Archiv der Kategorie: Allgemein

Kleidertausch statt Kaufrausch

Wusstest Du, dass

  • jeder Deutsche im Schnitt 60 neue Kleidungsstücke pro Jahr kauft?
  • ein Party-Top im Schnitt nur 1,7 Mal getragen wird?
  • wir 40 Prozent unserer Kleidung praktisch nie tragen?
  • drei von vier Kleidungsstücken im Müll landen und nur eins recycelt wird?

Billige Massenware heizt den Konsum neuer Kleidungsstücke an – auf Kosten der Umwelt sowie der Arbeiterinnen und Arbeiter vor Ort. Über 50 Prozent des Frischwassers in China ist mit Chemikalien verunreinigt – vor allem durch die Textilindustrie.

Kleidertauschparty am 23.4.

Kleidertauschpartys sind eine Antwort auf den ungebremsten Modekonsum. Du bekommst neue Lieblingsstücke, ohne die Gewässer zu vergiften oder gewaltige Müllberge zu produzieren.

Mach mit – Du hältst die Fäden in der Hand:

  • Komm zu unserer Kleidertauschparty am Sonntag, 23. April 2017,
    11:00-15:30Uhr!

    • Wo? Haus 8, des Ermekeil-Geländes (Eingang neben Reuterstr. 61),
      53115 Bonn *(vorläufig)*
    • Wichtig: Bringe bis zu 5 Kleidungsstücke mit (keine Unterwäsche) und nimm bis zu 5 Kleidungstücke wieder mit. Du kannst auch 5 Lieblingsstücke mitbringen und z.B. nur eins wieder mitnehmen (oder umgekehrt).
  • Werde Konsumbotschafter auf

Wusstest Du schon? Auf der interaktiven Karte von Greenpeace findest Du Secondhand-Läden, Repair-Cafés oder Eco-Fashion-Stores in ganz Deutschland.

Interaktiver Mikroplastik-Stand im Sea Life, 19.11.16, 12:00 bis 16:00 Uhr

Kein Mikroplastik in die Meere!

Wir fordern ein gesetzliches Verbot von Mikroplastik in Kosmetika.

Dafür möchten wir uns am Samstag, den 19.11.16, mit einem Stand im Sea Life Königswinter von 12:00 bis 16:00 Uhr einsetzen. Auch ihr könnt den politischen Prozess mit eurer Protestkarte an Umweltministerin Hendricks vorantreiben. Warum das wichtig ist? Mikroplastik findet sich noch immer in vielen Pflegeprodukten, Kosmetika, Reinigungs- und Waschmitteln. Diese enthalten nicht nur winzige Plastikperlen und Granulate, sondern auch flüssiges, wachs-und gelhaltiges Plastik. An unserem Stand im Sea Life Königswinter möchten wir gemeinsam mit euch Kosmetikartikel filtern und so diese scheinbar unsichtbaren Plastikteilchen sichtbar machen. Zusätzlich wird es an unserem Stand unsere Auflistung aller chemischen Namen, die für Mikroplastik stehen, im praktischen Visitenkartenformat zum Mitnehmen geben. Es lohnt sich also vorbei zu schauen.

Die Notwendigkeit eines Verbots

mikroplastik_politik-auf-kuschelkurs-mit-der-industrieWährend Länder wie die USA, Kanada und England Mikroplastik bereits verboten haben oder in der Umsetzung sind, setzt Deutschland allein auf eine Selbstverpflichtung der Industrie und lehnt eine gesetzliche Regelung ab. Diese freiwilligen Selbstverpflichtungen funktionieren aber nicht, da jeder Mikroplastik anders definiert (Größe, welche Plastiksorten) und unterschiedliche Fristen für einen Bann von Plastik aus ihren Produkten anstrebt. Dabei ist Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmittel überflüssig und ersetzbar. Dieses primäre Mikroplastik aus den Produkten zu verbannen, wäre der erste und einfache Schritt weniger Plastik in die Weltmeere zu schwemmen.

Deshalb ist unsere klare politische Zielsetzung:
ein Verbot der Produktion und des Inverkehrbringens von Verbrauchsgütern, die Mikroplastik enthalten.

