Archiv der Kategorie: Aktionen

Atommüll nicht unter den Teppich kehren, Herr Westerwelle!

Das Thema Atommüll darf nicht unter den Teppich gekehrt werden! (Foto: Greenpeace Bonn / Peter Dörrie)

Unser Außenminister Guido Westerwelle nahm heute gleich zwei Gelegenheiten war, um die Wähler vor der Landtagswahl von den Positionen der FDP zu überzeugen. Das war für uns natürlich ein ausgezeichneter Anlass, an der Überzeugung der FDP für den Atomausstieg zu arbeiten.

Sowohl bei einem Vortrag des Ministers und Vizekanzlers in der Uni Bonn, als auch bei einer anschließenden Veranstaltung in der Beethovenhalle war Greenpeace Bonn präsent. Der Flyer mit Informationen zur Atomkraft fand wieder reißenden Absatz und manch ein Besucher ließ sich zu Diskussionen über den (Un)Sinn der Atomkraft hinreißen. Uns ging es dabei vor allem auch um das Thema Atommüll, dass von der FDP im Wahlkampf immer noch gerne unter den Teppich gekehrt wird. Hoffentlich konnten wir überzeugen 😉

Ein paar Fotos gibt es natürlich bei Flickr. Wenn ihr gerne automatisch von solchen Aktionen erfahren wollt, dann abonniert doch den RSS-Feed, oder folgt uns bei Twitter!

Greenpeace auf der Zuhörtour

Auflauf der CDU-Granden in Bonn: Nachdem Herr Röttgen schon am Mittwoch zu Besuch war, ist gestern auch Ministerpräsident Jürgen Rüttgers im Rahmen seiner Zuhörtour vorbei gekommen. Wir waren natürlich auch dabei!

Unsere Botschaft war dabei im wesentlichen die selbe: Die Bürger NRWs haben am 9. Mai die Gelegenheit, den Ausstieg aus dem Ausstieg zu verhindern. Am schönsten wäre es natürlich, wenn Herr Rüttgers sich auch ohne das Votum an den Wahlurnen klar gegen die Nutzung der Atomkraft positionieren würde. Aber darauf darf wohl nicht gehofft werden.

Das hat Herr Rüttgers auch durch die Antwort auf die Frage des „Bonner Bündnis für den Atomausstieg“ klar gemacht. Nach seiner Sicht auf die Atomkraft gefragt, stellte er die Ablehnung der Atomkraft in die Ecke der Polemik und machte klar, dass er in absehbarer Zeit keine Alternative für Atom- und Kohlekraft sieht.

Wer noch mehr Eindrücke von der Aktion haben möchte, findet wie immer ein paar Bilder bei Flickr. Außerdem gibt es noch unsere Presseerklärung.

Gemeinsam gegen Laufzeitverlängerungen

Gestern war unser Bundesumweltminister Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Dr. Norbert Röttgen (CDU), im Bonner Volksbankhaus, um dort zur geneigten Wählerschaft zu sprechen. Greenpeace Bonn war auch da, um vor dem Gebäude die Bürger über die Gefahren der Atomkraft zu informieren.

Dabei waren auch die Leute von Campact und zusammen waren wir wohl um die 20 Atomkraftgegner vor dem Haupteingang. Herr Röttgen kam leider durch die Hintertür in das Gebäude, darum konnten wir ihm keinen unserer neuen Flyer in die Hand drücken.

Mehr Fotos vom Infostand gibt es natürlich bei Flickr. Details zur Position von Greenpeace können in der gestrigen Presseerklärung nachgelesen werden.

Video vom Die In in Düsseldorf

Im letzten Monat gab es in Düsseldorf eine gemeinsame Aktion der Greenpeace-Gruppen in NRW: Einen Anti-Atom Die In.

Die Aktion war ein schöner Erfolg,  mit mehr als 90 teilnehmenden Aktivisten aus dem ganzen Bundesland. Wer nicht dabei war, kann sich im folgenden Video einen Eindruck verschaffen:

Fotos der Aktion gibt es natürlich auch. Hier gehts zu Flickr!

KitKat und die Orang-Utans

BürgerInnen konnten sich am Infostand per Brief direkt an Nestlé wenden. (Foto: Peter Dörrie)

Was hat KitKat mit Orang-Utans zu tun?

Viel mehr als man denkt! Aus diesem Grund informierte am heutigen Samstag die Greenpeace Gruppe Bonn die Bürger in  Bad Godesberg über das Schicksal des Urwaldaffens. Auf großen Plakaten war anhand eines Comics zu verfolgen, wie der Lebensraum des Orang Utans und anderer Tiere dem Anbau riesiger Ölpalm-Monoplantagen weichen muss.

Immer neuer Urwald wird für diese Zwecke gerodet, bei gleich bleibenden Tempo ist die Fläche Indonesiens in wenigen Jahren komplett entwaldet und damit mit dem Orang-Utan die Vielfalt des Regenwaldes verschwunden.

Das Geschäft ist lukrativ, denn für das Palmöl gibt es in Europa einen großen Absatzmarkt.

So verwendet der Lebensmittelhersteller Nestlé für viele seiner Produkte, u.a. den beliebten „KitKat“, in der Regel  Palmöl der Sinar Mas Gruppe. Diese ist einer der größten Konzerne Indonesiens, der wertvollen Regenwald in Orang-Utan Gebieten einschlägt. Er verstößt dabei gegen internationale Standards und indonesisches Recht und hat massive Expansionspläne.

Auffallend rote Plakate, auf denen ein Orang-Utan durch eine „KitKat-Pistole“ bedroht wird, vermittelten am Samstag die Botschaft von Greenpeace, die im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages neben Bad Godesberg auch in 38 anderen Städten verbreitet wurde:  „Give the Orang-Utan a break“.

Auch die Verbraucher waren eingeladen mit diesem Slogan ihren Protest an Nestlé Deutschland mittels von Greenpeace gestalteten Protestpostkarten kund zu tun.

Der Anbau von Palmöl, wie es auch im KitKat-Schokoriegel enthalten ist, bedroht den Lebensraum der letzten Orang-Utans. (Grafik: Greenpeace)

Übrigens: Neben Nestlé gibt es noch weitere schwarze Schafe: Beispielsweise auch in Bahlsen Keksen, der Prinzenrolle, Toffifee, in Maggi-Produkten, Kosmetik von Schwarzkopf oder Waschmitteln wie Persil, Spee und Terra Aktiv von Henkel kann Palmöl aus Urwaldzerstörung enthalten sein.

Ziel der Aktion von Greenpeace ist es jedoch, sich auf ein führendes Unternehmen zu konzentrieren und dieses zum Wechsel zu bewegen, dessen Beispiel sich die Übrigen sehr wahrscheinlich anschließen werden. Nach Greenpeace-Protesten im März kündigte Nestlé bereits die direkten Lieferverträge mit Sinar Mas, bezieht allerdings den Großteil des verwendeten Palmöls weiterhin über Zwischenhändler, die immer noch von Sinar Mas kaufen.

Wenn Sie sich auch für den Schutz der letzten Orang-Utans einsetzen wollen, können Sie hier eine Petition gegen die Nutzung von Indonesischem Palmöl durch Nestlé unterschreiben.