Archiv der Kategorie: Energie

Klima- oder Kohlekanzlerin? – Greenpeace demonstriert gegen die Kohleverstromung

30.05.2015 – Eine Woche vor dem G7-Gipfel im bayerischen Schloss Elmau gab es eine bundesweite Greenpeace-Aktion, an der sich neben Bonn auch 60 weitere Städte beteiligt haben. Dabei wurde die Kanzlerin Angela Merkel dazu aufgefordert, sich beim Treffen der sieben bedeutendsten Industrienationen weltweit stärker für den Klimaschutz einzusetzen.
2007 versprach die Kanzlerin, den CO2-Ausstoß in Deutschland um 40% bis zum Jahr 2020 zu senken, was ihr das Prädikat „Klimakanzlerin“ einbrachte. Acht Jahre später qualmt es immer noch aus uralten Kohlekraftwerken – obwohl Braunkohle der klimafeindlichste aller Energieträger ist.

Auf Bannern fragt Greenpeace Frau Merkel deshalb,  was sie zukünftig sein möchte - „Klima- oder Kohlekanzlerin?“.
Auf Bannern fragt Greenpeace Frau Merkel deshalb, was sie zukünftig sein möchte – „Klima- oder Kohlekanzlerin?“.

Neben dem Protest ging es uns (Greenpeace) vor allem darum, Passanten zu informieren und Unterschriften für eine Petition an den Energie- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu sammeln. Mit dieser fordern wir den Minister dazu auf, 30 der dreckigsten und ineffizientesten Kohlemeiler abzuschalten. Nur dadurch kann Deutschland sein Klimaschutzziel 2020 erreichen.
Gabriel hatte daher vorgeschlagen, eine Klimaabgabe auf alte Kohlekraftwerke einzuführen. 22 Millionen Tonnen CO2 sollten damit eingespart werden, um einen Beitrag zur Erreichung der gesteckten Klimaziele zu leisten. Energiekonzerne, Gewerkschaften und Teile der CDU aber blockieren diesen Vorschlag. Dem Druck der Kohlelobby hielt Gabriel nicht lange Stand; sein neuer, abgespeckter Vorschlag sieht jetzt vor, dass Kraftwerksbetreiber nun nur noch 16 Millionen Tonnen CO2 einsparen sollen. Damit verfehlt die Bundesregierung jedoch ihr Klimaziel.
Bis Mitte Juni sammeln wir daher weiterhin Unterschriften für die Petition an den Wirtschaftsminister. Wenn auch du die Energiewende vorantreiben möchtest, dann unterstütze uns mit deiner Stimme und fordere den Minister dazu auf, die dreckigsten und ineffizientesten Kohlemeiler abzuschalten:
http://www.greenpeace.de/Energiewende%20vorantreiben#machmit

Arktis-Kampagne beim Grönemeyer-Konzert

Im Rahmen eines Grönemeyer-Konzerts fand hat Greenpeace Bonn eine Arktisschutz-Kampagne organisiert. Auf dem Konzert-Gelände haben sich fünf engagierte Greenpeacer die Mühe gegeben, von den Konzert-Besuchern Unterschriften für die Einrichtung einer Schutzzone in der Hohen Arktis. Denn Der internationale Ölkonzern Royal Dutch Shell will in einer der letzten unberührten

Regionen der Erde nach Öl bohren. Nach einer beispiellosen Pannenserie im Jahr 2012 will Shell im Sommer 2015 trotz massiver Bedenken und internationaler Proteste in die Arktis zurückkehren. Viele der 23.000 Besucher des Konzerts haben ihre Unterstützung bekundet, indem sie ihre Unterschrift abgegeben haben. Sie wurden darüber informiert, welche Folgen eine mögliche Katastrophe in der Arktis hätte. Das unkontrollierte Austreten von Öl wie bei der Explosion der „Deepwater Horizon“-Plattform im Golf von Mexiko 2010 – in die kalte, eisbedeckte arktische See würde verhängnisvolle Folgen auf die Umgebung haben. Eisige Temperaturen, starker Wellengang, regelmäßige orkanartige Stürme, eine lange Periode absoluter Dunkelheit und damit ein sehr kurzes Zeitfenster um handeln zu können, machendie Bohrungen sehr riskant. Hinzu kommt, dass die Bohrstellen sehr weit von jeglicher Zivilisation entfernt liegen und eine Infrastruktur für Rettungsmaßnahmen vollkommen fehlt. Deshalb sind viele Experten und Umweltschützer gegen die Pläne von Shell.

„BLACK ICE – Aufgeben kommt nicht in Frage“ – Die Geschichte der Artic30-Aktivisten

Kinovorstellungen des Dokumentarfilms am Dienstag, den 02.06 (Rex-Kino, Bonn) und Mittwoch, den 03.06. (Odeon Kino, Köln) jeweils um 20 Uhr

foto black ice

Mit einem Einblick hinter die Kulissen erzählt ‘Black Ice’ die Geschichte der ARCTIC30, einer Gruppe von Umweltaktivisten, denen in Russland der Prozess gemacht wurde. Alles begann mit einem „normalen“ Protest gegen Öl-Bohrung in der Arktis und endete mit einem internationalen Gerichtsdrama.

Anhand von nie zuvor gesehenen Originalaufnahmen wird vom Moment ihres Aufbruchs in die Arktis über den Protest bei der umstrittenen Ölplattform Prirazlomnaya bis zu ihrer Verhaftung, ihrer Gefangenschaft und den darauffolgenden Ereignissen berichtet.