Kurzfristig, d.h. bis Ende 2017 richtet sich das politische Ziel an Deutschland, mittelfristig möchten wir eine EU Gesetzgebung erreichen, allerdings gibt es EU weit noch keinen entsprechenden politischen Prozess. Das heißt, die Arbeit zu Mikroplastik geht über das Jahr 2016 und den Greenpeace-Kampagnenstatus, den das Meeresthema zurzeit hat, hinaus. Wir werden die Politik und Industrie in die Pflicht nehmen und gleichzeitig die Stimme und Macht des Verbrauchers stärken.

29. Oktober: Große Demo in Lingen

Atomkraftwerken jetzt den Saft abdrehen! Brennstoffversorgung aus Lingen und Gronau stoppen!

Beginn: 13:00 Uhr, Bahnhof Lingen
Abschlusskundgebung vor dem alten Rathaus

Gemeinsam mit vielen Menschen aus dem Emsland und ganz Niedersachsen, aus NRW und aus anderen Regionen wollen wir am 29. Oktober 2016 für unsere Forderungen auf die Straße gehen:

  • Uranlieferungen aus Lingen und Gronau an marode AKW in Belgien und Frankreich stoppen!
  • Brennelementeherstellung in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
  • Das AKW Emsland, Grohnde, Tihange, Doel, Fessenheim, Cattenom und alle anderen AKW abschalten! Sofort!
  • Energiewende jetzt! Sonne und Wind, statt Fracking, Kohle und Atom!

Über 5 Jahre nach Fukushima und 30 Jahre nach Tschernobyl sind wir mehr denn je von alternden Atomkraftwerken und von einer weiterhin aktiven Nuklearindustrie bedroht.

Hier findet sich der komplette Aufruf zur Demonstration mit der aktuellen Unterstützer/-innen-Liste.

Aufruf als pdf zum Download

Weitere Infos zur Anfahrt mit dem Bus ab Bonn sowie zur Anmeldung finden sich hier.

Demonstrationen in 7 Städten gegen CETA & TTIP

„Kenne mer net, bruche mer net, fott domet“

Erneut forderten Tausende Menschen in Deutschland einen gerechten Welthandel. Die Argumente gegen TTIP und CETA hallten durch die Straßen: laut und mit Nachdruck.

ttipceta_demo_17sep16_1Am Samstag, den 17. September rief das Bündnis „CETA & TTIP stoppen“ zu bundesweiten Demonstrationen gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA auf. In Berlin, Hamburg, München, Leipzig, Frankfurt, Stuttgart und Köln gingen mehr als 300.000 Menschen auf die Straße, um für einen gerechten Welthandel zu demonstrieren, vorne mit dabei Greenpeace Gruppen aus dem gesamten Bundesgebiet.

ttipceta_demo_17sep16_6Wir, als Greenpeace Gruppe Bonn, waren in Köln dabei, um zusammen mit 55.000 Menschen unseren Unmut über die Freihandelsabkommen auszudrücken. Schon am frühen Morgen ging es mit dem Zug nach Köln, um zusammen mit vielen anderen Greenpeace Gruppen gemeinsam am Rhein zu frühstücken. Bei guter Stimmung, sonnigem Wetter und schönem Blick auf den Rhein hatten wir jede Menge Spaß und konnten uns bereits auf die Demonstration einstimmen.

Nach dem Frühstück ging es dann Richtung Deutzer Werft, wo Greenpeace einen Infostand hatte. Dort trafen die verschiedensten Greenpeace Gruppen aus Nordrhein-Westfalen aufeinander. Zusammen mit zahlreichen Fahnen, Bannern und Ballonen ging es um 12:00 Uhr zur großen Auftaktveranstaltung, auf der Matthias Flieder als Greenpeace Kampaigner die Eröffnungsrede hielt. Auch optisch war Greenpeace allgegenwärtig, insbesondere als sich vor der Kulisse des Kölner Domes Greenpeace Aktivisten von der Deutzer Brücke abseilten, um ein großes Transparent mit dem Titel „STOP CETA &TTIP“ zu entrollen. Aber auch in der Menge der Demonstranten war die Greenpeace Gruppe durch Walking Ballons weithin gut sichtbar.

