ein weiteres Kernkraftwerk bauen und das Unternehmen RWE will sich daran beteiligen. Der Standort des ersten sowie des geplanten AKW liegt in Borssele / Zeeland, an der Westerschelde, die direkt mit der Nordsee verbunden ist.

Borssele liegt 260 km Luftlinie westlich von Bonn. Selbst bei kleineren Störfällen trägt der Westwind die radioaktiven Partikel bis zu uns, von einem großen Störfall wären wir direkt bedroht.

Laut EU-Gesetz haben wir Deutschen als direkte Nachbarn das Recht zur Stellungnahme zum Neubau eines AKW. Nicht zufällig wurde die kurze Frist für die Stellungnahme auf den Zeitraum 2. Dezember 2011 bis 12. Januar 2012 gelegt. Zudem liegt der entsprechende Text, die Strategische Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nicht einmal in deutscher Sprache vor, sondern nur in Niederländisch und Englisch.
Wir protestieren gegen dieses scheindemokratische Verfahren und die bewusst in Kauf genommenen Risiken.

Alle Interessierten finden uns mit unserem Info-Stand am 07.01. auf dem Bottlerplatz, wo Sie unseren Protest durch Unterschriften unterstützen können!