Der Film wird in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Weitere Infos zum Film: http://blackicemovie.net/

Trailer on YouTube:  http://youtu.be/ZnqN6AaFE_I

Trailer on Vimeo:  https://vimeo.com/97414641

Anti-Kohle-Kette in Garzweiler

Am 25.04.15 war die Jugend-Aktions-Gruppe aus Bonn bei der Demonstration für einen Kohleausstieg und ein Erweiterungsstopp des Tagebaus beteiligt. 

Alles, was wir tun, hat Konsequenzen. Der Computer oder das Handy, auf dem diese Seite gelesen wird, verbraucht Strom. Strom, der irgendwo erzeugt werden muss. Obwohl es möglich wäre, den Energiebedarf mit Hilfe von regenerativen Energien zu decken, fressen sich im Tagebau Garzweiler Bagger so groß wie Hochhäuser durch die Landschaft, vernichten Dörfer, Wälder und Felder. Dadurch entstehen Unmengen an Treibhausgasen, gesundheitsgefährdenden Abgasen und giftigen Grundwasser.
Ist es gerechtfertigt, dass ein Konzern so vielen Menschen die Heimat nimmt und die Umwelt zerstört nur um Geld zu scheffeln? Der Tagebau erstreckt sich über 48 Quadratkilometer. 48 Quadratkilometer natürliche Landschaft werden vernichtet und wer wird die langfristigen Folgen bezahlen?

Es ist nicht damit getan, dass der Tagebau die Landschaft vernichtet, bei der Stromerzeugung in Kohlekraftwerken werden große Mengen an CO2 freigesetzt, Feinstaub gefährdet die Atemwege von Menschen und Tieren.

Wer also tröstet die Menschen, die an Lungenkrebs erkranken, weil sie die Luft neben den dreckigen Kraftwerken einatmen mussten? Wer zählt die Toten, die dem Klimawandel zum Opfer fallen, beschleunigt von der Gier nach kurzfristigem Profit?
Nicht RWE, nicht die Landesregierung, die diese Projekte gebilligt hat.

Die 7,5 km lange Menschenkette hat ein Zeichen gesetzt. Ein Zeichen, das bei den geldgeilen Konzernbossen hoffentlich Gehör finden wird.

Die Greenpeace Jugendgruppe hat sich an der Menschenkette beteiligt, weil es Alternativen gibt. Der Ausbau erneuerbarer Energien muss gefördert werden bei gleichzeitigem Ausstieg aus der Kohlekraft!

Klein und Groß ermöglicht Probe-Menschenkette auf dem Bottlerplatz

Erfolgreiche Vorbereitungen für die geplante Anti-Kohle-Kette am Braunkohletagebau Garzweiler

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Als Vorbereitung für die am 25. April am Braunkohletagebau Garzweiler stattfindende Anti-Kohle-Kette, haben Greenpeace Bonn zusammen mit AntiAtomBonn am 11.04. im Rahmen eines bundesweiten Gruppen-Aktionstags eine Probe-Menschenkette durchgeführt. Die Aktion fand auf dem Bottlerplatz in der Bonner Innenstadt statt, auf dem sich Interessierte sich zwischen 11 und 15 Uhr an einem Infostand informieren konnten. Die Probe-Menschenkette selbst wurde von 12:00 bis 12:10 Uhr durchgeführt, wobei sich insgesamt 93 Menschen versammelten, um gemeinsam ein Zeichen gegen den Abbau der Braunkohle zu setzen. Eine erfreuliche Zahl, denn es konnten mehr Menschen mobilisiert werden als im letzten Jahr, in dem nur ca. 80 Menschen auf die Straße gingen.

Nicht nur die Menschenkette an sich war Bestandteil der Aktion, auch wurden die Passanten über die Risiken des Braunkohleabbaus informiert. Darunter fällt unter anderem die Verschmutzung der Umwelt durch Feinstaub und Quecksilber. Unterstützung fanden wir durch eine Vertreterin von Campact, beispielsweise durch das gemeinsame Verteilen von Flyern.

Das Ziel auch weiterhinAnti-Kohle_Kette_Unterschriften Menschen für die eigentliche Anti-Kohle-Kette zu begeistern, wurde mehr als erreicht. Die Teilnehmer hatten am Samstag nicht nur viel Spaß, sondern ergatterten teilweise direkt vor Ort ein Busticket zur Anti-Kohle-Kette. Ebenfalls konnte jeder auf einem speziellen Banner, das mit zur Anti-Kohle-Kette genommen wird, seine Unterschrift leisten. Dabei wurden wir vom Wetter verschont. Zwar zog es sich später etwas zu, doch wartete der Regen geduldig bis die Probe-Menschenkette zu Ende war.

Schön war außerdem, dass reges Interesse herrschte und auch im späteren Tagesverlauf noch vereinzelt Passanten nach der, zu diesem Zeitpunkt leider schon wieder aufgelösten, Probe-Menschenkette fragten. Aber es ist nie zu spät, vielleicht sieht man sich ja schon bei der nächsten Probe-Menschenkette am Braunkohletagebau Garzweiler.

Für den insgesamt erfolgreichen Tag bedankt sich Greenpeace Bonn bei allen, die die Probe-Menschenkette möglich gemacht haben.

Probemenschenkette auf dem Bottlerplatz

Am 11.04 findet ein Gruppen-Aktions-Tag zum Thema Braunkohle statt, und zwar am Bottlerplatz. Wir wollen eine Probe-Menschenkette organisieren, um im friedlichen Rahmen gegen Braunkohle zu demonstrieren! Und benötigen dafür tatkräftige Unterstützung. Wenn ihr uns helfen wollt, kommt doch vorbei! Wir sind zwischen 11.00h und 15.00h auf dem Bottlerplatz, die Probemenschenkette soll um 12.00h stattfinden!