Am 5. Oktober war ein Tag zur Solidarisierung mit der festgenommenen Crew der Arctic Sunrise. In 45 Ländern weltweit wurde protestiert. Die russische Küstenwache hat in internationalen Gewässern die gesamte Besatzung des Schiffes inhaftiert. Zwischen zwei Monate und 15 Jahre müssen diese jetzt wohl in Gefangenschaft bleiben. Grund war der Versuch einer friedlichen Protestaktion an einer Ölplatform von Gazprom. Die Verhinderung von Ölbohrungen in der Arktis ist nicht nur eine Verhinderung von Ölkatastrophen, sondern auch eine Reduzierung des Klimawandels, denn je mehr fossile Brennstoffe unberührt bleiben, desto geringer wird die globale Erwärmung in Zukunft ausfallen. Auch ein zehntel Grad verhinderte Erderwärmung kann ausschlaggebend sein, wenn es darum geht, die riskanten Kipppunkte im Klimasystem nicht zu überschreiten. Mit bandenmäßiger Piraterie hat die Protestaktion also nichts zu tun. Das Foto zeigt unseren Protest in Bad Godesberg. Passanten hatten die Möglichkeit, sich mit den „Arctic 30“ zu solidarisieren.
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Das Rheinische Braunkohlenrevier
Karte des Rheinischen Braunkohlenreviers
Diese Karte beinhaltet Informationen über die einzelnen Dörfer, die von der RWE Power AG abgebaggert wurden oder noch abgebaggert werden, um an die darunter liegende Braunkohle zu gelangen. Auch die Kraftwerke, Tagebaue und Wasserwerke sind markiert. Die Braunkohlekraftwerke Neurath, Niederaußem und Weisweiler gehören zu den klimaschädlichsten Kraftwerken in Europa. Obwohl viele hocheffiziente Gaskraftwerke (GuD) zur Verfügung stehen, sind hauptsächlich die dreckigen Braunkohlekraftwerke in Betrieb. Würden die CO2-Zertifikate im EU-Emissionshandel nicht zu Spottpreisen versteigert werden, könnte man die Braunkohlekraftwerke herunterfahren und somit erheblich zum Klimaschutz beitragen. Zudem musste in letzter Zeit immer häufiger dafür bezahlt werden, dass die Nachbarländer den überschüssigen Braunkohlestrom abnehmen. Kohlekraftwerke lassen sich nämlich nicht flexibel regulieren. Da die Stromerzeugung der Erneuerbaren Energien glücklicherweise bereits bei 22 Prozent liegt, sind Kohlekraftwerke im Stromnetz fehl am Platz.
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Klimawelle ruft am Donnerstag zu Fahrraddemo auf [Termin]
Wer schon immer mal ganz gemütlich auf den Hauptverkehrsstraßen Bonns rumfahren wollte, bekommt am Donnerstag seine Gelegenheit. Die Klimawelle ruft zu einer Fahrraddemo auf.
Ankündigung von der Klimawelle: Sprit sparen – Fahrrad fahren ! Ökostrom für alle Bahnen!
Unter diesem Motto findet am Donnerstag den 3.6. die Fahrraddemo der Klimawelle statt. Alle TeilnehmerInnen sind aufgerufen mit Fahrrädern und Inliner, gerne auch mit Liegendfahrrädern oder Elektrofahrzeugen um 15:30 Uhr zum „Am Alten Zoll“ in Bonn zu kommen. Gemeinsam werden wir eine ca. 10 km lange Route rund um die Bonner Innenstadt fahren. Durch unsere Demo werden wir den Verkehr entschleunigen. Mit selbstgeschmückten Fahrrädern und mit Musik werden wir die Straßen mal ganz anders nutzen. Wir wollen aufzeigen, wie angenehm Verkehr sein kann, so ganz ohne Abgase, Gestank und Feinstaub mit viel Platz und Musik statt Autolärm.
Deshalb „Pimp your bike“, schwinge dich auf’s Fahrrad oder schnalle dir dein Inline-Skater an!
Do 3.6. | 15:30 Uhr | „Am Alten Zoll“, Bonn | www.klimawelle.de