ttipceta_demo_17sep16 ttipceta_demo_17sep16_2

Mit einer halben Stunde Verspätung setzte sich der Demonstrationszug dann um 13:30 über die Deutzer Brücke in Bewegung. Angeführt von einer Reihe von Traktoren ging es über den Neumarkt auf die gut 5 km lange Route. Dabei war der Demonstrationszug so lang, dass die Greenpeace Gruppe erst in Bewegung kam, als das Frontbanner schon den Neumarkt hinter sich gelassen hatte.
So ging es bei sonnigem Septemberwetter und ebenso guter Laune zweieinhalb Stunden durch Köln. Gerade in den Bereichen an denen viele Menschen in der Innenstadt unterwegs waren, war zu spüren, dass ein Großteil der Menschen die Demonstration unterstützen. Leider verlief die Route auch durch zahlreiche schmale Straßen, wobei es zu einer 20 minütigen Verzögerung kam, nachdem die Route durch die Polizei kurzfristig geändert wurde.

Gegen 16:00 traf der Demonstrationszug wieder an der Deutzer Werft ein, wo neben Musikbeiträgen auch eine Abschlusskundgebung stattfand. Allmählich leerte sich der Platz vor der Bühne und mit dem Abbau des Standes endete ein anstrengender Tag, bei dem man mit vielen Menschen ins Gespräch kam, um gemeinsam für einen gerechten Welthandel zu demonstrieren. Nicht zuletzt aufgrund der tollen Vorbereitung durch Greenpeace Köln konnte unsere Ablehnung lautstark und bunt gegen Einschnitte beim Umweltschutz, Verbraucherschutz und bei der Demokratie zum Ausdruck gebracht werden. Und zusammen mit vielen anderen Tausenden von Demonstranten werden wir uns, als Greenpeace Bonn, auch zukünftig für einen gerechten Welthandel einsetzen.

Demonstriert mit

Wann?: am Samstag, dem 17.9.2016
Wo?: in Köln; Deutzer Werft
Wogegen?: gegen #CETA und #TTIP
Wofür?: für einen fairen Welthandel!

 

ttip-demo_17-09-16Programm ab 12:00 auf dem Versammlungsplatz Deutzer Werft, pünktlich ab 13:00 Uhr bis ca. 15:30 Uhr Demonstration durch die Kölner Innenstadt, Abschluss-Veranstaltung 16:00 – 17:00 Uhr, Deutzer Werft. Anreise am besten über Bahnhof Köln-Deutz, Essen und Trinken selbst mitbringen.

Getragen vom Bündnis, zu dem auch Greenpeace gehört, werden an diesem Tag Hunderttausende von Menschen gleichzeitig in 7 deutschen Städten demonstrieren. Die „EU-Handelsabkommen der neuen Art“ #CETA und #TTIP untergraben Demokratie und Rechtsstaat, gefährden Umwelt- und Verbraucherschutz, bieten eine Hintertür für Gentechnik auf dem Acker und dem Teller, höhlen Arbeits- und Sozialstandards aus und gefährden die öffentliche Daseinsvorsorge und die kulturelle Vielfalt.
Bevor in diesem Herbst #CETA offiziell unterzeichnet werden und sofort vorläufig in Kraft treten soll und bevor die nächste ‚TTIP-Verhandlungsrunde beginnt, wollen wir ein deutliches Zeichen setzen gegen die Macht der Konzerne und für einen gerechteren Welthandel.

Einiges haben wir schon erreicht, aber nicht genug. Wir sind Teil einer europäischen und transatlantischen Bewegung. Wir sind viele. Seid dabei!

