Archiv der Kategorie: Wälder und Meere

Greenteams auf der Familienmesse „Bonn-Familyfirst“

Von Julia Prume

Bonn versteht sich nicht nur als Familienstadt, sondern auch als Standort für Nachhaltigkeit, was der 4. Familienmesse zu ihrem Motto „Unsere Erde“ und den Greenteams zu einem Stand auf eben dieser Messe verhalf.

Unsere Erde – das bedeutet nicht nur, dass wir alle ein Recht haben, auf und von dieser Erde zu leben und sie zu erleben, sondern das bedeutet auch, dass wir alle die Pflicht haben, unsere Erde zu erhalten, für unsere Nachkommen. Das Sensibilisieren für den Umgang mit der Natur war Anliegen der Aussteller, die überwiegend aus den Bereichen Gesundheit, Natur und Umwelt kamen.

Wir zum Beispiel. Die Grünen Eichhörnchen und Die drei Tierherzen, zwei Greenteams aus Bonn. Dank eines aufgeschlossenen Publikums sammelten wir einige Unterschriften für das Schutzgebiet „Hohe Arktis“, das einen Raubbau an der Natur in der Arktis zu verhindern sucht. Die Unterschriften werden der UN-Generalversammlung in diesen Tagen präsentiert, eine Aufforderung zum Handeln.

Außerdem verteilten wir die aktuellen Fischeinkaufsratgeber, die einen Überblick verschaffen, welche Fischbestände nicht überfischt sind. Die Reaktionen waren vielfältig. Von Desinteresse, über Erstaunen über das vorherrschende Rot (rot steht natürlich für überfischt) oder Begeisterung über die differenzierte Betrachtungsweise (es werden überfischte und noch nicht überfischte Bestände einer Art gekennzeichnet) bis hin zu einem freundlichen „Nein Danke“, man lebe schon vegan.

Für die ganz Kleinen, deren Interesse an Infoflyern und Unterschriftenlisten sich in Grenzen hielt, hatten wir zwei Puzzle parat: Das Eine stellt die Rainbow Warrior dar, das Andere Szenen von Walfängern und Greenpeacern in Schlauchbooten.

Näheres zur Messe findet man hier: http://www.bonn-familyfirst.de/

Wer sich für die Greenteams (Kindergruppen zwischen 9 und 14 Jahren) interessiert, wird hier fündig: http://kids.greenpeace.de/

Mitstreiter sind herzlich willkommen!

Fisch – beliebt, aber bedroht!

Eintrag von Schadstoffen und Müll, Beschleunigung des Klimawandels, Raubbau, Artensterben – die Überfischung der Meere birgt viele Gefahren für dieses einzigartige Ökosystem! Laut FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations), waren im Jahr 2013 weltweit bereits 57% der Speisefischbestände bis an die Grenze genutzt und ganze 30% der Bestände weltweit überfischt!

Um auf diese Probleme aufmerksam zu machen, veranstaltete die Wald-Meere-AG am Samstag, den 12.04.2014 zwischen 11 und 17 Uhr einen Stand zum Thema Überfischung auf dem Bottlerplatz in der Bonner Innenstadt.

Der sonnige Tag lockte viele Menschen in die Innenstadt und der im Netz gefangene Thunfisch war ein Hingucker für Jung und Alt.

Besonders interessant war für die Passanten aber auch der neue offizielle Greenpeace Fisch Einkaufs- ratgeber für das Jahr 2014! Auf wenigen Seiten und in praktischem Format, sind hier alle gängigen Fischarten aufgeführt. Dank eines anschaulichen Ampelsystems, kann man so beim Einkaufen darauf achten, Fisch aus gesunden Beständen, schonenden Fangmethoden oder nachhaltigen Aquakulturen zu kaufen. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher kann so mehr Transparenz bezüglich der jeweiligen Bestandssituation, der Fangmethoden und der daraus resultierenden Schäden gewährleistet werden. Unter folgendem Link können sich Smartphone Nutzer sogar eine Mobilversion des Fischratgebers herunterladen:

http://www.greenpeace.org/austria/Global/austria/code/2014/fish-guide/fish-guide-full.html?c=de

Auch der Beifang stellt ein großes Problem dar auf welches wir aufmerksam machen wollen! Unter Beifang versteht man den Fang von Organismen, die nicht Ziel der jeweiligen Fischerei sind, jedoch ungewollt mit in die Fischernetze geraten. Die verschiedenen Fangmethoden sind unterschiedlich mit Beifang belastet, wodurch der Kunde mithilfe des Greenpeace Fischratgebers auch hier einen Einfluss auf die Folgen der Fischerei nehmen kann.

Wir hoffen, dass die Menschen in Zukunft vermehrt darauf achten einen nachhaltigen Fischkonsum anzustreben und so seltener und bewusster Fisch zu essen! Greenpeace fordert daher unter anderem eine ökologisch verträgliche und nachhaltige Fischerei, die Einrichtung von weltweiten Meeresschutzgebieten, sowie faire Fischereiabkommen zwischen armen und reichen Ländern.

 

von Silja Zimmermann und Michelle Zülich

Teilnahme an Bonn Picobello

von Clarissa Figura

Um die Strände am Beueler Rheinufer von Müll zu befreien, trafen sich am
Samstag, den 12. Oktober 2013, sechs Mitglieder von Greenpeace Bonn im Rahmen
der in ganz Bonn stattfindenden Aktion BonnPicobello von BonnOrange. Nach drei
Stunden mühsamer Arbeit auf rund 1,4 km Uferzone zeigte sich leider eine
traurige Bilanz. U.a. wurden zwei komplett verrostete Einkaufswagen, Überreste
eines Fahrrads und mehrere größere Plastik- und Metallteile sowie lange Kabel
gefunden, von den vielen kleinen Plastikverpackungsteilen, Bierflaschen,
Scherben und vor allem Kronkorken ganz zu schweigen.

