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Eisbärdame Paula zu Besuch in Bonn

Wer hat sie gesehen – unsere Eisbärdame Paula? Im Museum König und auf dem Friedensplatz haben wir mit einer lebensechten Eisbärattrappe auf die Bedrohung der Arktis aufmerksam gemacht. „Für Eisbären wie Paula drängt die Zeit: Das Verschwinden der arktischen Meereisdecke erschwert für sie die Nahrungssuche und ermöglicht es Ölkonzernen wie Shell und Gazprom, in bisher unberührten Gebieten nach Öl und Gas zu bohren“, heißt es in unserer Presseerklärung.  Viele Bonner haben unsere Petition zum Schutz der Arktis unterschrieben, sowie es weltweit bereits knapp vier Millionen Menschen getan haben.

Fotos: Christian Oslislo

180 Demonstranten auf Demo in Bonn

Danke an alle TeilnehmerInnen bei unserem Laternenumzug zum russischen Konsulat. Mit 180 Leuten sind wir in Bonn Bad Godesberg gestartet und haben ein Zeichen für den Schutz der Arktis und die Freiheit der Umweltschützer gesetzt. Am Konsulat wurden die Namen und einige weitere Informationen über die Aktivisten vorgelesen. In 40 Ländern und 178 Städten gab es heute Aktionen für die Arctic 30. Die russischen Behörden haben beantragt, die U-Haft um 3 Monate zu verlängern. Wir sagen, dass nicht die Umweltschützer, sondern Gazprom und andere Ölkonzerne auf die Anklagebank gehören, denn die Arktis ist ein sehr sensibles Ökosystem. Eine Ölkatastrophe hätte verheerende Folgen. Aber auch der laufende Betrieb der Ölförderung wäre sehr umweltschädlich, denn angesichts der prognostizierten und schon zu beobachtenden Klimafolgen, ist die Ölförderung nicht akzeptabel.

Einladung zum Laternenumzug „Arctic 30“

Wir laden Sie ein, am Samstag, den 16.11. mit uns zum russischen Konsulat zu laufen.

Weiterhin sind die 28 Aktivisten und zwei Fotojournalisten in Haft, da sie friedlich an einer Ölplattform in der Arktis protestieren wollten. Umweltschutz ist kein Verbrechen! Wir möchten, dass sich der Generalkonsul in Bonn dafür einsetzt, dass die Aktivisten und unser Schiff freigelassen werden. Außerdem soll die Arktis zum Schutzgebiet und nicht zum Industriegebiet werden!

Wir treffen uns um 16 Uhr auf dem Moltkeplatz in Bad Godesberg. Vom Bahnhof kann man bequem dorthin laufen. Später werden wir gemeinsam mit Martinslaternen zum russischen Konsulat gehen (ca. 3 km). Um 19 Uhr endet die Veranstaltung wieder am Moltkeplatz. Gerne können auch Laternen gebastelt und mitgebracht werden. Wir freuen uns auf viele Teilnehmer.

Vor dem Konsulat werden wir wahrscheinlich von 17-17.30 Uhr sein.

So sieht unsere Route aus: Hinweg: Moltkeplatz, Moltkestraße, Theaterplatz, Am Fronhof, Pfarrer-Minartz-Straße, Winterstraße, Dechant-Heimbach-Straße, Quellenstraße, Am Stadtwald, Axenfeldstraße, Vennerstraße, Waldstraße.

Rückweg: Waldstraße, Vennerstraße, Horionstraße, Winterstraße, Dechant-Heimbach-Straße, Am Fronhof, Theaterplatz, Moltkestraße, Moltkeplatz.

Hier finden Sie unsere Facebook-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/361990600603803/?ref_dashboard_filter=upcoming

Arctic 30 weiterhin in Haft

Seit dem 19. September werden 28 internationale Greenpeace-Aktivisten sowie zwei Bildjournalisten von den russischen Behörden festgehalten – wegen friedlicher Greenpeace-Proteste an einer Gazprom-Ölplattform in der arktischen Petschorasee. Fordern Sie mit uns ihre sofortige Freilassung: https://service.greenpeace.de/themen/oel/mitmach_aktionen/aktion/protest_e_mail/freilassung_der_greenpeace_aktivisten/

Foto: Monika Mehnert / Greenpeace Bonn

Auch in Bonn haben wir wieder Unterschriften für die Freilassung der Umweltschützer gesammelt, wie hier auf dem Remigiusplatz am 19. Oktober.

Greenteam Arktis-Tag

von Julia Prume

Umweltschutz geht nur Erwachsene an? Von wegen – an einem verregneten Samstag im September bewiesen 16 junge BonnerInnen im Alter von 9-14 Jahren das Gegenteil.

Die jungen Umweltschützer sind nicht damit einverstanden, dass der Lebensraum des Eisbären und vieler weiterer ans Meer angepasster Tiere wie Fische, Vögel und Meeressäuger aufs Spiel gesetzt werden soll. Die globale, anthropogene Erwärmung führt an den Polen zu einer Eisschmelze und reduziert u. a. das Packeis der Arktis. Dies ermöglicht den Zugang zu neuen Fischgründen und Rohstoffen. Ein hohes Risiko birgt die Ölförderung. Käme es zu einem Ölunglück, gäbe es keine angemessene Möglichkeit, den Schaden zu beheben – dies haben Ölkatastrophen in der Vergangenheit bereits gezeigt, unzählige Tiere starben qualvoll. Nun kann man sich die Überforderung angesichts einer Katastrophe in einem extremen Lebensraum wie der Arktis nur zu gut vorstellen. Hier könnte ein Katastrophengebiet über Monate nicht zugänglich sein, da die in den Sommermonaten noch zugänglichen Flächen im Winter vereist sind. Zudem könnten Mikroorganismen das Öl aufgrund der Kälte schlechter zersetzen.

Vor diesem Hintergrund sammelten die Kinder im Rahmen des am 14.09.2013 stattfindenden bundesweiten Greenteam-Aktionstags fast 300 Unterschriften für ein Schutzgebiet „Hohe Arktis“, innerhalb dessen jegliche industrielle Nutzung verboten sein soll. Angezogen wurden die Passanten am Remigiusplatz durch große Banner und einen kreativ geschmückten Stand.

Die Unterschriften sollen Anfang November 2013 der neuen Bundesregierung überreicht werden. Ziel ist es, 25.000 Unterschriften zu sammeln, da dies der Größe der derzeitigen Eisbärenpopulation entspricht.

Wer gerne einem Eisbären symbolisch seinen Namen geben möchte, ist herzlich eingeladen, folgende Seite aufzurufen:

http://www.kidsfuerdiearktis.greenpeace.de/index.php

Wer mehr über Greenteams, Kinder von 9-14 Jahren, die sich in Kleingruppen zusammenschließen, um gemeinsam Umweltprobleme zu entdecken und aufzuklären, erfahren möchte, wird hier fündig:

http://kids.greenpeace.de/mitmachen