Müllsammelaktion am Rhein, gemeinsam mit dem WDR am 08.07.16

Mikroplastik, eine unsichtbare Gefahr

Was ist eigentlich Mikroplastik? Von welcher Größe ist hier die Rede? Diese Frage stellten wir von der Greenpeacegruppe Bonn uns am Freitag, während wir am Rhein innerhalb kürzester Zeit wieder einmal zwei große Taschen voller Plastik und anderem Müll sammelten.unspecifiedP2VF8UIJDass solche Kunststoffpartikel sehr klein sein müssen, verät schließlich schon der Begriff „Mikroplastik“ selbst. Doch gibt es auch eine genauere Größendefinition? – Ja, die gibt es: Laut Angaben des BUND (2016) sind unter Mikroplastik ebensolche Kunststoffpartikel zu verstehen, die einen Durchmesser von „weniger als fünf Millimeter“ aufweisen. Diese Definition sei „allerdings unbeständig und hat nach unten keine Grenze“, wie im BUND-Einkaufsratgeber nachzulesen ist.

Oft sprechen wir von einer unsichtbaren Gefahr. Nämlich genau dann, wenn Mikroplastik durch Sonneneinstrahlung, Wellenschlag oder andere Einflüsse dem Verwitterungsprozess ausgesetzt ist und größere Grundmaterialen in kleinste Teilchen zerfallen, die oft nur noch unter dem Mikroskop sichtbar sind. Man spricht in diesem Falle von sekundärem Mikroplastik. Diese kleinsten Teilchen stellen die tatsächliche Gefahr dar, denn sie können von unseren Kläranlagen nicht gefiltert werden und gelangen so aus den Abwässern in die Umwelt. Über unsere Flüsse können auf diese Weise zahlreiche Mikroplastikteilchen bis in die Meere transportiert werden, wo sie bis zu mehrere Jahrzehnte verbleiben. Mit den Meeresströmungen verbreiten sie sich schließlich über den ganzen Ozean. Sogar in weitestgehend oder vollkommen unberührten Landschaften, wie zum Beispiel in der Arktis, wurde bereits Mikroplastik vorgefunden. Mikroplastik schwimmt nicht nur an der Oberfläche des Wassers, sondern wurde bereits in allen Tiefen des Meeres sowie in zahlreichen Kleinstlebewesen nachgewiesen, welche die winzigen Partikel über ihre Nahrung aufnehmen. Viele dieser Kleinstlebewesen, wie Zooplankton, Muscheln, oder Würmer, stellen eine wichtige Nahrungsquelle für Fische dar, welche wiederum zu unserer eigenen Ernährung dienen. Laut BUND (2016) gilt, „je kleiner das Plastik ist, desto höher ist die Anzahl der betroffenen Tiere, die sie mit ihrer Nahrung aufnehmen“.

Ein großes Problem stellen dabei insbesondere Kosmetika dar.  Verschiedenste Kunststoffe werden nämlich als Schleif-, Binde- sowie Füllmittel oder als Filmbinder verwendet. Ein Blick auf die  Liste der „10 Tipps zur Vermeidung von Plastik“ sowie auf die Produktliste vom BUND (2016) lohnt sich, um weniger Plastikmüll zu produzieren und auch die eigenen Kosmetika Zuhause einmal genauer auf ihre Inhaltsstoffe zu untersuchen.unspecifiedPBN5HOQ1Auch wenn wir erfolgreich ein kleines Stück des Ufers entlang des Rheins von Müll befreien konnten, war die Aktion wieder einmal ziemlich schockierend. Wir haben in viel zu kurzer Zeit auf viel zu kleinem Raum viel zu viel Müll vorgefunden. Leere Taschen wären uns bei dieser Aktion sehr viel lieber gewesen.

Umso mehr freuen wir uns, dass das Team der WDR Servicezeit rund um die Moderatorin Yvonne Willicks unsere Aktion in einen Beitrag einbauen möchte und somit einen erheblichen Teil zur Umweltbildung beiträgt. Auf diesem Wege noch einmal Danke für die Unterstützung. Wir hatten eine Menge Spaß und freuen uns auf den Beitrag!

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Quelle: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) (2016): Mikroplastik. Die Unsichtbare Gefahr. Der BUND-Einkaufsratgeber. Abrufbar unter: https://www.greenpeace-bonn.de/wp-content/uploads/2016/07/bund_meeresschutz_mikroplastik_produktliste.pdf (letzter Abruf: 10.07.16).