Nicht nur die Menge, die in dieser kurzen Zeit zusammen getragen wurde,
sondern vor allem auch die Beschaffenheit des Mülls, ist besorgniserregend.
Die kleinen Plastikteile (vor allem Verpackungs- oder Kleidungsreste und die
Inneneinsätze von Kronkorken) werden oft von Vögeln und Fischen
fälschlicherweise für Futter gehalten und verschluckt. Die Tiere
verenden danach meist elendig, da der Kunststoff nicht verdaut werden kann und
die Mägen verstopfen.
Die größeren Plastikteile gelangen über den Rhein ins Meer und werden durch
Reibung am Untergrund des Flusses und durch Sonneneinstrahlung auf offener See
weiter zerkleinert, letztlich bis hin zu Partikeln im Nano-Größenbereich.
Somit verlagern sich die Müllprobleme vom Fluss bis hin ins Meer und
beeinflussen auch dort das Tier- und Pflanzenleben. Und durch Fischerei können
die Stoffe über die Nahrungskette später sogar wieder zu uns gelangen.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich die NutzerInnen von Flüssen und Stränden
unsere Botschaft zu Herzen nehmen und rücksichtsvoller mit den gegebenen
Ressourcen umgehen. Nehmt euren Müll einfach wieder mit, es gibt in Strandnähe
genug öffentliche Mülleimer! Dadurch schützt ihr nicht nur die Tierwelt am
Rhein und anderen Flüssen und euch selber, sondern ihr erhaltet euch auch
zusätzlich noch die Schönheit eures Erholungsgebietes.

Demozug für den Schutz der Arktis

30 Grad im Schatten waren es am Samstag, als unsere Ehrenamtlichen durch die Bonner Innenstadt zogen. Hier lässt sich sehr gut deutlich machen, wie die steigenden globalen Temperaturen die Ölförderung begünstigen. Denn durch die Schmelze des arktischen Meereises werden neue Ölvorkommen zugänglich. Das macht den Weg für einen noch stärkeren Klimawandel frei. „Wäre hier Öl, Shell würde bohren“, war auf einem Banner der Ehrenamtlichen zu lesen. Dieses Banner wurde an vielen symbolträchtigen Orten in Bonn eingesetzt. Vom Bertha-von Suttner-Platz über die Bonngasse, dem Beethovenhaus, bis hin zum Remigiusplatz wurden viele Orte besucht. Ziel war es, zu zeigen, dass die Ölkonzerne derart skrupellos sind und sogar in der sensiblen Arktis nach Öl bohren wollen. Austretendes Öl hätte dort verheerende Folgen. In 50 anderen deutschen Städten wurden ähnliche Aktionen durchgeführt.

Obstblüten von Hand bestäuben?

Wie angenehm ist es doch, dass uns Bienen diese Arbeit normalerweise abnehmen. Greenpeace Bonn zeigte Besuchern des Bonner Frühlingsmarktes am 27.04., wie wir erreichen können, dass sie dies auch  weiterhin tuen…

Unsere Honigbienen und andere Bestäuber-Insekten sind nämlich gefährdet- und damit ist auch die Produktion von Gemüse und Obst gefährdet. Neben anderen Faktoren wie Parasiten und fehlenden Nahrungsquellen trägt vor allem die Verwendung von Pestiziden zum Bienensterben bei.

Das gilt insbesondere für Insektizide, die der Gruppe der Neonicotinoide angehören. Deshalb hatte Greenpeace in einem Appell an Ministerin Ilse Aigner dazu aufgerufen, für ein europaweites Verbot dieser Stoffe zu stimmen.

Auf dem Frühlingsmarkt gab es außer Informationen über Gefährdung und Schutzmöglichkeiten von Bienen auch praktische Unterstützung beim Bienenschutz. An unserem Stand konnten Besucher Tüten mit „Bienenschmaus“ erhalten. Diese enthalten Samen von einheimische Blütenpflanzen und Gräsern, welche für Bienen und Schmetterlinge nahrhaft und attraktiv sind.

Übrigens – bei der Abstimmung am 29.4. über den Vorschlag der Europäischen Kommission, drei der nachweislich besonders bienengefährlichen Pestizide versuchsweise für zwei Jahre zu verbieten, stimmte Ministerin Aigner tatsächlich für ein Verbot, was sie im März noch abgelehnt hatte.

Wir freuen uns mit den Bienen über diesen ersten Schritt in die richtige Richtung.

                                                                                                                                                                                                                   Monika Mehnert

I ♥ Arctic Menschenbild

Am 20.04. war der internationale Tag zum Schutz der Arktis. Weltweit fanden aus diesem Anlass in 280 Städten Fotoaktionen statt, die auf die Forderung nach einem Schutzgebiet in der Arktis aufmerksam machten.

Auch Greenpeace Bonn hatte zu einem Menschenbild in der Rheinaue eingeladen. Insgesamt nahmen ca. 60 Leute an dem Schriftzug teil.

Am 15.Mai werden Greenpeace-Aktivisten den Mitgliedern des arktischen Rates die Forderung nach einem Schutzgebiet zusammen mit einem Fotobuch übergeben, welches Bilder vom I ♥ Arctic-Tag enthält. Diese Bilder verdeutlichen, wie viele Menschen hinter der Forderung stehen.

Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. Falls Sie oder ihr Lust auf mehr Engagement bekommen habt: Wir würden uns über weitere Teilnehmer bei unserer Fahrrad-Tour am 05. Mai freuen.

Mehr Bilder vom 20.04. gibt es hier.